Wetzlar (DE) – Als “eindeutig diskriminierend” hat der integrationspolitische Sprecher der hessischen SPD-Landtagsfraktion Gerhard Merz die Berichterstattung des WETZLAR KURIER über in Berlin lebende Zigeuner bezeichnet.

“Nicht genug damit, dass das Anzeigenblatt, deren Chefredakteur ja der hessische CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer ist, ein sehr einseitiges und negatives Bild der in Berlin lebenden Roma zeichnet. Die Wortwahl des Artikels ist darüber hinaus auch unerträglich”, sagte Merz in Bezug auf die Formulierung, dass dem Berliner Senat der Wille dazu fehle, das “Zigeunerproblem” zu lösen. Irmer verlasse “mit dieser Formulierung eindeutig den Pfad des demokratisch Legitimen und lehnt sich an einen Sprachstil an, der an die braune Geschichte Deutschlands erinnert”, so Merz. Der CDU-Abgeordnete mache damit “einmal mehr keinen Hehl daraus, wes Geistes Kind er ist”, so Merz, der die CDU aufforderte, sich umgehend von dem Artikel zu distanzieren: “So etwas darf eine sich der demokratischen Grundordnung verschriebene Partei nicht akzeptieren.” Hans-Jürgen Irmer war bereits in der Vergangenheit mehrfach als Rosstäuscher aufgefallen, der versucht, rechte Wähler wider besseren Wissens an die CDU zu binden.

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Ankara (JF) – Der ehemalige Leiter des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, hat vor ethnischen Unruhen in Deutschland gewarnt. Türkische Jugendliche würden bei rechtsextremen Anschlägen, wie denen von Solingen 1993, heute anders reagieren, sagte Sen der Hurriyet. 

„Die Arbeitslosenquote unter den Türken hat die 30 Prozent Marke erreicht. Ein Funke könnte ausreichen“, warnte Sen. Zudem lebten die Jugendlichen ihre türkische Identität heute wesentlich stärker aus als noch ihre Eltern.

Der Wissenschaftler machte vor allem eine „neue Form des Rassismus“ der Deutschen für die gestiegene Gefahr von Unruhen in der Bundesrepublik verantwortlich. Wären es früher vor allem Menschen ohne Zukunftsperspektive mit einem „niedrigen Intelligenzquotienten“ gewesen, die Türken angegriffen hätten, sei „Islamophobie und Türkenphobie“ heute in der deutschen Elite angekommen.

Deutsche Elite hat Angst vor gut ausgebildeten Türken

Diese habe Angst, argumentiert der Migrationsforscher, daß sie ihre Arbeit an gut ausgebildete Türken verlieren könnten. Bestes Beispiel für diese Entwicklung sei der ehemalige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD). Das Interview wurde bereits am vergangenen Freitag vor den schweren Krawallen in England geführt. Anlaß war das Massaker von Andreas Breivik Ende Juli in Norwegen.

>> “Auch Berlin muss brennen”: Linksextremisten rufen zu Krawallen nach britischem Vorbild auf

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(147)

Wie mich Bankhändler informiert haben, wurden die ersten Interest Rate Swap Geschäfte (IRS) in Schweizer Franken mit negativen Zinsen heute gehandelt. Bei einem IRS-Geschäft handelt es sich um ein Zinsderivat, um eine Wette auf den Zinssatz in der Zukunft. Zinsswaps werden sowohl zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken aber auch zur Spekulation verwendet.

Offensichtlich meinen Banken, die Zinsen werden bald negativ sein, das heisst die Schweizer Nationalbank (SNB) wird diese Möglichkeit den Franken unattraktiv zu machen bald beschliessen.

Ein Negativzins ist ein Strafzins auf Guthaben, welche in der Schweiz bereits auf Einlagen von Ausländern berechnet wurden. Angewendet wurde dies 1964–1966 und von Ende Juni 1971 mit kurzen Unterbrechungen bis November 1979. Jetzt könnte diese Massnahme von der SNB bald wieder eingeführt werden, um den starken Anstieg des Frankens gegenüber Dollar und Euro und den Kapitalzufluss in die Schweiz aufzuhalten.

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog


(157)

ANKARA. Der ehemalige Leiter des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, hat vor ethnischen Unruhen in Deutschland gewarnt. Türkische Jugendliche würden bei rechtsextremen Anschlägen, wie denen von Solingen 1993, heute anders reagieren, sagte Sen der Hurriyet.

„Die Arbeitslosenquote unter den Türken hat die 30 Prozent Marke erreicht. Ein Funke könnte ausreichen“, warnte Sen. Zudem lebten die Jugendlichen ihre türkische Identität heute wesentlich stärker aus als noch ihre Eltern.

Der Wissenschaftler machte vor allem eine „neue Form des Rassismus“ der Deutschen für die gestiegene Gefahr von Unruhen in der Bundesrepublik verantwortlich. Wären es früher vor allem Menschen ohne Zukunftsperspektive mit einem „niedrigen Intelligenzquotienten“ gewesen, die Türken angegriffen hätten, sei „Islamophobie und Türkenphobie“ heute in der deutschen Elite angekommen.

Deutsche Elite hat Angst vor gut ausgebildeten Türken

Diese habe Angst, argumentiert der Migrationsforscher, daß sie ihre Arbeit an gut ausgebildete Türken verlieren könnten. Bestes Beispiel für diese Entwicklung sei der ehemalige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD). Das Interview wurde bereits am vergangenen Freitag vor den schweren Krawallen in England geführt. Anlaß war das Massaker von Andreas Breivik Ende Juli in Norwegen. (ho)

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Wird Frankreich herabgestuft?

On August 10, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Es gibt Gerüchte im Markt, Frankreich wird seine „AAA“ Kreditwürdigkeit verlieren. Schon länger gibt es Befürchtungen, die ganzen Rettungsschirme belasten den französischen Haushalt zu stark. Daraufhin ist der Aktienkurs der Société Générale um mehr als 20 Prozent abgestürzt. Alle anderen Indexe wie SMI, DAX und Dow Jones sind ebenfalls kräftig im Minus. Der Absturz an breiter Front geht weiter.

Fakt ist jedenfalls, Nicolas Sarkozy hat seinen Urlaub an der französischen Mittelmeerküste abgebrochen und ist nach Paris geeilt, um die Lage mit den wichtigsten Ministern seiner Regierung und dem Chef der französischen Zentralbank zu beraten.

Offiziellen Angaben zufolge handelt es sich nur um ein “Arbeitstreffen”. Teilnehmer seien Notenbankchef Christian Noyer, Ministerpräsident Francois Fillon, Finanzminister Francois Baroin, Haushaltsministerin Valerie Precresse sowie Aussenminister Alain Juppe und Europa-Minister Jean Leonetti.

Wenn er seine Carla alleine im Urlaub zurück lässt, dann muss es schon was wichtiges sein.

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(145)

Ich habe sie genau gesehen: Langsam rollt eine Schweißperle über die Stirn von Thorsten Thaler. Der sitzt zusammen mit dem Chef vom Dienst (CvD), Matthias Bäkermann, und einem halben Dutzend anderer Redakteure um kurz vor 22 Uhr noch immer im Büro. Die Zeitung ist fertig, fast alle Seiten sind bereits bei der Druckerei. Lediglich eine Überschrift fehlt noch, dann ist die Doppelausgabe vor den Redaktionsferien fertig.

Die Minuten verrinnen, die Spannung ist greifbar, dann endlich führt das kollegiale „Brainstorming“ (nominiert für den nächsten Sprachpranger der Woche) zu einem Ergebnis, mit dem alle glücklich sind. Schlagartig verschwinden die bei einigen JF-Mitarbeitern vom angestrengten Nachdenken bereits bedrohlich angewachsenen Stirnfalten. Zum Glück wurden die neuen Fotos der Redaktionsmitarbeiter schon vor einigen Wochen gemacht. An diesem Abend zumindest hätten keine geschossen werden dürfen. 

Außer an der Doppelausgabe arbeiten viele Redakteure bereits an der ersten August-Ausgabe. Wirtschafts- und Technikredakteur Jörg Fischer ist bereits voll bei der Sache. Autoren werden kontaktiert, Professoren konsultiert und Beiträge in Auftrag gegeben. Das Ressort des Kollegen ist nach dem Online- und Politikressort auch die aktuelle Station meines sorgsam ausgearbeiteten Ausbildungsplanes. Es ist ohne Frage die harte Schule.

Klingt einfach? Von wegen!

Eine Wirtschaftsmeldung schreibt sich anders als eine für die Politikseiten und ein Beitrag für die Seite Natur und Technik Ressort, unterscheidet sich von einem klassischen Kulturartikel. Daneben müssen Fotos ausgesucht, Überschriften eingesetzt und Absätze eingebaut werden. Klingt einfach? Von wegen! Am Ende muß alles auf die Zeile genau passen, und nach den Eingaben der Schlußkorrektur fehlen nicht selten ein paar Zeilen, die wieder gefüllt werden müssen. Doch diese Sisyphusarbeit gehört dazu und wird auch mit noch so langer Berufserfahrung nicht einfacher. 

Meine Versetzung zog auch einen Umzug nach sich. Also raus aus dem gemütlichen zwei Mann Büro, daß ich mir mit Christian Vollradt geteilt habe und ab „nach hinten“, wie es im JF-Jargon heißt. Am Ende eines langen Flurs, vorbei an Küche und Toiletten sitzen neben Jörg Fischer noch Christian Schwießelmann, Auslandsredakteur Curd-Torsten Weick und Reporter Hinrich Rohbohm. Letzterer ist wegen zahlreicher Außentermine nicht ganz so oft im Büro wie einige andere. Zuletzt wurde er an der dänischen Grenze gesehen, um sich die angeblichen Grenzkontrollen mal genauer anzusehen.

Die einzigen, die dort allerdings wirklich den Verkehr behinderten waren aufdringliche Journalisten, die sehnsüchtig darauf warteten, daß irgendwann mal ein Auto zur Kontrolle herausgewunken wurde. Unser Reporter war so freundlich, seinen Platz temporär an mich zu übergeben. Auf dem sorgsam aufgeräumten und blitzsauberen Schreibtisch bricht allerdings schnell eine Unordnung aus. Neben meiner allmorgendlich erstandenen Ausgabe des bieder-langweiligen Neuen Deutschlands stapeln sich schnell allerlei Texte und Akten. Ich bin also überreif für eine der berüchtigten Kaizen-Schulungen. In denen werden die Mitarbeiter mit dem aus dem asiatischen Raum stammenden Managementsystem vertraut gemacht. Im Mittelpunkt stehen dabei die wichtigen fünf „A“ des Arbeitsalltags:

– Aussortieren

– Aufräumen

– Arbeitsplatzsauberkeit

– Anordnung zur Regel machen

– Alle Punkte einhalten und verbessern

Wenn dann mal etwas nicht klappt, tritt automatisch das sechste „A“ in Kraft: Am Ende ist der „Volo“ schuld. 

Der Informationsfluß ist dort trotz ruhigerer Atmosphäre nicht geringer

Ein wirklicher Vorteil des neuen Arbeitsplatzes ist seine exquisite Lage an einem herrlich ruhigen, immer kühlen Hinterhof. Hier hat man auch direkten Blickkontakt zum Chefredakteur, der sein Büro genau gegenüber hat (Von dort, so habe ich es mir sagen lassen, ärgert er die Kollegen gerne auch mal mit einem schnippischen Telefonstreich. Im sogenannten (oder besser so nicht genannten) „News-Room“ ist zwar immer mehr los, besonders wenn der CvD auf der Suche nach einem neuem „Aufgeschnappt“ für die letzte Seite ist. Dennoch konnte meine heimliche Angst, der „hintere“ Arbeitsraum sei so etwas wie das JF-interne „Tal der Ahnungslosen“, schnell zerstreut werden. Der Informationsfluß ist dort trotz ruhigerer Atmosphäre nicht geringer. 

Nachdem die Doppelausgabe fertiggestellt wurde,  geht ein großer Teil der Redaktion in den Urlaub. Allein Felix Krautkrämer hält die Stellung. Sommer, Sonne und Strand fallen für ihn also erst mal aus. Die Internetseite der JUNGEN FREIHEIT kennt keine Ferien. Gerade in so aufgewühlten Zeiten, wie wir sie nach dem Massaker von Norwegen erleben. Denn während in Oslo noch still getrauert wurde, wetzte man in Deutschland schon die Messer.

Im Fadenkreuz der neuen Inquisition

In der eröffneten Hetzjagd auf alles was irgendwie in dem 1500-Seiten-Konvolut des Anders Breivik vorkommt, positiv erwähnt oder nicht wenigstens verurteilt wird, geriet auch die JF schnell ins Fadenkreuz der neuen Inquisition. Daß ein kranker Massenmörder, der die brutale Vertreibung der Sudentendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg als großes Vorbild feiert, am Hohenzollerndamm keine Freunde gefunden hätte, dürfte eigentlich klar sein.

Dennoch wurde der Versuch gemacht, die Zeitung irgendwie mit ihm in Verbindung zu bringen. Da wurde bei Spiegel Online aus der JF schnell mal ein Blatt des „fundamentalen Christentums“. Irgendwie muß mir da etwas entgangen sein. Aber der Spiegel wird schon wissen, was Breivik dachte. Oft genug taucht das Hamburger Nachrichtenmagazin schließlich in dessen Manifest auf.

(181)

Flensburg (DE) – Dänemark hat nach der von der EU kritisierten Wiedereinführung der Grenzkontrollen angekündigt, Grenzanlagen am Autobahnübergang Ellund zu bauen. Im September sollen Baufirmen damit beginnen, auf der A7 elektronische Tafeln zur Geschwindigkeitsreduzierung, Stopp-Lichter und Schranken zu installieren, sagte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums.

Die Anlagen sollen die im Rahmen des Schengen-Abkommens zulässigen stichprobenartigen Kontrollen erleichtern und dabei die Verkehrssicherheit erhöhen. Nach Angaben der dänischen Zollbehörde haben sie zwar ursprünglich nichts mit den beschlossenen intensiveren Grenzkontrollen zu tun, werden nun aber “für die neue Form der Kontrollen genutzt”. Die Ankündigung der dänischen Zollbehörden stieß im Auswärtigen Amt in Berlin auf “völliges Unverständnis”, auch die EU äußerte sich kritisch.

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(143)

London (DE) – In Großbritannien formiert sich der Widerstand gegen die zumeist von Zuwanderern verübten Krawalle: Rechte Gruppierungen kündigen Patrouillen an. Unterdessen forderten die Unruhen drei weitere Tote.

Während in der vierten Nacht der Krawalle vor allem Birmingham und Manchester in den Fokus rückten, kündigte der Sprecher der außerparlamentarischen rechten und islamfeindlichen Gruppierung English Defence League (EDL), Stephen Lennon, gegenüber der Nachrichtenagentur AP an, dass in Luton, dem Sitz der Gruppe, sowie in Manchester und anderen Orten bis zu 1.000 Mitglieder ausrücken sollten, um die Randalierer zu bremsen. “Wir werden die Unruhen stoppen, die Polizei ist dazu offensichtlich nicht in der Lage”, so Lennon, der aber nicht garantieren wollte, dass es dabei zu keinen gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen würde. Unabhängig von der Ankündigung der EDL waren allein in Enfield im Norden Londons rund 200 Briten zum Schutz der Anwohner unterwegs.

Unterdessen gab es in Birmingham drei weitere Tote. Laut BBC wurden drei Männer von einem Auto absichtlich überfahren, nachdem sie aus einer Moschee kamen. Die Polizei nahm einen 32-Jährigen unter dem dringenden Verdacht fest, am Steuer des Wagens gesessen zu haben, der die 20, 30 und 31 Jahre alten Männer erfasste. Das Auto des Verdächtigen wurde von einem forensischen Team untersucht. Mehr Informationen gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

>> Großbritannien: Vierte Nacht der Ausländerkrawalle mit Schwerpunkten Manchester und Birmingham
>> Großbritannien: Banges Warten auf die vierte Krawall-Nacht
>> Kommentar: Wie sich die Medien die Unruhen in Großbritannien politisch korrekt zurechtlügen
>> Großbritannien: Ausländerkrawalle fordern erstes Todesopfer
>> Großbritannien: Ausländerkrawalle greifen auch auf Liverpool, Manchester und Bristol über
>> Großbritannien: Ausländerkrawalle greifen von London auf Birmingham über
>>
London: Ausländerkrawalle weiten sich immer mehr aus
>>
London brennt: Zweite Nacht in Folge schwere Ausländerkrawalle
>>
London: Gespannte Ruhe nach Ausländerkrawallen
>>
London: Krawall-Bilanz: Acht verletzte Polizisten und Schäden in Millionenhöhe
>>
London: Krawalle nach tödlicher Schießerei in Ausländerviertel

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(181)

MANCHESTER. Die Gewaltwelle, die seit einigen Tagen englische Städte erschüttert reißt, nicht ab. Während es in London nur zu vereinzelten Zwischenfällen kam, griffen die Unruhen auf weitere Städte über. So randalierten mehrere Hundert vermummte Personen in Manchester und plünderten zahlreiche Geschäfte, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Die Sicherheitskräfte nahmen mehr als 100 Personen fest. Die Polizei sprach von den schwersten Krawallen seit 30 Jahren. „Das sind ganz einfach Verbrecher, die heute Nacht durchdrehen.“ Die Zahl der inhaftierten Personen stieg seit Beginn der Unruhen am vergangenen Wochenende im Londoner Stadtteil Tottenham auf mehr als 1.000.

Auch aus Wolverhampton, West Bromwich, Nottingham, Leicester, Bristol und Liverpool wurden Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Randalierern gemeldet. In Nottingham setzten mehrere Dutzend Jugendliche eine Polizeistation in Brand. Auch in Cloucester kam es zu Ausschreitungen. Dabei wurden mehrere Feuerwehrfahrzeuge angezündet.

Drei Tote in Birmingham

Wie der Daily Telegraph berichtet sollen in Birmingham am Rande von Ausschreitungen drei Menschen ums Leben gekommen sei. Die muslimischen Männer hatten offenbar versucht, ihr Viertel vor Randalierern zu schützen. Während sie ihre Moschee und eine Tankstelle beschützten, sollen die zwischen 20 und 31 Jahre alten Opfer von einem Auto gezielt mit einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Kilometern pro Stunde angefahren worden seien, berichten Augenzeugen.

Die Polizei nahm einen 32 Jahre alten Mann fest, wollte sich zur Identität des mutmaßlichen Täters jedoch nicht äußern.Vor dem Krankenhaus in dem die Opfer behandelt wurden versammelten sich etwa 200 aufgebrachte Personen. Ein Verwandter eines der Toten sagte: „Sie haben nur versucht die Arbeit zu tun, die die Polizei nicht getan hat.“

Bereits gestern war ein 26 Jahre alter Mann in London an den folgen einer Schußverletzung gestorben.

In London blieben die befürchteten Krawalle weitgehend aus. Mehr als 16.000 Polizeibeamte sicherten die britische Hauptstadt. Viele Ladenbesitzer hatten ihre Geschäfte verbarrikadiert. Im Stadtteil Southall versammelten sich Hunderte Sikhs um einen ihrer Tempel zu schützen.

English Defense League will gegen Randalierer vorgehen

Die „English Defense League“ kündigte an, mehr als 1.000 ihrer Mitglieder würden in den nächsten Tagen ausrücken, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. EDL-Führer Stephen Lennon sagte der Nachrichtenagentur AP, er könne nicht garantieren daß es dabei nicht zu Zusammenstößen mit randalierenden Jugendlichen kommen könnte.

Premierminister David Cameron will mit einem massiven Polizeieinsatz weitere Krawalle verhindern. Am Donnerstag soll deswegen das britische Unterhaus zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zu beraten.

Innenminister Friedrich sieht keine Gefahr für Deutschland

Unterdessen betonte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), in Deutschland gäbe es derzeit keine Gefahr ähnlicher Ausschreitungen. „Solche gesellschaftlichen Spannungen wie aktuell in England oder in anderen europäischen Ländern haben wir glücklicherweise derzeit nicht“, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Deutschland habe den Konsens erreicht, daß Gewalt gegen unbeteiligte Personen kein Mittel sei, mit dem man seine politischen oder sonstigen Ansichten durchsetze.

„Diesen Konsens aufrechtzuerhalten und auf die Jugendlichen zu übertragen, bleibt die Erziehungsaufgabe unserer Gesellschaft, von allen Lehrern, Eltern und Vereinen.“ (ho/krk)

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