Wachstum (1.2.2012)

Beginnen wir mit einer einzigen Eichel. Wir wählen ein richtiges Prachtexemplar, 3cm lang und 1,5cm im Durchmesser. Für die suchen wir ein schönes, wildschweinsicheres Plätzchen, versenken sie in die Erde, gießen ein bißchen und lehnen uns zurück. Jetzt haben wir Zeit, viel, viel Zeit. Nach einem Jahr schaut da ein Schößling heraus, klein und unscheinbar, wir finden ihn nur deshalb in all dem Gras, weil wir wissen, wo er ist. Unser Kleiner wächst fleißig vor sich hin, nach fünf Jahren ragt er buschhoch aus der Graswiese. Nach 20 Jahren finden wir eine junge Eiche, in deren Schatten wir den Sommer verträumen. Nach 100 Jahren können unsere Urenkel durch das Geäst einer starken Eiche klettern, und womöglich stehen um diese Eiche herum kleinere, jüngere Eichen, ihre Nachkommen. In die Höhe wächst unsere Eiche kaum noch, der Stamm legt allerdings weiter zu. Nach 500 Jahren finden wir einen gewaltigen Baum inmitten eines Eichenwaldes, einen unerschütterlichen Stamm, der bereits alles erlebt hat, was an Wetterkapriolen passieren kann. Nach 1000 Jahren geht selbst das Leben unserer Eiche zu Ende. Der Stamm ist weiter gewachsen, doch er ist bereits ausgehöhlt. Der Frühling entlockt ihr noch immer neues Grün, doch Teile ihrer Krone bleiben kahl, sind bereits abgestorben. Bald ist es soweit, der morsch gewordene Stamm trägt das Gewicht nicht mehr, ein leichter Herbststurm, von denen er schon Tausende erlebt hat, fällt den uralten Baum. Aus dem vermodernden Holz wächst neues Grün…

Ich habe eine Eiche als Beispiel gewählt, weil dieser Baum als Sinnbild der Unerschütterlichkeit gilt. Hartes Eichenholz steht für Stabilität, und ihre Beharrlichkeit, die Blätter nicht frühzeitig abzuwerfen, hat in einer Sage bereits den Teufel verzweifeln lassen. Die tausendjährige Eiche, die scheinbar der Zeit und der Vergänglichkeit trotzt, ist ein Bote vergangener Zeitalter, ein Stück lebender Geschichte. Und doch, mag die Eiche 40 oder 50 menschlicher Generationen überdauern, selbst ihr ist ein Ende beschieden. Ich habe aus einer einzigen Eichel einen ganzen Wald wachsen lassen, doch selbst dieser Wald wuchert nicht über alle Welt, er stößt schließlich an andere Wälder, wenn nicht Menschen ihm Grenzen setzen.

Die Natur kennt schnelles, explosives, exponentielles Wachstum, wenn es gilt, Leerräume zu besiedeln. Nach einer Katastrophe, einem Waldbrand oder einem Vulkanausbruch, ergrünt und erblüht die Landschaft binnen kurzer Zeit. Tiere vermehren sich, füllen die Population bald wieder auf. Doch nach dieser Wachstumsphase, nach dieser Repopulation, pendelt sich ein Gleichgewicht ein, ein Zustand der Stabilität.

Die Natur kennt den Schweinezyklus ebenfalls, in Zeiten, in denen das Gleichgewicht gestört ist. Bringen wir ein paar Schafe auf eine große Insel ohne Raubtiere, so werden sich diese Schafe unablässig vermehren, bis die Insel kahlgefressen ist und sie verhungern. Lassen wir ein paar Wölfe nachziehen, so wird das für die Wölfe ein Schlaraffenland, bis schließlich so wenige Schafe übrig sind, daß die Wölfe keine Beute mehr finden. Mag das Pendel ein paar Mal schwingen, mit zu vielen Schafen und zu vielen Wölfen, am Ende wird es genug Schafe und genug Wölfe geben, um stabil fortzuexistieren. Natürlich wird es Schwankungen geben, trockene Sommer, kalte Winter, Krankheiten und Überschwemmungen, doch im Wesentlichen wird sich ein Gleichgewicht einstellen.

Die reiche Insel für die Schafe gab es wirklich, das Deutschland von 1945. Alles lag in Trümmern, alles war zerstört, die Menschen hatten nur ihr nacktes Leben gerettet. Ich gebe zu, der Begriff “alles” ist eine Übertreibung, die Deutschen haben selbst damals nicht nackt in Höhlen gelebt. Gewissermaßen hatten wir die eine Eichel übrig behalten, sowie ein wenig Boden, um sie einzupflanzen. Der entscheidende Tag war nicht etwa der 23. Mai 1949 mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes, der Tag, an dem die Eichel eingepflanzt wurde, war der 20. Juni 1948, die Einführung der D-Mark in den drei Westzonen. Das Symbol des gepflanzten Bäumchens – wir kennen es von der kleinsten silberfarbenen Münze, den 50-Pfennig-Stück.

Gehen Sie durch ihre schöne Wohnung des Jahres 2012, dann finden Sie dort, von Ihrem Rechner abgesehen, nichts, was es nicht schon 1948 gegeben hat. Natürlich ist Ihr Fernsehapparat viel schicker als das Röhrenungetüm von damals, einen Mikrowellenofen hatten damals nur wenige Haushalte, Waschmaschinen und elektrische Handmixer waren Exoten. Doch erfunden war damals bereits alles, wenn auch für den Normalbürger unerschwinglich. Zugegeben, Mobiltelephone gehören ebenfalls in die neuere Zeit, damals gab es nur das Festnetz.

Das Jahr 2000 war damals ferne Zukunft, da hatten die Menschen fliegende Autos, lebten auf Weltraumstationen, auf dem Mond und dem Mars… Manchmal war die Zukunft auch ein Stiefel, der in ein Gesicht tritt, wieder und wieder. Heute wissen wir mehr: Unsere Autos fliegen nicht, und der Stiefel, der Menschenrechte mit Füßen tritt, ist zumindest in Merkeldeutschland subtiler als damals eingeschätzt.

Doch kehren wir zurück ins Jahr 1948, ins Paradies der angeschwemmten Schafe: das Wirtschaftswunder beginnt! Oh, die Deutschen haben längst mit dem Wiederaufbau begonnen. Das ist sogar Amerikanern aufgefallen: Solange sie durch Frankreich gezogen sind, wurden sie überschwenglich begrüßt, danach haben sich die Franzosen hingesetzt und auf Hilfe gewartet. Auf Reichsgebiet wurden sie nicht als Befreier gefeiert, doch sobald nicht mehr geschossen wurde, kamen die Deutschen hervor und haben begonnen, die Trümmer beiseite zu räumen.

Mit der neuen Mark gab es gutes Geld sowie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wachstum, scheinbar grenzenloses Wachstum setzte ein. Aus der Notunterkunft, einer Baracke mit Pappdeckel in den glaslosen Fenstern, zog man in eine kleine, enge Wohnung, schließlich in eine geräumige Wohnung und dann in das eigene Häuschen. Die ständig steigenden Löhne erlaubten einen ersten kurzen Urlaub im Taunus oder im Bayerischen Wald, später in Österreich und Italien. Radiogeräte kamen ins Haus, viel schöner als die alten Volksempfänger, bald gefolgt von Fernsehern. Die Menschen leisteten sich Kühlschränke und diese Kühlschränke wurden immer besser gefüllt.

Die Rezession, über die Bundeskanzler Erhard gestürzt ist, war nur ein kurzes Atemholen. Der Babyboom erforderte größere Wohnungen, die erst einmal eingerichtet werden mußten, zu den Kühlschränken gesellten sich Tiefkühltruhen, der nächste Fernseher war in Farbe, die primitiven Waschmaschinen wurden durch bessere ersetzt, Spülmaschinen erleichterten die Hausarbeit. Unsere Autos wurden größer, schneller und moderner.

Als 1969 der erste Kanzler der SPD an die Macht gelangte, schien der absolute Wohlstand ausgebrochen. Diese Illusion zerstob in der ersten Ölkrise, und schon der zweite SPD-Kanzler verteilte nicht mehr den Überfluß, sondern verwaltete den Mangel. Unter Helmut Schmidt kehrten die Vokabeln Staatsschulden und Inflation, Arbeitslosigkeit und Zukunftsangst in unseren Wortschatz zurück. Zum ersten Mal wurde von den Grenzen des Wachstums gesprochen.

Das Jahr 1980 liegt auf halber Strecke von 1948 nach 2012, deshalb mag es Referenzjahr dienen. Damals gab es die ersten Mobiltelephone als Statussymbole, und mit dem VC20 hatte der erste Rechner Einzug in die Wohnungen gefunden. Im Prinzip war jetzt alles vorhanden, was wir heute auch vorfinden, bis auf das Internet. Das zügellose, optimistische Wachstum der Wirtschaftswunderjahre war zu Ende, das Gift der 68er durchzog bereits die Adern unseres Gemeinwesens. In den Jahren danach wurden die heutigen Perversionen begründet, vom “Kampf gegen Rechts” über das “Einwanderungsland Deutschland” bis zum Wahnsinn des “Gender Mainstreaming”. Die BRD entschied sich damals für den Weg in die Dekadenz.

Wir erleben jetzt, 1980, die Spätphase des ursprünglichen Wachstums. Der alte Familienfernseher wanderte ins Kinderzimmer als der neue angeschafft wurde. Mit dem Drittfernseher im Schlafzimmer war der Bedarf gedeckt. Der alte Kühlschrank kam ins Vorratszimmer, der neue in die Küche. Die Familienkutsche wurde an Sohn oder Tochter übergeben, Papi leistete sich einen Neuen. Und Mami bekam ebenfalls ihr Auto, einen kleinen Gebrauchten. Ausziehende Kinder benötigten Wohnraum und Möbel, doch die stürmische Entwicklung früherer Jahre war vorüber. Kleine Wohnung, große Wohnung – und dann nicht das eigene, neugebaute Haus, sondern das Haus der Eltern, das diese nicht mehr unterhalten konnten, weil sie ins Altersheim gezogen oder gestorben waren. Die Entwicklung hatte sich verlangsamt.

Das Wachstum im Inneren ging zurück, dafür wurde das Wachstum im Äußeren gesucht, die Waren in andere Weltgegenden geliefert, die noch nicht ihren Bedarf gedeckt hatten. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs fiel die letzte Begrenzung der Globalisierung. Was im Westen schon geschehen war, passierte nun in der eingemeindeten DDR. Dort besaßen viele Familien bald drei Autos: den alten Trabbi, einen gebrauchten “Westler”, gekauft von den ersten D-Mark, und einen neuen “Westler”, zumeist auf Kredit finanziert. Auch wenn sie jahrelang gewartet hatten, die DDR-Bürger haben ebenfalls Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen gehabt. Jetzt degradierte die Westware das Vorhandene zu Zweitgeräten.

Grundig, Saba, Nordmende, Telefunken – als 14jähriger habe ich mir die Prospekte dieser Firmen besorgt, um meine erste Stereoanlage auszusuchen. Firmen, die es nicht mehr gibt! Nixdorf war ein Computer-Pionier, aus dem Siemens-Nixdorf geworden ist, dann Fujitsu-Siemens… Die deutsche Wertarbeit ist aus den Wohnzimmern verschwunden, und mein Siemens-Handy ist ein Fossil, ein Dinosaurier aus ferner Vergangenheit. Im Rahmen der Globalisierung haben uns zunächst die Japaner die Elektronik verkauft, heute sind es Koreaner, Taiwaner und Rotchinesen. Wir leben von Autos und von Maschinen.

Was die erweiterte BRD zum Exportweltmeister werden ließ, funktionierte so: Amerikanische Konsumenten verschuldeten sich, um chinesische Waren einzukaufen, Schuhe, Textilien, Elektronik, Haushaltsgeräte – alles Made in China. Die Chinesen mußten mehr und mehr produzieren, dafür haben sie Maschinen in Deutschland gekauft. Die Chinesen haben gutes Geld verdient – zumindest die Firmenchefs – und konnten sich Autos aus Deutschland leisten.

Es hat funktioniert, für einige Jahre. Die Immobilienkrise und die Finanzkrise haben uns die Grenzen dieses Wachstums gezeigt. Selbst Amerikaner können sich nicht unbegrenzt verschulden, zumindest die amerikanischen Verbraucher. Die US-Politiker sind zu dieser Erkenntnis noch nicht gelangt. Die chinesischen Firmenchefs haben ihre BMWs, Daimlers und Audis, sie benötigen so schnell keine neuen, vor allem, seit die Amerikaner nicht mehr in beliebigen Mengen einkaufen.

Etwas Anderes hat auch prima funktioniert, das Perpetuum Mobile. China – oder Deutschland – produziert Waren und bietet sie zum Verkauf an. Leider sind die Kunden knapp bei Kasse, können also nicht bezahlen. Folglich hilft China – oder Deutschland – indem es den Kunden Geld leiht. Jetzt können Amerikaner – oder Griechen, Italiener, Spanier, Franzosen – einkaufen und die Waren bezahlen. Damit fließt das Geld zurück nach China – und manchmal auch nach Deutschland – für die nächste Runde. Am Ende stapeln sich die Waren beim Kunden und die Schuldscheine beim Lieferanten.

Das funktioniert prächtig, bis die Gläubiger begreifen, daß ihre Schuldscheine völlig wertlos sind. Am besten, wir werfen die Schuldscheine ins Feuer und beginnen noch einmal von vorne. Wenn wir den Kunden das Geld schenken, kaufen die gerne Quietscheentchen oder Mercedes-Limousinen. Andererseits, das Geld ist dabei überflüssig. Anstatt Geld zu verschenken, verschenken China und Deutschland in Zukunft einfach ihre Waren. Das nannte man früher Sklavenarbeit, aber wir leben heute in einer Demokratie, da wird niemand versklavt. Zumindest nicht so, daß er es ganz leicht merkt.

Der Trick bei Stahlbeton sind die Armierungseisen, über die man den flüssigen Peps kippt und wartet, bis er hart wird. Diese Eisen kann man in die gewünschte Form biegen. Dafür gibt es Handbiegemaschinen, bei denen man einen Draht einlegt (der “Draht” hat üblicher Weise einen Durchmesser von 6 bis 16 mm) und dann z.B. viermal mit einigem Kraftaufwand in die richtige Form biegt. Das dauert ein paar Minuten. Oder man delegiert diese Arbeit an eine Eisenbiegerei, die den Draht fertig gebogen an die Baustelle liefert. Dort stehen sogenannte Bügelautomaten, die eine solche Form in zehn Sekunden zurechtbiegen, zwei Drähte gleichzeitig, unermüdlich, ob zwei oder zweihundert. Der Eisenbieger sammelt die Dinger ein, schnürt sie zusammen und versieht sie mit einem Etikett, damit die Verleger auf der Baustelle wissen, wofür diese Bügel gedacht sind.

Wieso ich das erzähle? Nun, womit der Handbieger einen ganzen Tag beschäftigt ist, schafft der der Bügelautomat in nicht mal einer halben Stunde. Das ist der Faktor Produktivität. Bügelautomaten fallen nicht vom Himmel, sie müssen konstruiert und gebaut werden. Sie lohnen sich erst ab einem bestimmten Volumen, doch wenn sie entwickelt sind, kann man genügend Armierungseisen produzieren, um massenhaft Autobahnbrücken oder Kanzlerämter zu bauen. Allerdings benötigt man nur endlich viele Autobahnbrücken und Kanzlerämter, folglich stehen irgendwann die Bügelautomaten still.

Wobei der begrenzende Faktor das Geld ist, unsere Volldemokraten würden zu gerne mehr Autobahnbrücken und Kanzlerämter bauen, doch sogar sie können einen Euro höchstens drei- bis fünfmal ausgeben. Leider ist schließlich die Belastungsgrenze der Demokratisierten erreicht. Die Menschen arbeiten gerne, zumal in Deutschland, wenn ihnen ein bißchen von dem bleibt, was sie mit dieser Arbeit geschaffen haben. Sie ernähren massenweise Ökoparasiten, finanzieren Krötenwanderwege und Gleichstellungsbeauftragte, kaufen den Volldemokraten Dienstwagen, bezahlen die Masseneinwanderung islamisierender Eroberer, schenken Europa und dem Rest der Welt sogar ihre Ersparnisse, solange genug übrig bleibt, um abends in Ruhe vor dem Fernseher zu sitzen und sich langweilige Talkshows mit genug Bier schön zu trinken. Sobald das nicht mehr gewährleistet ist, begehren selbst die Geduldigsten auf.

Und jetzt sind wir wirklich im Jahr 2012. Der dritte SPD-Kanzler hat die Hartz-Gesetze eingeführt, hat Leiharbeit gefördert, die Deutschland-AG aufgelöst und Volkseigentum verschleudert. Die darauffolgende Tunix-Kanzlerin hat erst mal die Steuern erhöht und anschließend unbeirrt fortgeführt, was für die meisten Deutschen immer weniger Anteil an ihrer Arbeit übrig läßt.

Der wichtigste Unterschied zu 1948 ist, daß wir heute Häuser, Kühlschränke und Waschmaschinen besitzen. In unseren Sparbüchern stehen Summen, die genausogut in Reichsmark ausgedrückt sein könnten. Allerdings dürfen wir dieses Geld in normalen Kaufhäusern ausgeben, wir müssen nicht auf den Schwarzmarkt. Wer schlau ist, wandelt Papier-Euros in Gold und Silber um, was die Kaufkraft erhält. 1948 mit den alten Reichsmark war das nicht so einfach. Letztlich sind diese Ersparnisse jedoch in das Perpetuum Mobile geflossen, sie fahren als Luxusautos durch Europas Bankrottstaaten.

Es besteht kein neuer Bedarf, es sei denn, man stachelt unsere zugewanderten Mitbürger dazu an, unsere Städte in Trümmer zu legen. Man könnte auch einen Krieg anfangen, oder eben weitere zwanzig Jahre Merkel weiterregieren lassen, das produziert genug Armut, Elend, Schlagloch-Straßen und Sanierungshäuser. Die Deutschen haben heute nicht das Einkommen und morgen nicht mehr die Ersparnisse, um neues Wachstum kaufen zu können. Der größte Teil der Welt ist überschuldet. Wir stehen zudem erst am Anfang der Krise, die diese Umstände beseitigen werden. Erinnern Sie sich an die Insel der Schafe? Jetzt ist sie kahlgefressen, die Schafe verhungern.

Blicken Sie nach Griechenland, nach Spanien und Italien. Dort finden Sie die am besten ausgebildete Generation aller Zeiten, sehr, sehr viele junge Akademiker, höchst qualifiziert – und arbeitslos. Zu viele Bügelautomaten, zu hohe Produktivität, Menschen als Arbeiter werden nicht mehr gebraucht. Das Wachstum ist an seine Grenzen gestoßen, die alten Wege versagen. Die Politiker, die heute den Mangel verwalten, versagen so, wie es die alten, erfahrenen Schafe auf der abgegrasten Insel tun würden. Das Irrsinns-Rezept, neues Geld zu drucken, ist gleichbedeutend mit dem Vorschlag, Heu auf die Schafsinsel zu bringen. Es würde das Problem für einige Zeit verringern, es jedoch nicht lösen. Das Chaos beim Zusammenbruch wird so weitaus größer, auf der Schafsinsel würden noch mehr Lämmer geboren, die ebenfalls verhungern.

Die Natur kennt nur begrenztes Wachstum, sie strebt ein Gleichgewicht an. Dies haben unsere Politiker, die Volldemokraten, außer Acht gelassen. Selbst die unfähigsten Politiker schaffen es, ein expandierendes Imperium in die Dekadenz zu regieren. England schickte die Unruhestifter und potentiellen Schwerverbrecher hinaus in die Welt, um das Britische Imperium aufzubauen. Die USA trieben ihre Überflüssigen zunächst nach Westen und später in die Weltkriege. Beides hatte den Vorteil, daß Mord und Totschlag fern der Heimat passierten. Ohne Beute, ohne ständige Ausplünderung fremder Länder, verkümmerte das gewaltige Rom, das großmächtige Britannien und jetzt verkümmert die unbesiegbare USA.

Die Bankster, die Hochfinanz, sind nicht die Wölfe in der Schafsherde, sondern bestenfalls die Hütehunde, die durch das, was aus den Schafen erwirtschaftet wurde, dick und fett gemästet worden sind. Sie sind sowohl Parasiten als auch Symptome der Dekadenz, weil sie den Niedergang der Herde beschleunigen. Die große Frage der Zukunft ist, ob sich ein Gleichgewicht erreichen läßt. Die Antwort ist nein, wenn man die heutige Mentalität ansetzt. Die Kultur der Gier in der Hochfinanz, das unablässige Zusammenraffen von allem, was irgendeinen Wert besitzt, führt in die Katastrophe. Die Unfähigkeit der Demokraten, die glauben, ihr Volk nur durch immer größere Bestechung und fortlaufende Umverteilung regieren zu können, führt ebenfalls in die Katastrophe.

Kohl, Schröder, Merkel und die anderen bekannten Politiker der BRD verdienen es, in einem Atemzug mit dem römischen Kaiser Nero genannt zu werden. Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus war ein kunstsinniger und freigiebiger Mann, als er mit gefüllten Kassen seine Regierung angetreten hat. Seine schlechte Presse verdankt er der zweiten Phase seiner Regierung, als die Staatskassen leer geworden sind. Streichen wir den speziellen Haß der Christen, die Nero für ihre Propaganda mißbraucht haben, bleibt immer noch ein mörderischer Herrscher, der reiche Untertanen in den Selbstmord getrieben hat, um ihr Erbe einzustreichen. Unter den BRD-Kanzlern muß nicht wer reich ist früher sterben, sondern die Armen, an denen gespart wird. Rechnen wir die vernichtenden Lebensjahre, steht der alte Nero vermutlich besser da als fast alle der heutigen Demokraten.

Ist Gleichgewicht möglich? Im Mittelalter hat man es mit maximaler Regulierung versucht. Zünfte und Gilden bestimmten das bürgerliche Leben in den Städten, Adel, Klerus und Bauern bildeten die soziale Ordnung. Bei der Geburt waren Lebensweg und Karriere festgelegt, der Sohn eines Steinmetzes durfte kein Bäcker werden. Ein Seilergeselle mußte entweder den Betrieb seines Vaters erben oder sich einen eigenen Betrieb erheiraten, bevor er als Meister selbständig werden durfte. Bauern mußten auf ihrem Land bleiben, erst wer ein Jahr und einen Tag in einer Stadt gelebt hatte, war diesem Stand entronnen. Dann kam die Pest und mit ihr der Arbeitskräftemangel. Erst dadurch wurde die erstarrte Gesellschaft aufgebrochen.

Vielleicht sollten wir die Bücher lesen, die vor fünfzig Jahren oder länger das Jahr 2000 beschrieben haben. In den besseren Büchern wurde eine befreite Gesellschaft geschildert, in der nicht die Arbeit frei macht, sondern die Befreiung von Arbeit eine freie Gesellschaft ermöglicht. Ich spreche nicht von der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, ich spreche von der Acht-Stunden-Arbeitswoche.

Nein, ich bin nicht übergeschnappt, das hoffe ich wenigstens. Es gibt eine interessante Zahl: 20%. So viele Menschen, 20%, reichen aus, um alles zu produzieren, was sie und die übrigen 80% der Menschheit benötigen. Wie wir die 20% rekrutieren, können wir frei entscheiden. Die Aufteilung nach Volkszugehörigkeit würde durchaus funktionieren, das haben unsere Volldemokraten bereits wunderbar organisiert. Deutsche arbeiten 100%, versorgen jeden Zuwanderer und jeden anderen Europäer mit allem, was die so benötigen. 65 Millionen Deutsche arbeiten für 260 Millionen Miteuropäer, wenn wir die Briten aus der EU werfen, ist die ganze Brüsseler Verwaltungszone abgedeckt. Mit den Briten im Boot leisten wir noch ein paar Überstunden, dann geht das schon. Leider müssen dann ein paar Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte an die Fließbänder, aber im Dienst der guten Sache werden die Grüninnen das schon einsehen.

Wenn dieses Modell in Ihren Augen zu viel Ähnlichkeit mit der Gegenwart aufweist, ist das natürlich rein zufällig. Die andere Aufteilung ist die Reduzierung der Arbeitszeit auf 20%, also auf besagte Acht-Stunden-Arbeitswoche. Damit ergibt sich ein Problem, das unsere heutigen Mittel übersteigt: die Beschäftigung der Menschen in der gewonnenen Freizeit. Bisher haben unsere geliebten Volldemokraten nach dem Motto gehandelt, daß sie ihre Wähler dumm und die Bankster sie arm halten. Diese Fronknechtschaft fällt mit der Tonnen-Idiotologie des fortgesetzten Wachstums weg.

Wenn dank der Acht-Stunden-Woche nur noch ein Fünftel der Autos gebaut werden, muß niemand alle vier Jahre ein neues Auto abnehmen. Das heißt, das Auto ist schließlich bezahlt und der Käufer aus der Schuldknechtschaft befreit. Wenn Kühlschränke 30 Jahre halten, braucht niemand irgendwelche Werbestrategien entwickeln, um einem Haushalt den vierten Kühlschrank aufzuschwatzen, wenn viel weniger Kühlschränke produziert werden.

Wenn das arm halten nicht mehr funktioniert, wie steht es dann mit dem dumm? Es gibt da wunderbare, rein biologische Pflanzenprodukte, mit denen man die Zeit wunderbar totschlagen könnte. Unsere Soldaten in Afghanistan beschützen ja schon die Opium-Felder, Südamerika würde uns bereitwillig Kokain gegen Autos liefern. Das würde zugleich das Problem mit der Langlebigkeit der Menschen erfolgreich bekämpfen.

In besagten Büchern wird von Bildung und Kultur gesprochen. Da trifft es sich doch gut, daß wir so viele Akademiker in Europa haben. Unterschichtenfernsehen und Brauereiabfüllungen reichen nicht aus, um eine gebildeter und mündiger werdende Bevölkerung ruhig zu halten. Miserable Politiker fallen da leider in Ungnade, Caligula und Nero können kein Imperium mit mündigen Bürgern regieren. Die Römer haben es geschafft, von Vespasian bis Marc Aurel gute Herrscher auf den Thron zu setzen.

Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte die Chance, auf völlig andere Weise zu wachsen. Dieses Wachstum läßt sich nicht in Prozent ausdrücken und es liefert auch keine zusätzlichen Steuer, die unsere Politiker verschwenden können. Eine befreite Menschheit, ledig der Dummheit und der Armut, erhebt sich geistig in neue Sphären. Unser biologischer Gattungsname lautet Homo sapiens sapiens. Das Homo, was nicht für sexuelle Aberration, sondern für Mensch steht, haben wir bewiesen. Das doppelte sapiens, für klug und weise, sollten wir uns endlich verdienen.

©Michael Winkler

Alles was wir heute erleben, die Verwandlung der westlichen Gesellschaft in eine globale Konzerndiktatur, wurde seit langem von der Elite geplant und von wachen Geistern bald aufgedeckt und vorhergesagt. Dazu verweise ich auf meinen Artikel: “Der grosse Plan – was sie mit uns vorhaben“, der als Einstieg und Ergänzung zu diesem lesenwert ist.

Ein weiterer Beweis, die Neue Weltordnung (NWO) ist ein Plan der Elite, sind die Ansprachen von Robert Welch (1899 – 1985), Gründer der John Birch Society. In seiner Rede aus dem Jahre 1974 sagte er genau das vorraus, was heute bereits von der Elite umgesetzt wurde und er berschreibt die Lösungen die heute noch oder wieder Gültigkeit haben.

Robert Welch war ein erfolgreicher Unternehmer, der für seine Caramel-Bonbons in Amerika bekannt wurde. So stelle seine Fabrik Schleckstengel unter dem Namen Sugar Daddies und Bonbons wie Sugar Babies, Junior Mints, und Pom Poms her. Als reicher Mann ging er 1956 in Rente und witmete sich verstärkt gesellschaftlichen und politischen Themen. Bereits vorher war er politisch Aktiv und versuchte sich zuletzt als Präsidentschaftskandidat der Republikaner 1952. Als solcher sah er was hinter den Kulissen wirklich abgeht.

Er kam zu der Erkenntnis, die sogenannte Weltverschwörung wäre nicht die der Kommunisten, sondern es gebe eine höhere Macht darüber. Der Kommunismus wäre nur eine Front für eine wie er sagte “Meisterverschwörung”, mit Wurzeln im Kreis der Illuminati und der Kern würde aus “Insidern” der Finanzoligarchie bestehen, wie die Rothschilds und Rockefellers und deren Organisationen, wie die Bilderberger, die Council on Foreign Relations und die Trilateral Commission.

Mittlerweile ist es geschichtlich belegt, die Oktoberrevolution in Russland wurde von den Geldelite finanziert und Lenin holte sich seine Instruktionen von Rothschild ab, als er in Genf wohnte und ein gerngesehener Gast in der Rothschild-Villa war. Das sozialistische Gesellschaftsexperiment oder “Social Engineering” war immer schon und ist bis heute eine Idee der Geldelite, unter dem Deckmantel der Verbesserung gesellschaftlicher Strukturen und Schaffung einer idealen Gesellschaft. In der Praxis ist es wieder nur ein Versklavung und die Herrschaft der 1% über die 99%.

Eine andere Methode ihre Macht auszuüben ist die von “herrsche und teile”, in dem sie beide Seiten mit Geld versorgen, denn Krieg ist das beste Geschäft und egal wer gewinnt, sie sind immer die Sieger. Der erste Weltkrieg wäre nach sechs Monaten schon zu Ende gewesen, wenn die kriegsführenden Staaten es aus eigenen Mitteln hätten zahlen müssen. So haben die Bankster mit Krediten dafür gesorgt, dass er vier Jahre andauerte und 17 Millionen Menschen das Leben kostete. Deutschland hat erst 2010 die letzte Zahlung dafür geleistet. Das muss man sich mal vorstellen, vier Jahre Krieg und dann 92 Jahre dafür zahlen! Wie lange wird man für den II. noch büssen?

Wie sagte Gutle, die Urmutter der Rothschilds? “Es wird keinen Krieg geben, mein Sohn gibt kein Geld.” Oder “Wenn meine Söhne keine Kriege wollten, würde es keine geben.

Für diese frühe Erkenntnis und Beschreibung der wirklichen Schattenmacht, wurde Welch scharf kritisiert und als Spinner hingestellt. Aber wenn man sich seine Rede die er vor 38 Jahren hielt heute anhört, dann hat er wohl recht gehabt. Hier eine Übersetzung des folgenden Videos. Zuerst wiederholt er die Punkte, die er bereits 1958 geäussert hat:

Ein Teil dieses Plans selbstverständlich, ist die schrittweise Aufgabe der amerikanischen Souveränität, Stück für Stück und Schritt für Schritt, hin zu verschiedenen internationalen Organisationen, von denen die Vereinten Nationen die herausrangende ist, aber nicht das einzige Beispiel (Weltbank, Weltwährungsfonds, Weltgesundheitsorganisation etc. und man bedenke, die UNO ist mit ein Kind John D. Rockefeller II und er spendete ein sieben Hektar grosses Grundstück für das Gebäude in New York).

Hier nun was sie mit den Vereinigten Staaten vorhaben:

1. Massive Ausweitung der Staatsausgaben, um immer grössere Summen an amerikanischen Geld loszuwerden, so verschwenderisch wie möglich.

2. Viel höhere Steuern.

3. Ein ständig steigendes defizitäres Staatsbudget, trotz der hohen Steuern.

4. Ausufernde Inflation unseres Geldes.

5. Staatliche Kontrolle über Preise, Löhne und Güter, um angeblich die Inflation zu bekämpfen.

6. Immer grösser werdende sozialistische Kontrolle über unsere Wirtschaft und über jede Aktivität in unserem täglichen Leben. Dies wird begleitet durch eine enorme Vergrösserung der Bürokratie, in Bezug auf Kosten und Ausdehnung der Behörden.

7. Viel mehr Zentralisierung der Macht in Washington und damit die Aufhebung der Grenzen der Bundesstaaten. Es gibt eine verstärkte Bestrebung, die Grenzen der Bundesstaaten bedeutungslos zu machen, so wie die Grenzen der Kommunen es jetzt schon sind.

8. Die ständige Erhöhung der Subventionierung und der Kontrolle über unsere Schulbindung, was zur völligen föderalisierung unseres öffentlichen Schulsystems führt.

9. Eine ständige Einhämmerung in das Bewustsein der Amerikaner, wie schlimm moderne Kriege sind, mit der absoluten Notwendigkeit für Frieden, selbstverständlich einen Frieden wie die Kommunisten es meinen.

10. Den Willen der amerikanischen Bevölkerung so hinzubiegen, damit sie diese Beschwichtigungspolitik akzeptieren, was eine schrittweise Kapitulation der restlichen westlichen Welt und der Vereinigten Staaten selber bedeutet.

Die Punkte 1 bis 8 sind umgesetzt worden und Realität. 9 und 10 muss man in Bezug auf den Kalten Krieg sehen und die damalige Expansion des Kommunismus aus Sicht Amerikas. Osteuropa wurde einverleibt, dann wurde China kommunistisch, Nordkorea, Nordvietnam, Kuba usw. was man als Welteroberung ansah. Es war die Zeit der McCarthy-Ära, mit der Jagt auf Kommunisten in Amerika.

Spätestens seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist der Westen der imperialistische Agressor und die sogenannten Friedenseinsätze und der Friede den man damit meint ist völlig auf den Kopf gestellt, nämlich der eines Friedhofs. Wie Orwell sagte, “Krieg ist Frieden” und Obama hat den Nobelpreis dafür gekriegt.

Dabei, wie ich schon oft erklärt habe, leben wir nicht im angeblichen Gegenmodell zum Kommunismus, in einer freien Marktwirtschaft, sondern in einer Konzerndikatur mit Planwirtschaft. Die Elite will ein Monopol und die totale Herrschaft und Abhängigkeit. Freiheit, Selbstbestimmung und echte Demokratie ist ihnen ein Greul. Was wir erleben ist nur eine Show, eine Pseudodemokratie, wo man höchstens das geringere Übel wählen kann, oder nur zwischen Pepsi und CocaCola. An der Macht sind alle Parteien gleich.

Wir werden von einem Politbüro und Apparatschiks regiert. Der aufgeblähte Apparat der Bürokratie mischt sich überall ein, alles wird kontrolliert, reguliert und in die Märkte wird ständig interveniert. Die Hälfte der Bevölkerung ist von staatlichen Zahlungen abhängig und die Landwirtschaft und viele Industrien von Subventionen. Grossbanken und Grosskonzerne werden auf Kosten der Steuerzahler gerettet. Das ist doch kein Kapitalismus, sondern sozialfaschistischer Korporatimus.

Guckt euch doch an wer was zu sagen hat und wo sie herkommen. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Barroso, war Parteipräsident der Maoisten in Portugal. Angela Merkel war Parteisekräterin in der FDJ. Auch Obama werden marxistische Ideale nachgesagt, denn er hatte enge Verbindungen zu den Kommunisten Bill Ayers, Frank Marshall Davis und Saul Alinsky. Interessant ist doch auch die Tatsache, die Sozialisten finden das Konzept der Zentralbank supergut, was die Geldelite als Machtinstrument erfunden hat.

Erlaube mir das Geld einer Nation herauszugeben und zu kontrollieren, dann ist es mir egal wer die Gesetze macht.“ Mayer Amschel Bauer, Gründer der Rothschild-Dynastie.

Ab Minute 3:05 erklärt Robert Welch seine Lösung:

Wischt den Staub der Insider aus euren Augen, meine Freunde, und die kommunistische Seifenlauge aus eurem Hirn und fragt euch in aller Ehrlichkeit, was ist daran falsch, wenn die Vereinigten Staaten sich nur um ihre Angelegenheiten kümmert?

(langer Applaus)

… damit die Aussenpolitik hauptsächlich dem Wohle der amerikanischen Bevölkerung dient. Das ist genau das, was wir in den ersten 150 Jahren unseres Bestehens als Nation gemacht haben, zum grossen Vorteil für uns und allen anderen. Ausser für die kleine Clique an machthungrigen Verschwörern, die sich irgendwie einer leichtgläubigen Welt aufgezwungen haben.

Hier eine Auflistung der Errungenschaften, welche die John Birch Society in den nächsten 15 Jahren umsetzen will:

1. und am wichtigsten, die Wiederherstellung der völligen Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Damit meine ich unsere Resolution, die Vereinigten Staaten aus der UNO zu entfernen und die UNO aus den Vereinigten Staaten.

2. Wir müssen wieder unsere Währung zu einem reaslistischen Preis frei in Gold einlösbar machen (Rückkehr zum Goldstandard). Und wir müssen alle realisierbaren gesetzlichen Schritte unternehmen, damit die Wiederholung des enormen Diebstahls und der subversiven Verbrechen an der amerikanischen Bevölkerung nicht mehr passieren, durch die vorsätzliche Inflation die alle Regierungen vornehmen, von Franklin Roosevelt bis Richard Nixon.

3. Wir sollten die Anzahl der Behörden, die Zahl an Beamten und überhaupt des ganzen Regierungsappart, um mindestens 50 Prozent reduzieren. Und wir sollten die amerikanische Bevölkerung schrittweise von der Ansicht überzeugen, wie weise so ein Kurs ist.

4. Wir sollten alle amerikanischen Truppen aus allen Teilen der Welt zurückholen, die nicht auf amerikanischem Gebiet sind, ausser dort wo Truppen notwendig sind, so wie vom Kongress entschieden, um amerikanisches Leben und Eigentum zu schützen (Kein Krieg ohne Zustimmung des Kongress).

5. Wir sollten den Staat aus allen Bereichen und Aktivitäten entfernen, wo er nichts zu suchen hat. Auch davon müssen wir die amerikanische Bevölkerung in langsamen Schritten überzeugen.”

In dieser Ansprache von Robert Welch hat er die heutigen Probleme mehr oder weniger sehr genau vorhergesagt, bereits 1958, und er stellte die Lösungen 1974 vor, die eigentlich sehr ähnlich zu denen sind, die Ron Paul in seinem Programm heute hat.

Was wir hier hören ist der Beweis dafür, es gibt einen Plan der Elite, um die Souveränität der Vereinigten Staaten, aber auch aller anderen Länder, systematisch zu demontieren. Wie in Europa, denn die EU und der Euro ist das beste Beispiel dafür. Oder Griechenland ist nur noch ein Protektorat von Brüssel und soll von einem Gauleiter geführt werden, was allen anderen PIIGS-Ländern demnächst ebenfalls blüht.

Wir erleben die systematische Zerstörung und Verarmung unserer westlichen Gesellschaft, denn die Finanzkrise ist gewollt, mit gleichzeitiger Eroberung von und Kriegsführung gegen sämtliche Länder, die der NWO Widerstand leisten. Es muss uns bewusst sein, und speziell der amerikanischen Bevölkerung muss es klar sein, die US-Militärmaschinerie (zusammen mit den NATO-Vasallen) dient nicht dem Frieden oder unseren Interessen, sondern nur denen der kriminellen globalen Elite, die den Hals nicht vollgenung kriegt.

Es findet eine ständige Zentralisierung der Macht statt, die in immer weniger Händen liegt, und die nicht demokratisch legitimiert ist. Merkel will ja auch unbedingt die politische Union mit Brüssel als Hauptstadt, weil sie “alternativlos ist”. Dabei, weder die EU-Führung, noch die Führung der Weltorganisationen, sind von uns gewählt worden. Sie haben aber massiven Einfluss auf jeden Aspekt unseres Lebens. Das Ziel ist die Weltdiktatur, die globale Kontrolle, die Auflösung in einem Einheitsbrei, ohne Individualität, Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. Wer das nicht will muss sich dagegen wehren!


BERLIN. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat die schweren linksextremen Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende scharf kritisiert. Wer Glasflaschen auf Polizisten werfe, stelle sich außerhalb jeder Rechtsordnung, sagte der Berliner Landesvorsitzende Bodo Pfalzgraf der JUNGEN FREIHEIT. „Für solche Leute wurden Gefängnisse gebaut.“

Er warnte zudem, die linke Szene habe mit den geplanten Demonstrationen zum Jahrestag der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14 neben dem ersten Mai einen „zweiten Schwerpunkt im ersten Halbjahr entwickelt“. Derzeit stellten die Linksextremisten Berlins neuen Innensenator Frank Henkel (CDU) auf die Probe.

Weitere Demonstrationen geplant

Henkel warf den Demonstranten am Dienstag, laut Berliner Morgenpost vor, kalkuliert Gewalt angewendet zu haben. „Polizisten wurden mit Eisenstangen angegriffen, mit Pyrotechnik und Bauschutt beworfen und von hinten in den Rücken getreten. Ich verurteile das scharf, und ich wünsche meinen verletzten Beamten, daß sie schnell wieder gesund werden.“

Ein Polizeisprecher bestätigte der JF, daß für den 2. Februar, eine weitere Demonstration der linken Szene angemeldet wurde. Damit will diese an die Räumung der Liebigstraße 14 erinnern, bei der im vergangenen Jahr etwa 100 der 2.500 eingesetzten Polizisten in Straßenschlachten mit Hunderten Linksextremisten verletzt wurden.

Unterdessen korrigierte die Berliner Polizei die Zahl, der am vergangenen Wochenende verletzten Sicherheitskräfte von 48 auf 59 nach oben. (ho)

Eugen Jochum conducts the Berlin Philharmonic Orchestra (Berliner Philharmoniker), playing the 7th Symhony of Bruckner “Lyric” in E major. 4: Finale: Bewegt, doch nicht schnell (part 1) Recorded 1964

OSLO. Das Stadtgericht Oslo hat am Montag einen Norweger uigurischer Herkunft und einen irakischen Asylbewerber wegen des geplanten Anschlags auf die dänische Zeitung Jyllands-Posten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß die Beiden 2010 das Redaktionsgebäude in die Luft sprengen und den Karikaturisten Kurt Westergaard töten wollten, berichtet die norwegische Aftenposten.

Während der Iraker Shawan B. dreieinhalb Jahre hinter Gitter muß, wurde der Haupttäter Mikael D. zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte elf und fünfjährige Haftstrafen gefordert. Einen weiteren uigurischen Angeklagten, der einen Teil des Sprengstoffes besorgt hatte, verurteile das Gericht zu vier Monaten Gefängnis, die dieser allerdings bereits in der Untersuchungshaft abgesessen hat. Gegen das Urteil können alle Angeklagten Berufung einlegen.

Die Männer wollten mit der Tat gegen die Veröffentlichung von zwölf Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed im Jahr 2005 demonstrieren. Nachdem eine Delegation dänischer Imame mit teilweise gefälschten Zeichnungen in mehrere arabische Staaten gereist war und die Bilder öffentlich anprangerte, kam es zu wochenlangen gewalttätigen Protesten in mehreren muslimischen Ländern, bei denen Dutzende Menschen starben. Zudem zündeten in Syrien aufgebrachte Demonstranten die dänische und norwegische Botschaft an. (ho)

BERLIN. Fremdenfeindliche Einstellungen haben ihren Ursprung häufig in der Kindheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Jenaer Psychologen Andreas Beelmann. Die Analyse von 130 Studien weltweit habe ergeben, daß Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren verstärkt ethische und nationale Vorurteile entwickelten, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Danach nehme diese Entwicklung wieder ab.

Beelmann und sein Kollege Tobias Raabe empfahlen daher, mit entsprechenden Präventionsprogrammen bereits im Kindergarten- und Grundschulalter zu beginnen. So sollten die Kinder beispielsweise mehr Kontakt zu Gleichaltrigen anderer Herkunft haben. „Wenn ich einen Freund habe, gehört er zu meiner Identität“, erklärte Beelmann. In diesem Fall sei die Wahrscheinlichkeit gering, daß ein Kind dessen Ethnie ablehne, weil es dann auch einen Teil seiner selbst ablehne.

„Wenn es keinerlei Kontakt zu sozialen Fremdgruppen gibt, kann man auch keine persönlichen Erfahrungen machen und hält an pauschalen negativen Bewertungen länger fest“, warnte der Psychologe. Darauf sei auch die oftmals hohe Fremdenfeindlichkeit in Regionen mit geringem Ausländeranteil zurückzuführen. (krk)

MAINZ. In Nordrhein-Westfalen steht eine Sprachschule im Verdacht, bei den staatlich geförderten Integrationskursen massiv betrogen zu haben. Nach einem Bericht des ARD-Magazins „Report Mainz“ ermittelt das Landeskriminalamt gegen die Betreiber der Sprachschule mit Filialen in Lünen, Hagen und Wuppertal wegen gewerbsmäßigen Betrugs, der gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusung sowie des Erschleichens der Einbürgerung. 

Die beiden Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft sollen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für die angebotenen Integrationskurse mehr Teilnehmer abgerechnet zu haben, als tatsächlich anwesend waren. Zudem hätten sie die Sprachprüfungen manipuliert. Bei den Tests seien die richtigen Antworten bereist markiert gewesen.

Hinweise von Ausländerämtern

Ermittelt wird auch gegen acht Personen, die der Sprachschule Kursteilnehmer vermittelten, die zuvor schon anderswo bei den Sprachtests durchgefallen waren. Derzeit stünden 96 Kursteilnehmer im Verdacht, den Sprachnachweis auf irregulärem Weg erlangt zu haben.

Auf die Spur der mutmaßlichen Betrüger waren die Ermittler durch Hinweise von Ausländerämtern gekommen. So hätte es beispielsweise in Wuppertal zwei Fälle gegeben, bei denen einbürgerungswillige Ausländer trotz des Sprachzertifikats bei der Verleihung der Einbürgerungsurkunde nicht einmal in der Lage waren, die deutsche Eidesformel zu sprechen.

Nachdem Mitte Dezember im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund mehrere Räumlichkeiten der Sprachschule durchsucht wurden, entzog das Bundesamt für Migrationen den Beschuldigten die Lizenz für die Integrationskurse. (krk)

 

 

Die politische Kolumne von Michael Koth (KDS-Berlin). Mehr Infos unter: www.kds-im-netz.net
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Es war der 13. Februar 1945 — ich lebte damals mit meiner Mutter, meiner älteren Schwester (13 Jahre), meiner jüngeren Schwester (5 Jahre) und unseren Zwillingen, zwei Mädchen, im September 1944 geboren, in Dresden und freute mich auf meinen 10. Geburtstag am 16. Februar — in drei Tagen. Von meinem Vater, Zimmermann von Beruf und 1939 zur Wehrmacht eingezogen, Dienstgrad Obergefreiter, hatten wir die letzte Post aus der damaligen Sowjetunion, im August 1944 erhalten. Meine Mutter litt furchtbar darunter, dass all ihre Briefe mit einem Vermerk “Nicht zustellbar” zurückkamen. Unsere 3 Zimmerwohnung befand sich in der 4. Etage des Hauses Dürerstraße 89, eine typische Arbeiterwohngegend im Stadtteil Johannstadt.

In meinen Erinnerungen war der 13. Februar, es war Fasching und wir Kinder liefen mit Luftschlangen um den Hals und komischen Hüten auf dem Kopf umher, ein kalter Tag aber ohne Schnee. Die Ostfront rückte näher. Dies zeigte sich daran, dass ständig Einheiten der Wehrmacht nach Osten und große Trecks von Flüchtlingen auf ihren Weg nach Westen durch die Stadt zogen. Häufig übernachteten Letztere auf den Straßen, sowie auf dem Dürer- bzw. Zöllnerplatz, ganz in unserer Nähe, auch in der Nacht vom 13.-14.Februar.

Der Fliegeralarm gegen 21.30 Uhr war für uns Kinder eine Angelegenheit, die wir kannten. Das Heulen der Sirenen auf dem Nachbarhaus, schnelles Aufstehen nachts, anziehen und in den Keller rennen waren wir gewöhnt. Meine große Schwester und ich trugen je eine unserer Zwillingsschwestern. Unsere Mutter betrat kurz nach uns den Keller des Hauses. Sie trug einen Notkoffer und Milchflaschen für die Kleinen. Ein Hausbewohner hatte ein Radio im Keller und mit Entsetzen hörten wir die Meldung: “Achtung, starke feindliche Bomberverbände befinden sich im Anflug auf das Stadtgebiet”. Diese Radiomeldung ist nahezu wörtlich, für mich unvergesslich.

Kurze Zeit später hörten wir ein schreckliches, nie gehörtes lautes Brummen, die Motorengeräusche der anfliegenden Bomberverbände. Unmittelbar danach begann das Inferno der pausenlosen Explosionen und Detonationen. Unser Keller begann zu brennen und an einem Ende war er offensichtlich eingestürzt. Das Licht erlosch und verletzte Hausbewohner schrien furchtbar. Es entstand Panik und alle Hausbewohner versuchten den Keller zu verlassen. Uns gelang es.

Meine Mutter und meine große Schwester trugen einen Wäschekorb, darin befanden sich unsere Zwillinge. Ich hielt meine kleine Schwester an der Hand, mit der anderen Hand hielt ich mich an Mutters Mantel fest. Als wir die Straße betraten, erkannte ich diese nicht mehr. Von unserem Haus war unsere 4. Etage, damit unsere Wohnung, nicht mehr vorhanden, der Rest des Hauses brannte. Ebenso standen die anderen Häuser unserer Straße in hellen Flammen. Immer wieder begleitet von heftigen Explosionen und einstürzenden Häusern. Brennende Flüchtlingswagen, Menschen und Pferde, die im Todeskampf schrecklich schrien, verletzte Frauen, Kinder und alte Menschen, scheinbar ziellos umherlaufende Menschen, die sich einen Weg durch die Trümmer und Flammen suchten, sah ich.

Wir flüchteten in den Keller eines Hauses, welches offensichtlich unbeschädigt war, in der Nähe des Zöllnerplatzes. Dieser Keller war übervoll mit verstörten Menschen, teilweise mit schrecklichen Brandverletzungen und anderen Wunden. Der Keller war erfüllt von Wehklagen der verletzten Menschen und Rufen nach Familienangehörigen. Das Licht war ausgefallen, nur spärliche Beleuchtung durch einige Taschenlampen gab es. Viele Menschen weinten und beteten. Plötzlich hörten wir erneut diese schrecklichen, sich nähernden Geräusche, anfliegender Bomberverbände und wieder begannen schreckliche Explosionen in unserer unmittelbaren Nähe. Der zweite Nachtangriff hatte begonnen.

Auch dieses Haus wurde getroffen und der Keller begann zu brennen. In unbeschreiblicher Panik zog ein zunehmender Menschenstrom durch die Kellerdurchbrüche von Haus zu Haus. Wir befanden uns gerade in der Nähe eines Kelleraufganges, als uns eine große Anzahl von Menschen entgegenkam. Im Keller herrschte ein unbeschreiblicher Zustand. Die Seitenkeller brannten teilweise, immer wieder kam es zu Explosionen von Gasleitungen, anderen explosiven Materialien oder verursacht durch weitere Bombenabwürfe. Viele Menschen erlitten dadurch schreckliche Verletzungen. Die Luft zum Atmen wurde immer weniger, der Qualm der Brände aber immer mehr. Alles versuchte in fast völliger Dunkelheit in unvorstellbarer Panik, den Keller über die genannte Kellertreppe zu verlassen. Menschen wurden niedergetreten, Gepäck aus den Händen gerissen oder liegen gelassen, verzweifelt kämpfte meine Mutter um den mit nassen Windeln zugedeckten Korb mit unseren Zwillingen. Er wurde ihr aus den Händen gerissen und wir wurden die Treppe emporgeschoben.

In einem großen Hausflur gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Keller sahen wir die brennende Straße, die Trümmer der einstürzenden brennenden Häuser und den unbeschreiblichen Feuersturm. Ein Soldat versuchte die Menschen am Verlassen des Hauses zu hindern, da dies den sofortigen Tod bedeuten würde. Meine Mutter jedoch bedeckte uns mit Decken und Mänteln, die sie in einer Wanne mit Wasser gefunden hatte, und zog uns auf die Straße. Schreckliche, unbeschreibliche Bilder zeigten sich. Völlig verbrannte, zur Kindergröße gewordene Menschen, abgerissene Gliederteile, Arme, Beine, Tote, ganze Familien im Todeskampf erstarrt, brennende Menschen liefen umher. Brennende Flüchtlingswagen, Wehrmachtsautos mit toten Soldaten, umherlaufende, ihre Angehörigen suchende Menschen. Zusammenstürzende Häuser und überall Feuer. Ein unbeschreiblicher Feuersturm warf die Menschen zu Boden und ich sah, wie der Sog dieses Feuersturmes Menschen in die brennenden Häuser zog. All diese schrecklichen Details kann ich bis in die Gegenwart nicht vergessen.

Auf der Gerokstraße gingen wir Richtung Trinitatisfriedhof. Meine Mutter hatte eine kleine Tasche mit Papieren bei sich, den Rest unserer Habe, an der einen Hand mich, an der anderen Hand meine kleine Schwester. Meine große Schwester, die sich stets neben uns befand, war plötzlich nicht mehr bei uns. Meine Mutter lief sofort zurück, fand sie aber nicht. Den Rest der Nacht verbrachten wir im Keller des Johannstädter Krankenhauses. Umgeben vom schrecklichen Wehklagen und Geschrei verletzter und sterbender Menschen.

Am zeitigen Morgen des 14. Februars gingen wir zurück um meine große Schwester zu suchen und die Zwillinge, wenn möglich, zu holen. Es war ergebnislos. Unser Haus in der Dürerstraße war nur noch eine brennende Ruine. Das Haus in dem unsere Zwillinge lagen war unbetretbar. Soldaten sagten uns, dass im Keller eine große Anzahl Menschen verbrannt – und die Keller eingestürzt sind.

Total übermüdet mit verbrannten Haaren und Brandwunden liefen wir dann am Vormittag des 14. Februar auf der Loschwitzerstraße Richtung Loschwitzer Brücke. In deren Nähe konnten wir uns in einem Haus waschen, etwas essen und endlich schlafen. Aber nur kurze Zeit, denn es begann der Tagesangriff vom 14. Februar auf die brennende Stadt Dresden. Auch dieses Haus wurde getroffen, brannte und die letzten Papiere meiner Mutter blieben in den Flammen.

Völlig verstört und am Ende unserer Kräfte liefen wir über die beschädigte Loschwitzer Brücke, das “Blaue Wunder”, mit uns noch viele ausgebombte Dresdner, Richtung Grundstraße. Hilfsbereite Menschen nahmen uns auf, den Rest unserer Familie. Wir waren nur noch Drei.

Zu meinem 10. Geburtstag am 16. Februar, ich hatte ihn vergessen, überraschte mich meine Mutter mit einem kleinen Stück Wurst, welches Sie von einer Verpflegungsstelle des “Roten Kreuzes”, zusätzlich erbettelt hatte.

Die Suche nach meiner großen Schwester in den folgenden Tagen und Wochen blieb ohne Ergebnis. An die letzten Wände unseres zerstörten Hauses in der Dürerstraße schrieben wir unsere zeitweilige Anschrift in der Grundstraße. Mitte März 1945 wurden wir in ein kleines Dorf in der Nähe von Oschatz evakuiert. Am 31. März 1945, den 34. Geburtstag meiner Mutter, erhielt sie einen Brief von meiner großen Schwester, sie lebte. In dieser verhängnisvollen Nacht im Feuersturm hatte sie uns verloren und sich verirrt. Mit anderen elternlosen Kindern wurde sie nach Bad Schandau gebracht. Später fand sie an den Trümmern unseres alten Hauses die Adresse der Grundstraße. Anfang April holte meine Mutter meine Schwester dann zu uns.

Diese schrecklichen Erlebnisse der Bombennacht von Dresden haben jahrelang zu wirren Träumen und Schlaflosigkeit, zu psychischen Störungen bei mir und den Rest meiner Familie geführt. Mit den Ursachen und politischen Zusammenhängen dieser Nacht habe ich mich in späteren Jahren intensiv beschäftigt. Davon wurde mein weiteres Leben, sowie persönliche Entscheidungen, maßgeblich bestimmt.

Nachsatz:

Im August 1991 verstarb meine Mutter in Berlin. In ihrem Nachlass fand ich keine Sterbeurkunden über meine zwei Schwestern, die Zwillinge. Da ich diese benötigte, schrieb ich an das Standesamt/Urkundenstelle der Landeshauptstadt Dresden mit der Bitte, mir diese Sterbeurkunden zu übersenden. Mit Datum 08.02.1993, Aktenzeichen Fri 34.3. wurde mir mitgeteilt: “…, dass die gewünschten Sterbeurkunden nicht ausgestellt werden. Da die Fälle in der Luftangriffskartei nicht vermerkt sind.” Dadurch ergibt sich bei mir die Frage, in welcher Höhe die ohnehin umstrittenen Zahlen der Todesopfer vom 13./14. Februar 1945 in Dresden, nach oben korrigiert werden müssten, wenn es möglich wäre, alle Fälle zu klären.

Lothar Metzger – Berlin im Mai 1999

Diese Nachricht hat in der Schweizer Finanzlandschaft wie eine Bombe eingeschlagen. Die älteste Privatbank der Schweiz, Wegelin & Co mit Sitz in St. Gallen, gegründet 1741, ist auf Druck der US-Steuerbehörden auseinandergefallen. Zum Schutz der Kunden verkauft sie ihren gesunden Teil an die Raiffeisen Bank und das US-Geschäft verbleibt in einer Art “Bad Bank» unter der Kontrolle von Wegelin. Mit diesem dramatischen Not-Verkauf enden 271 Jahre Bankgeschichte. Wegelin könnte aber nur das erste Opfer von vielen sein, die auf der Abschussliste der Amerikaner stehen.

Die ungeheuer schwierige und existenzbedrohende Lage, in welche uns die rechtliche Auseinandersetzung mit den US-Behörden gebracht hat, zwingt mich und meinen langjährigen Partner Otto Bruderer, zusammen mit allen unbeschränkt haftenden Teilhabern, zu diesem ausserordentlich schmerzlichen Vorgehen“, bedauert Konrad Hummler, Chef der Bank.

Damit geht auch das Lebenswerk von Konrad Hummler zu Ende.

Was war passiert? Angefangen hat alles im Sommer 2008. Die UBS stellte damals ihr Geschäft auf Druck der US-Justiz mit US-Kunden ein. Andere Schweizer Banken sind eingesprungen und haben viele der amerikanischen UBS-Kunden übernommen. Auch die Bank Wegelin. So kam sie ins Fadenkreuz der US-Steuerbehörde, die mit schweren Geschütz aufgefahren ist.

Anfang Januar wurden drei Wegelin-Banker in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt. Nur drei Wochen später knickte die Bank ein und sah keine andere Möglichkeit mehr als den Verkauf des nicht US-Teils an die Raiffeisen, um “unseren Kunden und Mitarbeitenden ein Maximum an Sicherheit zu geben,” sagt Hummler als geschäftsführender Teilhaber. Er musste eingestehen, dass ihn die Amerikaner in die Knie gezwungen haben.

Schützenhilfe von Seiten der Schweizer Regierung kam offensichtlich nicht, obwohl er die Behörden angeblich informierte und um Hilfe bat. Ist klar, Wegelin ist eine relativ kleine Bank, die man jetzt einfach untergehen lässt. Die Feiglinge in Bern verteidigen nicht die Schweiz, sondern knicken bei jeder Drohung die aus Washington kommt sofort ein.

Professor Martin Janssen, ein enger Freund von Hummler, sagte bei einer Medienkonferenz: “Man lässt eine Schweizer Bank, die kein Schweizer Recht verletzt hat, allein wegen der möglichen Androhung einer Klage eines US-Staatsanwaltes einfach untergehen, ohne dass sich die Behörden – mindestens während der Dauer der laufenden Verhandlungen – schützend vor die bedrohte Bank stellen.

Die Raiffeisen schnappt sich jetzt das Geschäft mit den “gesunden” Kunden in der Schweiz und Europa sowie alle 700 Angestellten. 21 Milliarden Franken soll das verwaltete Vermögen sein. Mit der Raiffeisen-Tochterfirma Notenstein Privatbank wird das Geschäft weitergehen. In der Bank Wegelin verbleiben die US-Problemfälle, die abgearbeitet werden müssen und für die die Teilhaber persönlich haften.

Das ist nur der Anfang

Die “Liquidation” kommt für den ehemaligen UBS-Chef Oswald Grübel nicht überraschend: “Das Ende der Bank Wegelin ist der Auftakt zu einem gross angelegten Angriff auf den Schweizer Finanzplatz.” Damit ist ein Präzedenzfall geschaffen worden, an dem sich auch die Europäer künftig orientieren werden, meint Grübel. Damit, so folgert er, steige auch der Druck für die übrigen zehn Banken an, die 2008 ebenfalls amerikanische UBS-Kundengelder übernommen haben.

Gegenüber dem Schweizer TV sagte der Wirtschaftsjuristen Peter V. Kunz: Der Druck der US-Justiz auf den Schweizer Bankenplatz wird auch nach dem Fall der Bank Wegelin weitergehen. Die USA würden den Schweizer Bankenplatz so lange bedrohen, bis er leergepresst sei wie eine Zitrone.

Weitere Opfer des IRS-Gangstverein könnte die Credit Suisse, Julius Bär, die Zürcher und die Basler Kantonalbank, aber auch die HSBC Private Bank oder die Liechtensteinische Handelsbank, so wie die Niederlassung dreier israelischer Banken werden.

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“Frei sein” aus dem Album “Europäischer Traum”.

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