Ratingen (PM) – Als die allein anwesende 31-jährige Angestellte einer Spielhalle am Düsseldorfer Platz am Donnerstag, den 01.09.2011, gegen 00.30 Uhr, mit der Abrechnung beschäftigt war, öffnete sich plötzlich die unverschlossene Zugangstür und eine Person, die mit einer Burka bekleidet war, betrat die Räumlichkeiten.

Der Täter ging auf die Angestellte zu, warf ihr einen schwarzen Stoffbeutel über die Theke, bedrohte sie mit einer schwarzen Pistole und sagte “Kasse, Kasse, Kasse”. Die Angestellte steckte daraufhin das Geld in den Beutel und gab ihn zurück. Danach wurde sie vom Täter zur Damentoilette dirigiert und dort eingeschlossen. Das Opfer wurde gegen 01.30 Uhr von ihrem Lebensgefährten befreit. Dieser erklärte, dass er mehrfach versucht habe, telefonisch seine Lebensgefährtin zu erreichen, weil er sie üblicherweise von der Spielhalle abhole. Als dies nicht gelang, fuhr er gegen 01.30 Uhr zu Spielhalle. Dort war die Zugangstür unverschlossen. In der Spielhalle hörte er das Klopfen des Opfers und befreite es aus der Damentoilette.

Zur Person des Täters / der Täterin kann nur gesagt werden, dass dieser ca. 160 cm groß war. Er war mit einer schwarzen Burka bekleidet, die in Brusthöhe mit einer goldenen Stickerei verziert war.

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(123)

Geheimdienste, Euro-Krise und Libyen: Warum das Gaddafi-Regime wirklich gestürzt wurde

Udo Ulfkotte

 

Zugegeben, man kann das Wort »Libyen« inzwischen nicht mehr hören. Aber selbst in den Hauptnachrichtensendungen wird inzwischen so viel Unsinn über Libyen verbreitet, dass wir nachfolgend einfach einmal jene Fakten auflisten, die von offiziellen Medien aus Unwissenheit oder absichtlich verschwiegen werden. Die Wahrheit sieht dann etwas anders aus. Und Sie werden schnell merken, wie Sie als Durchschnittsbürger von Politik und Medien an der Nase herumgeführt wurden. Denn ohne die Aktionen in Libyen wären französische Banken zusammengebrochen. 

 

Tatsache ist: In Ländern wie Bahrain, Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten ist keine militärische Intervention geplant, um die dortigen Diktatoren zu stürzen. Im Gegenteil: Länder wie Deutschland wollen die Diktatoren dort sogar noch mit deutschem Fachpersonal und mit Waffen unterstützen. Warum also intervenierte man ausgerechnet in Libyen? Kennen Sie die Fakten, dann kennen Sie die Wahrheit.

 

 

Tatsache ist: Im Oktober 2010 wurde Nuri Mesmari, der Leiter von Gaddafis Protokollabteilung, in Paris vom französischen Auslandsgeheimdienst befragt. Politisch linke europäische wie auch konservative asiatische Medien berichteten damals übereinstimmend, dass Nuri Mesamari sich nach Paris abgesetzt hatte und den Franzosen – gegen üppige Bezahlung – die ihm bekannten libyschen Staatsgeheimnisse verriet. Für Präsident Sarkozy waren die von Nuri Mesmari gegenüber dem Geheimdienst gemachten Aussagen ein tiefer Schlag in die Magengrube. Noch verheerender war es für französische Banken: Gaddafi plante demnach den Abzug aller libyschen Ölguthaben von europäischen Konten (die vor allem in Frankreich lagerten) und deren Umschichtung auf asiatische Konten. Sarkozy und die französischen Banken hatten Angst davor, dass arabische Diktatoren diesem Schritt folgen würden. Gaddafi führte schon entsprechende Gespräche mit den Chinesen. Die ohnehin schwer angeschlagenen französischen Banken hätten den Abzug der Öl-Milliarden nicht überlebt. Der ohnehin unter Druck stehende Euro wäre sofort ohne Rettungsmöglichkeit zerschossen worden.

 

Tatsache ist: Gaddafi hatte gegenüber französischen Rüstungsbauern erklären lassen, dass er künftig keine weiteren französischen Kampfflugzeuge des Typs Rafale mehr kaufen und auch den Auftrag zum Bau eines Kernkraftwerks keinesfalls an ein französisches Bieter-Konsortium vergeben würde.

 

Tatsache ist: Der französische Ölkonzern Total wollte weitere Förderkonzessionen in Libyen, doch Gaddafi vergab diese an den italienischen ENI-Konzern (Gaddafi und der italienische Staatschef Berlusconi sind eng befreundet). Den Franzosen drohte mit dem Abzug der Gaddafi-Milliarden und den vielen verlorenen Milliarden-Geschäften eine Kettenreaktion von extremen wirtschaftlichen und finanziellen Rückschlägen mit direkten Folgen für den Euro.

 

Tatsache ist: Der Rest lief ab wie der Umsturz im Iran 1953, den damals die CIA steuerte. Dieses Mal allerdings waren es die Franzosen. Man kann das alles in diesen Tagen bei der renommierten Asia Times im Detail nachlesen. Die Franzosen sicherten sich erst die Unterstützung der eingangs erwähnten Diktatoren von Saudi-Arabien bis Bahrain, die man künftig mit Vorwürfen der Menschenrechtsverletzungen in Ruhe lassen würde. Die oben erwähnten arabischen Diktatoren sicherten im Gegenzug die arabische Unterstützung zu (mit Ausnahme Irans), und die USA und die anderen westlichen Staaten machten mit, um den wegen des Abzugs der Gaddafi-Milliarden drohenden Zusammenbruch französischer Banken (und damit im nächsten Schritt eben auch der Euro-Zone) zumindest vorerst abzuwenden. Und dann flog der französische Starphilosoph und Medienliebling Bernard Henri-Lévy nach Benghazi, wo ihm die westlichen Geheimdienste einige »Rebellen« als Kulisse organisiert hatten, und telefonierte von dort aus in Anwesenheit vieler Medienvertreter mit Sarkozy. Er verkündete den Beginn der libyschen Demokratiebewegung, die Gaddafi stürzen würde. Die Libyen-Milliarden (7,6 Milliarden Euro der libyschen Regierung und weitere private Milliarden-Einlagen Gaddafis in unbekannter Höhe) wurden eingefroren – die französischen Banken waren erst einmal vor dem Crash gerettet (französische Banken sind seit 2010 extrem unterkapitalisiert). Zugegeben, das alles war gut inszeniert. Man musste nur die Rivalitäten der libyschen Stämme kennen, diese ausnutzen und die Medien Schritt für Schritt aus den »Rebellengebieten« berichten lassen. Und dann schickte man auch noch eiskalt die NATO zur Unterstützung.

Alle Berichte, nach denen die CIA angeblich 1.500 Kämpfer aus Afghanistan zur Unterstützung der Rebellen nach Libyen gebracht haben soll, stammen im Original aus pakistanischen Regierungszeitungen. Man muss dazu wissen, dass zwischen Pakistan und der CIA derzeit absolute Eiszeit herrscht. Seit der CIA-Aktion gegen Bin Laden in Pakistan verbreiten die Pakistaner aus Wut viele Falschmeldungen über die CIA. Schaut man genauer in die pakistanischen Behauptungen, dann soll die CIA vor allem Perser und Usbeken, die in Afghanistan auf Seiten der Taliban kämpften, nach Libyen gebracht haben. Dummerweise hat nicht einer der vielen Journalisten in Libyen jemals einen solchen Usbeken oder Perser in Libyen gesehen, obwohl fast alle libyschen Rebellengruppen stets von Journalisten begleitet wurden. Soviel zur Glaubwürdigkeit solcher Aussagen.

Zurück in die Realität: Die eingefrorenen libyschen Öl-Milliarden bleiben jetzt zum größten Teil ganz sicher erst einmal auf französischen Konten. Höchstens 1,5 Milliarden Euro (von wahrscheinlich mehr als 10 Milliarden), die den Libyern gehören, wollen die Franzosen der neuen Regierung aus den eingefrorenen Guthaben geben. Und der französische Banken-Crash muss noch etwas warten. Auch in anderen EU-Staaten, wo hohe libysche Summen auf den Konten der Banken deponiert waren, kann man jetzt erst einmal aufatmen. Mehr noch: Man kann den Libyern für das eingelagerte Geld im Gegenzug jetzt viele Waren verkaufen. Schließlich muss die neue libysche Regierung sich dankbar für die Befreiung zeigen. Das libysche Geld wird also letztlich in Europa bleiben. Und bald werden wir wissen, ob die Libyer nun auch wieder französische Waffen kaufen, für französische Nukleartechnik offen sind und dem französischen Konzern Total neue Ölförderkonzessionen geben werden. Nun werden die Geheimdienste auch schauen müssen, wo jene Kontaktpersonen neue Arbeit finden, die arabischen Potentaten Prostituierte zuführen. Gaddafis niederländische Puffmutter wurde gerade vom niederländischen Geheimdienst AIVD (Algemene Inlichtingen Veiligheidsdienst) befragt. Sie bediente die Gaddafi-Familie.

Jetzt wissen Sie, wer wann warum die »libysche Demokratiebewegung« in Marsch gesetzt hat. Und etwa 50.000 Menschen haben dafür mit ihrem Leben bezahlt. Aber wir haben den Euro-Crash wieder einige Wochen weiter hinausgeschoben.

Und nun geht das große Spiel weiter. Die Politik nimmt gerade zwei Länder ins militärische Visier: Sarkozy kündigte öffentlich an, dass die Islamische Republik Iran nun in der nächsten Zeit mit einem überraschenden Militärschlag rechnen müsse. Und auch die türkischen Kriegsvorbereitungen gegen Syrien laufen auf vollen Touren (die Griechen haben das mitbekommen und verlängern den Wehrdienst). Und dann wird es – angeblich völlig überraschend – knallen. Mal wieder. Wie bei der in Frankreich geplanten und inszenierten Revolution in Libyen.

Heute gibt es nun in Paris eine „Aufbaukonferenz“. Dabei geht es um die Verteilung von insgesamt mehr als 34 Milliarden Euro, die Libyen bei westlichen Banken deponiert hatte (darin enthalten sind die oben schon genannten Summen auf französischen Konten). Es ist nichts anderes als die Verteilung der Kriegsbeute. Sarkozy hatte sich schon vor wenigen Tagen medienwirksam an die Spitze der „Aufbauhelfer“ gesetzt. Im Klartext: Frankreich will einen Großteil der Kriegsbeute. Und die libyschen Rebellen werden nun Frankreich und anderen Staaten, die sie an die Macht gebracht haben, mit Milliarden-Aufträgen ihren Tribut zollen. Nochmals zur Erinnerung: Das ganze üble Spiel kostete mindestens 50.000 Menschen das Leben.

(142)

Ludwigsburg (DE) – In Ludwigsburg (Baden-Württemberg) kam es zu einer verantwortungslosen Tat von Eltern am eigenen Kind.

Ein Paar aus Schleswig-Holstein war auf einem Konzert in Ludwigsburg. Die Mutter (18 J.) und der Vater (26 J.) waren mit ihrem gerademal acht Monate alten Kind tagelang mit dem Auto unterwegs. Dabei besuchten sie auch ein Konzert in Ludwigsburg.

Weil die Eltern dort ihrem Vergnügen nachgehen wollten, entschieden sie sich kurzerhand und völlig verantwortungslos das wehrlose Kind in den Kofferraum ihres verdreckten Autos zu stecken. Dort eingeschlossen musste das Kind Stunden verbringen. Passanten wurden auf den Wagen aufmerksam, als sie Schreie des hilflosen Kleinen hörten. Die Polizei fackelte zum Glück nicht lange und verschafft sich Zugang in das Auto. Das Kind konnte gerettet werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Eltern wurden auf dem Konzert mehrfach ausgerufen. Doch, wie N-TV berichtet, waren diese mit den Durchsagen nicht erreichbar. Vermutlich waren sie zu sehr damit beschäftigt, ihren Egoismus mit Vergnüglichkeit zu befriedigen. Im Auto fand die Polizei Müll und Dreck sowie Alkohol.

Erst nach geschlagenen vier Stunden konnte die Eltern gefunden werden. Diese schienen sich ihrer Verantwortungslosigkeit und ihres asozialen ihrem schutzbedürftigen Kind gegenüber gar nicht im Klaren. Sie gaben an, zu glauben das Kind würde einige Stunden schlafen. Nun wird wegen des Verdachtes der Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen die beiden potenziellen Kandidaten für die „Supernanny“ ermittelt. Die Verantwortungshaltung der Eltern befindet sich offenkundig schon auf dem hierfür erforderlichen Unterschichtenniveau.

Das Kind wurde vom Jugendamt gegen den Willen der Eltern in Obhut genommen. Die Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII ist ein Begriff aus dem deutschen Rechtssystem und bezeichnet die (vorläufige) Aufnahme und Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen in Notsituation durch das Jugendamt.

Bild bei N-TV

Die Nationalität der Eltern wird in den Medienberichten nicht erwähnt. Der Nachrichtensender N-TV bringt bei dem Artikel allerdings ein dunkelhäutiges Kind. Ob dies zutreffend ist oder ob das Bild  (rechts) willkürlich gewählt wurde, lässt sich dem Artikel nicht entnehmen.

Handelt es sich um Ausländer sollten sie abgeschoben werden, denn solch ein Verhalten braucht eine Gesellschaft nicht. Handelt es sich um Deutsche ist eine Abschiebung leider nicht möglich. Sie sollten daher dementsprechend deutlich bestraft werden. Abschaum ist in jedem Falle abzulehnen – egal welcher Nationalität er angehört.

 

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(164)

“Liebesgrüße” aus Oslo

On September 1, 2011, in Thiazi Forum, by admin
Zitat:

Am 30. August 2011 haben Aktivisten aus der Augsburger Region Vorladungen vom politischen Staatsschutz erhalten. Die vorgeschobene Begründung der Systemdiener:

„In der Ermittlungssache Polizeiliche Ermittlungen [??] im Zusammenhang mit dem Bomben- und Schußwaffenanschlag in Oslo/Norwegen vom 22.07.11 ist Ihre Vernehmung als Zeuge erforderlich.“

Selbstverständlich werden die Vorladungsbetroffenen nicht beim Staatsschutz erscheinen, um den Kriminalisierungsversuchen des hiesigen Systems keinen Vorschub zu leisten.

Nationale Beobachter sehen in der Vorladung einen billigen Versuch Kontakte zu christlichen Freimaurern, Pro-Zionisten und Anti-Nationalsozialisten zu konstruieren und durch eine breite Vorladungswelle – wie im Fall Mannichl – sich Aussagen zu erhoffen, die zwar mit den Vorgängen in Oslo nichts zu tun haben, aber als Nebenprodukte nationale Strukturen des NW in Deutschland ausforschen sollen.

Zu Dokumentationszwecken wäre es aber hilfreich, wenn weitere Betroffene – auch aus anderen Regionen – uns die Info zukommen lassen könntet, wenn auch ihr eine solche Vorladung zu diesem Anlaß erhalten habt. Die Namen werden selbstverständlich nicht veröffentlicht.

Meldungen bitte an: nationales-augsburg@gmx.de (PGP Schlüssel auf Anfrage)


Quelle: http://augsburg.1st-amendment.info/?p=2763

Gruß!

(159)

BERLIN. In der heißen Phase des Wahlkampfes liefern sich in Berlin die Bürgerbewegung Pro Deutschland und die Partei Die Freiheit ein erbittertes Duell um die rechtskonservative Wähler in der Hauptstadt. Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT lassen die beiden Parteivorsitzenden kein gutes Haar aneinander.

Der ehemalige CDU-Politiker und Freiheit-Vorsitzende René Stadtkewitz warf der Pro Bewegung vor, sich durch die Aufnahme von zahlreichen Rechtsextremisten zu einer „NPD 2.0“ gemacht zu haben. Pro-Deutschland-Chef Manfred Rouhs konterte und bezeichnete die Freiheit als reines „Operettenunternehmen“, das durch Scheinaktivitäten das islamkritische Wählerpotential zersplittern solle.

Gemein ist beiden lediglich der Glaube an den Einzug ins Parlament. Zwar liegen Pro Deutschland und Die Freiheit in Umfragen zusammen etwa einem Prozent, dennoch geben sich die beiden Parteivorsitzenden siegessicher. „Unser Politikansatz greift das auf, was immer mehr Bürger umtreibt und von den Etablierten nicht angepackt wird“, sagte Stadtkewitz und ist sich sicher: „Die Deutschen wollen endlich eine bürgerliche Alternative.“

Wilders am Sonnabend in Berlin

Rouhs dagegen verweist auf die monatelange Basisarbeit, mit der sich Pro Deutschland eine Basis von 20.000 Stimmen erarbeitet habe. Auf der Zielgeraden des Wahlkampfes sollen nun noch einmal mehrere Hunderttausend Flugblätter an die Berliner Haushalte verschickt werden. „Warum sollte, was bei einer Million Kölnern funktioniert hat, bei 3,5 Millionen Berlinern nicht funktionieren.“

Während Pro Bewegung mit dem sogenannten „Antiislamisierungskongreß“ bereits am vergangenen Wochenende ihren Wahlkampfhöhepunkt abhielt, konzentriert sich Die Freiheit vor allem auf den Besuch des niederländischen Islamkritikers Geert Wilders (PVV) am kommenden Samstag. Hierzu erwartet Stadtkewitz mehr als 800 Gäste und 100 Journalisten.

Linksextreme Gruppen mobilisieren bereits zu Blockaden, um den Wilders-Auftritt zu verhindern. Bei aller Uneinigkeit können sich die Parteien also zumindest sicher sein, dieselben Gegner auf den Plan zu rufen. (ho)

Die vollständigen Interviews mit den beiden Parteivorsitzenden und einen Bericht vom Berliner Wahlkampf lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (36/11) der JF.

(155)

BERLIN. Der Historiker und ehemalige Leiter des deutsch-russischen Kriegsmuseums in Berlin-Karlshorst, Peter Jahn, hat dem Schriftsteller Günter Grass vorgeworfen, die Verbrechen der Nationalsizialisten zu verharmlosen. Er verrechne den Völkermord an den Juden mit dem Leid deutscher Kriegsgefangenen, schreibt  Jahn in der Süddeutschen Zeitung.

Hintergrund ist ein Interview des Schriftstellers mit der israelischen Tageszeitung Haaretz. Anläßlich des Erscheinens der Grass-Biographie „Beim Häuten der Zwiebel“ in Israel führte der Historiker Tom Segev ein längeres Gespräch mit Grass in Lübeck.

„Der Deutsche, der ein Feigenblatt brauchte“

In dem Interview mit dem Titel „Der Deutsche, der ein Feigenblatt brauchte“ kritisierte Segev scharf die Opferrolle, die Grass angeblich von sich und den Deutschen zeichnen würde. Grass, so der immer wieder erhobene Vorwurf, blende das jüdische Leid in seiner biographischen Rückschau weitgehend aus und mache sich selbst zum Opfer.

Gegen diese Vorwürfe Segevs verteidigte sich ein merklich gereizter Grass: „Viele Leute mochten die Kritik an der Politik nicht, die ich in Deutschland erhob“, verteidigt er sich gegen die Anschuldigungen. „Zum Beispiel an den ganzen Nazis in der Regierung vom ersten Bundeskanzler, Konrad Adenauer.“ Der Vorwurf einer mangelnden deutschen Selbstkritik wäre nicht gerechtfertigt.

Auf der anderen Seite wolle Grass ein Verständnis dafür ermöglichen, wie junge Menschen wie er von der Ideologie der Nationalsozialisten angezogen werden konnten. „Mein Glauben in den Führer der Hitler-Jugend, Baldur von Schirach, war so tief, daß ich nicht den Berichten über Naziverbrechen glaubte, bis ich im Radio hörte, wie von Schirach diese selbst zugab, in den Nürnberger Prozessen.“

Deutsche wurden zu Opfern

In diesem Zusammenhang fiel auch ein Satz, der ihm nun von Jahn als Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus ausgelegt wird: „Der Wahnsinn und die Verbrechen fanden nicht nur ihren Ausdruck im Holocaust und hörten nicht mit dem Kriegsende auf. Von acht Millionen deutschen Soldaten, die von den Russen gefangen genommen wurden, haben vielleicht zwei Millionen überlebt, der Rest wurde umgebracht“, referiert Grass vor seinem israelischen Gast.

„Es gab rund vierzehn Millionen Flüchtlinge in Deutschland. Das halbe Land ging direkt von einer Nazi-Tyrannei in eine Kommunistentyrannei über. Ich sage nicht, daß das die Bedeutung des Verbrechens an den Juden schmälert, aber der Holocaust war nicht das einzige Verbrechen. Wir tragen die Verantwortung für die Nazi-Verbrechen. Aber ihre Verbrechen fügten auch den Deutschen schweres Leid zu, und so wurden sie zu Opfern.“

Diese Sätze hält Jahn „vor aller moralischen Bewertung“ für erklärungsbedürftig. „Indem aus einer Million an Hungerfolgen Gestorbenen sechs Millionen von den Russen ermordete Deutsche phantasiert werden, stehen bei Grass der Völkermord an den Juden und das deutsche Leiden auf einer Stufe“, schreibt der Historiker.

„Millionenfacher Mord“ an sowjetischen Kriegsgefangenen?

Umgekehrt wirft Jahn den Deutschen einen „millionenfachen Mord“ an sowjetischen Kriegsgefangenen vor, welcher die Kriegsgreuel der Roten Armee rechtfertigen würde. „Ohne diese Erfahrungen der sowjetischen Soldaten, die sie eben nicht nur in Propagandaschriften, sondern als Augenzeugen wahrnahmen, sind die Schreckenserfahrungen der deutschen Bevölkerung im Jahre 1945 aber nicht zu begreifen.“

„Das Denken des Literaturnobelpreisträgers fällt zurück in die fünfziger Jahre“, wirft Jahn dem vierzehn Jahre älteren Grass vor. „Es ist, als lauschten wir Heranwachsenden der fünfziger Jahre wieder am Kaffeetisch den Erwachsenen, noch gefangen in Respekt und Schuldgefühlen vor deren Leiden und Leistungen und schon empört über den Einheitstopf, in dem alle Leidensgeschichten zu einer großen Tragik verrührt wurden.“

Eine Sicht, der Jahn entgegen treten will: „Dieses so wichtige Begreifen, daß wir im Rückschlag des Krieges Wind geerntet, wo wir Sturm gesät hatten, macht den Wind nicht zum Säuseln“, könne aber für die Frage „nach dem Warum Hilfe leisten“. Grass selbst dagegen bedauerte in seiner Biographie: „Ich vermisste die Möglichkeit, zu lernen wie man zweifelt“. (FA)

 

 

(155)

Köln (PM) – Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok unterstützt das jüngste Plädoyer von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa.

“Ich bin ein Anhänger der Vereinigten Staaten von Europa, so lange damit nicht eine eigene Staatlichkeit gemeint ist”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Donnerstag-Ausgabe). Und eine eigene Staatlichkeit beginne erst dort, wo sich die EU selbst Kompetenzen zuweise, statt sie von den Mitgliedstaaten zugewiesen zu bekommen. Brok fügte hinzu: “Die Messlatte für neue Kompetenzen muss sein, ob die Nationalstaaten Probleme noch alleine lösen können.” Und bei dieser Messlatte brauche die EU zusätzliche Kompetenzen im Bereich der Energie- sowie der Wirtschafts- und Finanzpolitik und zudem eine verbesserte gemeinsame Außenpolitik. “Wir brauchen mehr Europa und nicht weniger”, betonte der CDU-Politiker. “Das ist eindeutig.”

>> EU-Wahnsinn: Innenkommissarin Cecilia Malmström will gesamteuropäische Zuwanderungsregelung

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