„Rebellion“ in der EU und in Libyen

On August 27, 2011, in Spatz, by admin

Das unsichtbare Tier hinter den westlichen Regierungen scheint verwundet zu sein. Denn es gebärdet sich mit seinen vorgeschobenen Posten immer grotesker, und das nicht nur in Bezug auf die Finanzmärkte. Die NATO war vom Sicherheitsrat der UN-vereinten Nationen beauftragt worden, das Leben der Zivilisten in Libyen zu schützen – eine Farce. In Bengasi, dem Regierungssitz des von Gaddafi 1969 gestürzten König Idris, waren sogenannte Rebellen aktiv geworden. In der Mehrheit handelte es sich nach Darstellung Libyen nahestehender Kreise um gekaufte Berufs-Terroristen (insbesondere Libyer dienten im gesamten Nahen Osten als solche), die von unzufriedenen Führungskräften des Regimes oder konkurrierenden Clanführern (In Libyen gibt es laut US-Thinktank  STRATFOR 140 sich zum Teil heftig befehdende Clans), denen man selbst Versprechungen gemacht hatte, angeworben worden waren. Diese Leute sorgten für einen “bewaffneten Aufstand“ und forderten die Sicherheitskräfte des Landes heraus. Meinen Sie die US-Regierung würde anders handeln, wenn es fern ab in Texas zu bewaffneten Aufständen käme.

Erinnern Sie sich? Am 28.II. 1993 versuchte das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives aufgrund eines von einer Konkurrenz-Sekte ausgestreuten Verdachts, dass sich dort illegale Waffen befänden und Kinder sexuell missbraucht würden, in die Ranch der Branch Davidian-Sekte (eine Abspaltung der Adventisten) in Mount Carmel bei Waco einzudringen. 51 Tage lang wurde die Farm unter Beteiligung des FBI belagert und mit Rock-Pseudomusik beschallt und am 19. IV. 1993 mit Panzern und Hubschraubern gestürmt. Dabei fanden 82 der auf dem Gelände befindlichen 89 Sektenmitglieder den Tod. Die UN-vereinten Nationen wollten damals keinen „Zivilisten schützen“.

Die Ereignisse in Bengasi waren von den westlichen Medien auftragsgemäß einseitig und übertrieben dargestellt worden, wenn man Thierry Meyssan vom Magazin Réseau Voltaire, der selbst vor Ort ist, glauben kann (mehr jedenfalls als denjenigen, die uns den 9/11- oder den CO2-Bären aufbinden). Libyen galt in Bezug auf die Sozialleistungen für seine Bürger, wie sie kaum in Europa und schon gar nicht in den USA zu finden sind, als vorbildlich. Im Nahen Osten auch bei den US-Vasallen-Staaten im Nahen Osten und in Afrika gab es nichts Vergleichbares. Andererseits meinen „Experten“, der Westen habe nach dem Umsturz in Tripolis jetzt wieder freiere Bahn in Afrika. Libyen sei unter Gaddafi “stets ein Dorn im westlichen Dominanzstreben” gewesen (Hanspeter Mattes: Russland, China und die afrikanischen Staaten: Das Ringen um eine Libyenpolitik, GIGA Focus Nahost 7/2011). Mit Gaddafi sei zugleich sein “Kampf für ein vereinigtes Afrika und für eine stärkere Durchsetzung afrikanischer Wirtschaftsinteressen ausgeschaltet” worden. Der “libysche Widerstand gegen das US-Militärkommando Afrika/AFRICOM” sei mit dem Umsturz ebenfalls beendet. Dies gilt selbst dann, wenn Libyen – wie befürchtet- im Chaos versinken sollte. Wenn der Westen in Afrika jetzt China zurückdrängt, ist auf libysche Widerspenstigkeit keinerlei Rücksicht zu nehmen, meint man.

Der relativ hohe Lebensstandard der Libyer mag erklären, weshalb die NATO fünf Monate lang Luftangriffe und verdeckte Einsätze von Spezialeinheiten benötigte, um den plötzlich zum „Tyrannen“ erklärten Gaddafi (wohl eher ein komischer Ekzentriker) zu stürzen. An jedem Freitag fanden in verschiedenen Städten große Demonstrationen zur Unterstützung des Gaddafi-Regimes statt. Was den „westlichen“ Medien nur als Indiz dafür galt, dass es seine Bevölkerung streng unter Kontrolle hielt. Die Libyer müssen täglich die Folgen der Blockade, der Luftangriffe und der Bodenkämpfe ertragen. Würden sie für jemanden auf die Straße gehen, der die Verbrechen an ihnen begangen hätte, die ihm die „internationale Gemeinschaft“ (der Hochfinanz-Popanz) vorwirft? Selbst viele unabhängige „Experten“ vertraten die Meinung, dass Oberst Gaddafi die Unterstützung von mindestens 90 Prozent der Bevölkerung in der Provinz Tripolitanien und von etwa 70 Prozent der Menschen im gesamten Land, einschließlich der Rebellengebiete, genoss.

Im Libyenkrieg gibt es derzeit Tausende Tote und Zehntausende Verletzte unter Zivilisten, die zu „schützen“ man westlicherseits vorgab. Die Wirtschaft wittert angesichts der angerichteten Schäden gute Geschäfte am Wiederaufbau, laut www.n-tv.de vom 22.08.2011. Der Teilerfolg der NATO beruht auf der Wirkung von nicht weniger als 7.500 Bomber-Einsätzen. Der USA-Journalist Webster Tarpley, der ebenfalls vor Ort ist, will beobachtet haben, wie Apache-Hubschrauber unmittelbar gegen Menschen in den Straßen eingesetzt wurden, „um für die Dschihadisten den Weg frei zu schießen“. Als Grund gibt er an, die NATO würde überstürzt handeln, um vor Ablauf der von der UNO im März gesetzten Frist, den Libyenkrieg zu beenden. Denn mehrere NATO-Länder – darunter Norwegen und Holland – wollten die Gefolgschaft aufkündigen. Deshalb habe die NATO mit ihrer Flotte Aufständische (oder Terroristen) aus Bengasi nach Tripolis verschifft und dort mit NATO-Führungspersonal in die Stadt einsickern lassen. England unterhalten dort seit Wochen heimlich Spezialeinheiten, die zahlreiche Angriffe durchführten (Daily Telegraph vom 22.8.). Bei den früheren Luftangriffen waren 350 Menschen gestorben, und an die 3.000 verletzt worden. Am Sonntagabend waren weitere 1.300 Menschen getötet, weitere 5.000 verletzt worden. Plünderungen seien das Kennzeichen der gekauften „Rebellen“. Am Sonntag habe sich die Lage ein wenig beruhigt. Dann sei ein Kriegsschiff der NATO an Küste von Tripolis aufgetaucht und habe die Stadt direkt beschossen und unter Feuerschutz sogenannte Rebellen zusammen mit NATO-Offizieren an Land gebracht.

Die Vorgehensweise zu Beginn der Intervention entsprach dem Field Manual 30-31 der CIA vom 8. 11. 1970. Darin wird auf die Notwendigkeit für US-Dienste hingewiesen, selbst in befreundeten Staaten auf eigene Faust und außerhalb der Legalität zu operieren, falls unerwünschte politische Einflüsse überhand nähmen. „In diesem Fall muss das US-Militär über Mittel verfügen, um Sonderaktionen in Gang zu setzen, die in der Lage sind, die Regierung des Gastlandes und die öffentliche Meinung von der Realität der revolutionären Gefahr und der Notwendigkeit von Gegenaktionen zu überzeugen.“ Das gilt erst recht, wenn – wie im Fall Libyen und anderen – die Regierung selbst unbotmäßig wird – so das Hohe Lied der Freiheit und Selbstbestimmung der Nationen.

An den Finanzmärkten geschieht Vergleichbares ohne Blut, allerdings mit Hilfe von induziertem Hunger, Not und Elend. Die zehn größten Finanzhäuser der Wall Street sowie große Bankhäuser in Europa haben von der amerikanischen Federal Reserve Bank über 1,2 Billionen Dollar an “geheimen” „Bail Outs“ (also zusätzlich zu den nicht geheimen?) zur Spekulationsförderung erhalten, schrieb der Börsendienst Bloomberg am 21.8. unter der Überschrift „Wall-Street Aristocracy got 1,2 Trillion in Fed’s Secret Loans“. Neben Wall Street-Firmen wie Citigroup, Bank of America oder Morgan Stanley waren darunter die britische Royal Bank of Scotland, die Schweizer UBS, die belgische Dexia sowie die französische Société Générale. In Deutschland profitierte die Hypo Real Estate von Zahlungen in Höhe von 28,7 Milliarden US-Dollar, zusätzlich zu den vom deutschen Steuerzahler geleisteten Euro-Milliarden. Auch die Deutsche Bank bekam 66 Mrd. und die Barclays Bank 64,9 Mrd. US-Dollar zu nahezu Null Prozent Zinsen, ebenso erhielten Investmentfirmen wie JP Morgan und Goldman Sachs 117 Mrd. US-Dollar zu unüblich niedrigen Kosten, um damit die Kurse einigermaßen hoch zu spekulieren. Damit dies nicht bekannt werden sollte, seien Strohmänner und Scheinfirmen dazwischen geschaltet worden (Bloomberg).

Der von EU-Funktionären eingerichtete „Rettungsfonds“ von mehreren hundert Mrd. € soll ab 2013 als Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) institutionalisiert werden. Er soll zunächst 700 Mrd. € umfassen, für den die Mitgliedsländer unwidersprochen aufkommen müssen. Er kann ohne Einspruch angehoben werden, wenn der ernannte Gouverneursrat (34 Mitglieder) des ESM dies so festsetzt (Artikel 8 und 9 des Vertrages). Die nationalen Parlamente haben dabei so wenig zu melden wie das Europaparlament. Der ESM, d.h. sein Gouverneursrat, dazu ein ebenfalls 34 köpfiges Direktorium (Art. 6) und der geschäftsführende Direktor mit alleiniger Weisungsbefugnis (Art. 7) unterstehen keinem nationalen Recht (Art. 1, Art. 27). Sie und ihre Machenschaften sind gerichtlich nicht angreifbar (Art. 30) und als Personen sind sie sogar noch von Körperschafts- und Einkommenssteuern (Art. 31) befreit. Sie stehen wie absolutistische Könige über dem Recht.

Gouverneursrat und Direktorium können – ohne rechtlich belangt zu werden – im Namen des Fonds auf Kosten der Mitgliedsländer frei schalten und walten. Sie können bei privaten Banken unlimitiert Kredite aufnehmen (Art. 17). Die Mitgliedsländer haften und sind verpflichtet, im Verhältnis ihrer Anteile am Fonds ohne Einspruchsmöglichkeit Einzahlungen nachzuschießen. (Art. 10). Das erlaubt dem ESM-Direktorium unbegrenzten Zugriff auf die nationalen Haushalte. Der geschäftsführende Direktor kann die Gelder ohne rechtliche Haftung beliebig verwenden.

Diese Vollmacht erforderte wohl die gewünschte Geheimhaltung (wie im erwähnten Fall der FED). Denn, wie der frühere Risikovorstand der Commerzbank Hartmann in der Süddeutsche Zeitung vom 22.8. feststellte, sind „Insidergeschäfte schuld an den heftigen Börsenturbulenzen“. Im Prinzip “lebt der ganze Markt nur von Insidergeschäften”. Ein “Netzwerk von Falschspielern” spiele mit dem Wohlstand von Milliarden Menschen. Hartmann sieht nur die „geheim mit Geld versorgten“ Nutznießer und Operateure am Markt, die Analysten, Broker etc. aber nicht die Geldflussdirigenten im Hintergrund mit den Fingern in den privaten Kassen mit Staatshaftung (FED oder EZB). Nun wird das ganze institutionalisiert. Das ESM-Direktorium darf z.B. durch Ankauf von Staatsanleihen oder durch geheime Zuwendungen an Finanz-Institute den Finanzmarkt manipulieren, und durch entsprechende Geldschöpfung, Einkommen und Vermögen der Bürger inflationär ausdünnen – selbst wenn es gegen nationales Recht, die Statuten der EZB oder sonstige marktwirtschaftliche Dogmen verstoßen würde.

Hier wurde ein Ermächtigungsgesetz für einen Personenkreis geschaffen, der über das Recht erhoben über die Haushalte der Nationen und damit über deren Politik verfügen kann. Die Parlamente verlieren den Rest an Einfluss. Letztlich kehrt sich bei dieser „Rebellion“ der Bürokratie das Machtverhältnis in der EU um. Die Mitgliedsländer werden bei der unkontrollierbaren EU-Bürokratie zu Bittstellern um finanzielle Zugeständnisse. Parteien werden das, zu dem sie sich schon lange selbst gemacht haben, zu Werbe- und Propaganda-Abteilungen einer ihnen vorgesetzten Politik. Die Hochfinanz kann über die Bürokratie die Bürger nach Gutdünken (durch inflationäre Staatsverschuldung) direkt verarmen, ihre produktiven Mittel zerstören und den Rest an bürgerlicher Demokratie aushebeln.

Wie in Libyen wird die Bevölkerung die Folgen der inszenierten „Rebellion“ hernach zu spüren bekommen.

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München (DE) – Es sind schwere Tage für die Union. Denn die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Unionswähler und der Politik der Bundesregierung wird immer größer. Vor allem die CSU macht sich Sorgen, dass die konservativen Wähler sich anderen (rechten?) Parteien zuwenden könnten.

Deswegen übt sie sich in Populismus: Dem ARD-Hauptstadtstudio liegt ein Positionspapier der CSU-Führung vor, das am Montag beschlossen werden soll. Neben den obligaten pro-europäischen Floskeln heißt es in dem 10-seitigem Papier über die CSU:

“Sie lehnt aber eine Wirtschaftsregierung für die Euro-Staaten sowie einen europäischen Finanzminister entschieden ab. Die Bewältigung der Schuldenkrise und die Reform der Währungsunion darf nicht dazu führen, dass das immer noch bestehende Demokratiedefizit der EU verstärkt oder gar ausgeweitet wird.”

Für die Bundeskanzlerin ist diese Aussage eine schallende Ohrfeige, hatte sie doch gerade die europäische Wirtschaftsregierung als entscheidenden Fortschritt zur Rettung des Euros bezeichnet. Allerdings ist es mehr als zweifelhaft, ob die CSU eine solche Wirtschaftsregierung verhindern wird. Sie wird wohl eher Merkels Kurs mittragen und dabei jammern: “Eigentlich wollen wir das ganze ja gar nicht.” Es handelt sich also bei diesem Positionspapier lediglich um den verständlichen Versuch, die eigenen Stammwähler zu halten. Nützen wir dürfte das Papier der CSU allerdings kaum. Denn das Problem bei populistischen Forderungen ist, dass man mit ihnen nur in der Opposition Erfolg hat. Ist man nämlich einmal in der Regierung, sollte man sie auch umsetzen. Tut man das nicht, (siehe FDP) so verliert man die Zustimmung des Volkes.

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Rostock/Völklingen (DE) – Der frühere Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hat sich am Samstag auf einer Klausurtagung der Linken-Bundestagsfraktion im mecklenburg-vorpommerschen Rostock besorgt über den Zuspruch gezeigt, den Rechtsparteien in fast ganz Europa bei Wahlen von den Bürgern bekommen.

“Ich habe die ernsthafte Sorge, dass in Europa die Demokratie ins Rutschen kommt”, sagte der Vorsitzende der Linken-Fraktion im saarländischen Landtag vor dem Hintergrund der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise. Er verwies auf die deutsche Geschichte, welche lehre, dass die Bevölkerung nach rechts rücke, wenn sich die Mehrheit durch die ökonomische Entwicklung “abgehängt und verarmt” fühle. Auch für Deutschland befürchtet Lafontaine ein Erstarken der Rechten, zumal wenn sich die Linke weiter zerlegen sollte. Zwar gebe es “noch keinen Le Pen, keinen Haider”. Aber “wenn einer geschickt ansetzt”, könne es sehr schnell gehen.

Der ebenfalls aus dem Saarland stammende dortige NPD-Landeschef Franz Franz analysierte auf Anfrage von DeutschlandEcho, Lafontaine habe “ein gutes Gespür dafür, was die Leute umtreibt. Darum konnte er sich in der Vergangenheit stets als volksnahen Polit-Papa verkaufen.” Er merke aber nun, dass “das von links propagierte Gesellschaftsmodell, das inzwischen von CDU bis zur Linken vorangetrieben wird, nicht funktioniert und zunehmend auf Ablehnung stößt.” Dass Lafontaine “den wachsenden Zuspruch an heimattreue Politiker und Parteien auf die ökonomischen Entwicklungen reduziert, zeigt aber, dass er zu sehr in seinen links-ideologischen Denkschemata feststeckt. Die Menschen verarmen, das ist richtig. Sie verarmen aber vor allem auch an Gemeinschaft, Kultur, Bildung und dem allgemeinen Miteinander”, so Franz. Er zeigte sich “fest davon überzeugt”, dass die NPD “auf dem richtigen Weg” sei und erklärte im Hinblick auf den Bundesparteitag seiner Partei im Herbst, es werde “darauf ankommen, den Bürgern eine glaubwürdige und vernunftorientierte Alternative anzubieten. Ohne utopischen Firlefanz.” Es liege an der Partei selbst, “deutlich zu machen, dass ein besseres Deutschland und Europa möglich sind.”

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Berlin (DE) – In Berlin haben am Samstag rund 100 Linksextremisten gegen einen Kongress der rechten Partei PRO Deutschland demonstriert.

Am Morgenversammelten sich zunächst etwa 20 Linksextremisten vor der Parteizentrale in Marzahn-Hellersdorf, um dort gegen eine Pressekonferenz zu demonstrieren, bei der PRO Deutschland ihr Programm gegen die Islamisierung der Gesellschaft vorstellte. Am Nachmittag wuchs die Zahl der Demonstranten dann nach Angaben eines Polizeisprechers auf 100. Sie wandten sich gegen eine Aktion von PRO Deutschland vor einem Burka-Geschäft in Neukölln. Am Sonntag will PRO Deutschland einen Demonstrationszug vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor abhalten. Auch hier wollen die Linkextremisten die Partei nach Möglichkeit behindern.

>> pro-berlin.net
>> Werbespot: So kämpft die PRO-Bewegung in Berlin um Prozente

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Berlin (DE) – Die Brandanschläge auf Fahrzeuge in Berlin gehen trotz erhöhter Polizeipräsenz nicht auf. So wurden in der Nacht zum Samstag vier Autos angezündet, obwohl rund 500 Beamte im Einsatz waren.

Seit Monaten hält die von mutmaßlichen Linksextremisten verübte Anschlagsserie Berlin in Atem. In den letzten Wochen erhöhten die Feuerteufel die Schlagzahl, außerdem brannten auch in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vereinzelt Fahrzeuge.

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Rom (DE) – Italien will bis Ende dieses Jahres 30.000 Flüchtlinge aus Nordafrika abschieben. Rund 13.000 seien bereits im ersten Halbjahr 2011 an ihre Heimatländer abgeschoben worden, sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni (Foto) am Freitag.

Italien werde streng bei jenen vorgehen, die kein Aufenthaltsrecht in Italien haben. “Das soll auch als Vorbeugemaßnahme für diejenigen Migranten dienen, die denken, dass sie problemlos nach Italien kommen können”, betonte der Innenminister, der der Rechtspartei Lega Nord in der Koalitionsregierung angehört. Er forderte außerdem eine gesamteuropäische Initiative zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung: “Die Abkommen mit den Herkunftsländern sind von wesentlicher Bedeutung, um die Schlepperbanden zu stoppen, die sich mit dem Menschenhandel bereichern”, so Maroni.

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Gestern den 26. August fanden in der Republik Abchasien die Präsidentschaftswahlen statt und Schweizer Nationalrat Dominique Baettig ist als internationaler Wahlbeobachter dort. Hier mein erster Bericht als sein journalistischer Begleiter über was am Wahltag abgelaufen ist.

Vielen meiner Bekannten und Freunden denen ich gesagt habe, ich geh jetzt nach Abchasien, um über die Präsidentschaftswahlen zu berichten und um das Land näher kennen zu lernen, reagiert erstaunt mit der Frage: “Abchasien? Wo liegt denn das? Hab ich noch was von gehört.” Tatsächlich ist diese Republik zwischen dem Kaukasus und Schwarzen Meer für viele im Westen völlig unbekannt. Hiermit will ich euch diese wunderschöne Land etwas näher bringen und über was ich dort erlebe mit folgenden Bildern beschreiben.

Das Klima an der Küste ist subtropisch mit Palmenstränden, Pinienwäldern und es wachsen Orangen, Zitronen, Bananen und alle Arten von Früchten wie in einem Paradies. Im Hinterland erhebt sich das Kaukasus-Gebierge bis über 4’000 Meter, mit von Schnee bedeckten Gipfeln und mit Wiesen und Wäldern, die an die Alpen erinnern. Auf den Almen blüht der Einzian und die Kühe grasen, man meint in der Schweiz zu sein. Das faszinierende und einmalige ist die enge Verbindung zwischen der warmen Meeresküste und dem Hochgebirge im Hintergrund.

Die Riviera des Schwarzen Meer:

Aber es geht um die Wahlen und warum Nationalrat Baetiig hier ist. Er sagt zu seiner Tätigkeit als internationaler Wahlbeobachter: “Ich unterstütze jede Demokratiebestrebung und möchte mich vom korrekten Ablauf überzeugen. Die Präsidentschaftswahlen sind die Gelegenheit dazu den demokratischen Prozess zu beobachten und um zu sehen, ob in Abchasien dieser eingehalten wird. Das Land hat viel Gemeinsamkeiten mit der Schweiz, da ebenfalls klein, mit den Bergen wie unsere Alpen, was die Topographie betrifft, nur wir haben kein Meer wie sie. Auch die Ideale sind gleich, mit dem Kampf nach Unabhängigkeit und Souveränität. Im gewissen Sinne könnte man Abchasien die Schweiz des Kaukasus nennen, oder es könnte so werden.

Zur Erläuterung des Wahlprozedere, es standen drei Kandidaten mit jeweils ihrem Vize zur Auswahl, Alexandr Ankvab (bisher Vizepräsident), Sergey Shamba (bisher Premierminister) und Raul Khadjimba (ehemaliger Vizepräsident). Es gibt ein Wahlregister der berechtigten Wähler, die dann mit ihrem Pass zum Abstimmungslokal gehen. Dort wird ihnen der Stimmzettel ausgehändigt und im Pss mit einem Stempel die Teilnahme an der Wahl bestätigt. In der Wahlkabine werden die Kandidaten durchgestrichen die man nicht will, dann der Stimmzettel gefaltet und in eine durchsichtige und versiegelte Urne gelegt. Gewählt werden konnte von 8:00 bis 20:00 Uhr am Freitag.

Wir fuhren in die Stadt Gali, am östlichen Ende von Abchasien, in der Nähe zur georgischen Grenze, und besuchten dort insgesamt 6 Wahllokale. Wir waren frei in jedes Stimmlokal zu gehen, um dort den Ablauf zu beobachten, Fragen zu stellen und alle Unterlagen einzusehen.

Dominique Baettig beobachtet den Wahlvorgang:

Der Andrang seine Stimme abzugeben war gross:

Prüfung an Hand des Wahlregister:

Durchführen der Wahl in der Kabine:

Einwurf des Stimmzettel:

Prüfende Fragen zum Vorgang wurden gestellt:

Andere Wahlbeobachter bei der Arbeit:

Vor einem Wahllokal habe mit meinem Kamerateam dann die Reaktionen eingefangen:

Fortsetzung folgt …

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Leipzig (PAZ)-  Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hat die Unionsparteien aufgefordert, gegenüber der FDP koalitionswillig zu bleiben. Er warnte in der „Leipziger Volkszeitung“ davor, sich ausschließlich in Richtung Grüne zu orientieren. Schließlich habe die Union jahrelang für eine bürgerliche Koalition mit der FDP geworben. „Jetzt erwecken manche den Eindruck, die FDP und diese Koalition abschreiben zu wollen. Das führt bei unseren Anhängern, aber auch bei der FDP zu großer Verunsicherung“, sagte der langjährige Chef der CDU-Nachwuchsorganisation. Er kündigte für die Junge Union ein neues Grundsatzprogramm bis zur nächsten Bundestagswahl an, um die eigene Orientierung zu klären und die Mutterpartei auf Trab zu bringen. Nötig sei eine klare Beschreibung, was man unter modernem Konservatismus verstehe, erläuterte Mißfelder

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