Peter Brüchmann

TOP SECRET: Amerikas verschwiegener Triumph

Die Erbeutung der deutschen Atomwaffen 1945

Kamen die Atombomben für Hiroshima und Nagasaki aus Thüringen?

Bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wollten die »Gerüchte« nicht verstummen, dass die auf Japan abgeworfenen Atombomben deutschen Ursprungs gewesen seien. In den letzten Jahren konnten zahlreiche Fakten, Indizien und Beweise zusammengetragen werden, die dokumentieren, dass die »Gerüchte« nicht zu unrecht kursieren, denn die deutschen Forschungen auf dem Gebiet der Atomtechnologie und auch der Atomwaffentechnologie waren wesentlich umfangreicher und weiter fortgeschritten als bisher vermutet.
Dieses Buch stellt einen weiteren Meilenstein auf der Suche nach der Wahrheit dar: Erstmals meldet sich ein Zeitzeuge zu Wort, der sein Wissen in Form eines Erinnerungsberichtes enthüllt. Er stützt sich dabei nicht nur auf eigene Recherchen, sondern auch auf bereits bei Kriegsende zugänglich gemachte Informationen seines Vaters, über die dieser aufgrund seiner besonderen Funktion im Zusammenhang mit dem Bau der deutschen Uranbomben in Thüringen verfügte. Wichtigster Punkt: Amerikanische Spezialeinheiten erbeuteten beim Vormarsch auf das im Zentrum des Reiches gelegene Gebiet drei einsatzbereite Atombomben, von denen eine im Juli 1945 auf amerikanischem Boden getestet wurde, während die beiden anderen mittels eines von deutschen Experten entwickelten Abwurfverfahrens über Hiroshima und Nagasaki eingesetzt wurden.
Selbst Kenner der Materie verblüfft der Umstand, dass scheinbar altbekannte Tatsachen unter einem neuen Betrachtungswinkel einen völlig anderen Sinnzusammenhang ergeben, der letztlich zeigt, dass die ersten »US-Atomwaffen« in Wirklichkeit Beutebomben waren. Der von der US-Regierung betriebenen Geheimhaltung und Vertuschung ist es gelungen, die Wahrheit mehr als sechs Jahrzehnte zu unterdrücken – letztlich aber erfolglos.
»Geschichte ist die Lüge, auf die sich alle geeinigt haben.« Napoleon Bonaparte

Text: KOPP-Verlag

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Scannen0001.jpg (357,7 KB)
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Peter Brüchmann – Top Secret. Amerikas verschwiegener Triumph.pdf (49,52 MB)

(217)

In einem hochinteressanten Gespräch der FAZ mit Prof. Schachtschneider erklärt dieser warum er sich trotz aller Widerstände gegen die EU-Diktatur wert.

Sie haben gegen jeden Schritt der europäischen Einigung geklagt: gegen den Maastricht-Vertrag, die Euro-Einführung, die EU-Verfassung und den Vertrag von Lissabon.

Was treibt Sie an?

Ich bin Professor für Staats- und Europarecht und habe es stets als bürgerliche Pflicht angesehen, zur Rechtsklärung beizutragen. Ich vertrete keine Interessengruppe, ich spiele den Volksvertreter ohne Auftrag. Und dass das Volk hinter mir steht, sehe ich täglich in meinem elektronischen Briefkasten.

Wollen Sie in die Geschichte eingehen als der, der den Euro beerdigt?

Ich bin Gegner des Euro, voll und ganz. Aber trotzdem bin ich ein Freund der europäischen Idee. Meine Frau und ich haben in Rom geheiratet, unsere Tochter wurde dort getauft, ich schätze die Vielfalt von Europas Kulturen. Gerade deshalb will ich in einer Föderation freier europäischer Staaten leben und nicht in einem zwangsvereinigten europäischen Bundesstaat, der auf zerstörerischen ökonomischen Illusionen beruht.

Hier geht es weiter.

Filed under: Allgemein

(181)

Rattenbekämpfung im KL Auschwitz

On July 4, 2011, in Nation, by admin
Rattenbekämpfung im KL Auschwitz

Zitat:

Von Erik Kylling
Von deutscher Seite, insbesondere durch die SS, wurden große Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung von Ratten im KL Auschwitz zu verhindern. Wie die hier vom Verfasser präsentierten Dokumente zeigen, wurde der Rattenbekämpfung ein hoher Stellenwert eingeräumt, nicht nur, weil diese Nagetiere knappe Nahrungsmittel vernichten und durch Benagen Schäden anrichten, sondern auch, weil sie Überträger gefährlicher Krankheiten sind.

Wir möchten das Augenmerk des Lesers auch darauf richten, daß die hier abgelichteten Briefe erstaunliche Einblicke geben, die vollkommen im Widerspruch stehen zu dem offiziellen Bild der „Knochenmühlen zur Beseitigung ermordeter Häftlinge“ – das KL Auschwitz hatte Mangel an frischen Markknochen, die der offiziellen Version zufolge doch im Überfluß hätten existieren müssen. Statt Rattenfütterung mit Menschenknochen wurde in Auschwitz Rattenbekämpfung zugunsten aller dort lebenden Menschen durchgeführt. (Die Redaktion)

Schädling Ratte

Bei der Ratte handelt es sich um ein weltweit verbreitetes Nagetier, das sehr häufig als Vorrats- Material-und Gesundheitsschädling auftritt. Die Ratte ist dem Menschen in alle Klimazonen gefolgt, lebt in seinen Gebäuden und Behausungen und ernährt sich von seinen Vorräten und Abfällen.

In allen größeren Ansiedlungen des Menschen ist die Ratte, in Mitteleuropa als Haus- und vor allem als Wanderratte (Rattus rattus, Rattus norvegicus) ein stetiger und ungeliebter Mitbewohner. In ganz Deutschland nahm die Rattenplage während des Zweiten Weltkrieges stark zu, besonders in den zerbombten Städten (siehe z.B.: Schreiben des Reichsministers des Innern an das Reichssicherheitshauptamt vom 19. Februar 1944 über den „Erlaß einer Reichspolizeiverordnung zur Rattenbekämpfung“; A g 7070/43-5202, Bundesarchiv: NS 21-799-30). In diesem Schreiben wird die Bekämpfung der Rattenplage sogar als kriegswichtig bezeichnet.

Ratten besitzen eine hohe Vermehrungsrate und ein großes gesundheitsgefährdendes Potential für den Menschen. Sie dienen einerseits dem stabilen Erhalt eines Erregers als Reservoir, sind andererseits aber, in Abhängigkeit vom Erreger und dessen geographischer Verbreitung, gleichzeitig Erregerverschlepper oder -überträger. Laut Niedersächsischem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.laves.niedersachsen.de/master/C2998646_N2530258_L20_D0_1826.html) können Ratten etwa 120 Infektionskrankheiten übertragen. Insgesamt sind danach weltweit ohne die vielfältigen Hantavirusspezies, 42 wichtige, mit Nagetieren assoziierte humanpathogene Erreger oder Erregersubtypen bekannt. Besonders ist die große Bedeutung der Schadnager als Reservoir für Salmonellen und als Überträger von z.B. Typhus (Salmonella typhi), Paratyphus, Leptospirose (Bakterien der Gattung Leptospira), Tularämie (Anthropozoonose durch FrancisellaPasteurella) tularensis), Trichinose (Larven von Trichinella spiralis), Ruhr (Entamoeba histolytica), Cholera (Vibrio cholerae / Vibrio el Tor) und Pest (Yersinia pestis)

Daher sind Ratten vor allem in Wohnstätten und Unterkünften von besonderer Gefahr, in denen Menschen in großer Dichte und Fluktuation unter mangelhaften hygienischen Umständen leben. Unter diesen Umständen, die sich in Kriegszeiten in zerstörten Städten, Kriegsgefangenen-, Flüchtlings- und Internierungslagern schnell bildeten, war eine Ansteckungsgefahr außergewöhnlich hoch. So auch im Konzentrationslager Auschwitz.

In einem Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an den „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ SS-Standartenführer Sievers vom 20. August 1943 (Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30) heißt es:
„Die Rattenplage im Konzentrationslager Auschwitz soll so groß sein, daß der SS-Standortarzt, SS-Hauptsturmführer Dr. Wirth, die Befürchtung hat, die Rattenpest könnte ausbrechen. Auch der Verwaltungsführer, SS-Obersturmbannführer Moekkel, befürchtet den Ausbruch von Seuchen, wenn nicht umfassende Bekämpfungsmaßnamen sofort getroffen werden.
Wenn auch SS-Standartenführer Dr. Mrugowski, der vor etwa 14 Tagen in Auschwitz war, nicht diese Befürchtung teilt, da keine Pestträger vorhanden sein sollen, bitte ich doch gemäß dem damaligen Auftrage des Reichsführer-SS an das Ahnenerbe, die Rattenbekämpfung verantwortlich zu übernehmen, möglichst schnell hier durchzugreifen. Ich bin der Ansicht, daß auch die augenblicklichen Umzugsschwierigkeiten kein Hindernis sein sollen für die sofortige Inangriffnahme der Rattenbekämpfung in Auschwitz.“

Nach einem Besuch im K.L. Auschwitz am 13.09.1943 schreibt der Dozent Dr. habil. Eduard Mey am 15.09.1943 an den „Reichsführer-SS Persönlicher Stab Amt Ahnenerbe“ unter dem Betreff „Rattenbekämpfung im K.-L. Auschwitz“ (Akt. Z.: G/R/10, Bundesarchiv: NS 21-799-30):
„Das K.-L. Auschwitz umfasst ein Gelände von 30000 Morgen; die einzelnen Lager beherbergen insgesamt 80000 Häftlinge. Da dieses Riesenlager außerordentlich schnell gewachsen ist und bei der Schnelligkeit dieses Wachstums den notwendigen hygienischen Maßnahmen naturgemäß vielfach nur in vorläufiger Weise Rechnung getragen werden konnte, so erklärt sich das Überhandnehmen der Ratten, sowie des Ungeziefers, von selbst. Es kommt noch hinzu, dass in einzelnen Lagern des Auschwitzer Komplexes ein geradezu unvorstellbarer Abschaum verwahrloster Polen, Juden, Zigeuner usw. – teilweise ganze Familien – auf die primitivste Weise untergebracht sind, wodurch eine ständige Gefahrenquelle gegeben ist. Schließlich ist noch zu berücksichtigen, dass in Anbetracht der Riesenzahl der Häftlinge, die, ich wiederhole es, zum Teil aus gänzlich verwahrlosten Halbmenschen bestehen, die Zahl der zur Betreuung unbedingt notwendigen Ärzte, Hygieniker usw. samt Hilfspersonal m.E. viel zu gering ist. Die ganze Last der Seuchen- und Schädlingsbekämpfung ruht auf den Schultern von Herrn Dr. Wirts, der bei aller Tatkraft und bei bestem Willen nicht durchkommt.“

SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Tratz wird in einem Schreiben von SS-Sturmbannführer Sievers, „Das Ahnenerbe Reichsgeschäftsführer“ an den „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ vom 20. Februar 1940 mit dem Betreff „Rattenbekämpfung“ (A/1/101 S/Wo; Bundesarchiv: NS 21-799-30) aus seinem Brief vom 15. Juni 1939 betreffend „Rattenbekämpfung“ an den „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ SS-Sturmbannführer Sievers (Akt. Z.: A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) folgend zitiert:
„Die Ratten haben nun die Eigenschaft, dass sie einheitlich in Anwendung gebrachtes Gift, wenn es auch noch so gut getarnt ist, bald nicht mehr annehmen. Danach erscheint es unbedingt notwendig, die Bekämpfung durch verschiedene Mittel, und zwar andauernd durchzuführen.“

In einem „Vorschlag zur reichseinheitlichen Bekämpfung der Ratten“ (Bundesarchiv: NS 21-799-30) des durch eine Entscheidung des Reichsführer-SS vom 22.02.1940 zur Rattenbekämpfung von der Wehrmacht angeforderten Stabsveterinärs Dr. R. Koller (siehe Schreiben des SS-Obersturmbannführers Prof. Dr. Tratz an den Chef der Ordnungspolizei Berlin vom 05.03.1941, Betr.: „Rattenbekämpfung“; Bundesarchiv: NS 21-799-30) schreibt dieser:
„Mit der bisherigen Art, die Ratten nur durch wiederholtes plötzliches Auslegen massenhafter Giftköder zu bekämpfen, ist das Problem der Rattenplage nie und nimmer zu lösen.“

Mit Hilfe bzw. im Auftrage der „Forschungs- und Lehrgemeinschaft Ahnenerbe“ wurde nun allgemein an verschiedenen alternativen Möglichkeiten der Rattenbekämpfung geforscht. Dazu gehörten das Erwägen einer Synthese des entsprechenden Wirkstoffes aus der Meerzwiebel (Urginea maritima oder Scilla maritima), des sogenannten Scillins, tierexperimentelle Studien zur Frage der medikamentösen Sterilisierung (durch Caladium seguinum / Dieffenbachia seguina) (siehe Schreiben des „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RF-SS“, Betr.: „Rattenbekämpfung“ vom 04. Juli 1942, A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30), oder die Entwicklung von Giften auf Basis des Xantons oder der Arsenite (Brief von Dozent Dr. habil. Eduard Mey an SS-Standartenführer Wolfram Sievers vom 26.02.1945, Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30).

Professor Dr. M. von Lengerken und Dr. Werner Seitz, vom Institut für Landwirtschaftliche Zoologie der Universität Berlin stellen einen Antrag (Abschrift ohne Datum und Adressat; Bundesarchiv: NS 21-799-30) „auf Erteilung eines Forschungsauftrages und Einreihung in die Dringlichkeitsstufe“ für die Erforschung neuer Rattentoxine, genauer „[…] im Darmkanal der Ratten rhodanwasserstoffentwickelnde Verbindungen“ und die Untersuchung der „Ködererwirkung der Rattenvertilgungsmittel“. Weiter wird durch Lengerken und Seitz erwähnt, daß das schließlich seitens der SS gebräuchliche Mittel der Rattenbekämpfung, ein Produkt aus der Meerzwiebel, kriegsbedingt in Deutschland nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stünde. Weiter wird im selben Schreiben ebenfalls auf die Kriegswichtigkeit der Rattenbekämpfung aufmerksam gemacht.

Speziell bezüglich Auschwitz gibt ein Schreiben von SS-Sturmbannführer Guntram Pflaum („Sonderbeauftragter des RF-SS für Schädlingsbekämpfung“) an den „Amtschef i. Pers. Stab RF-SS“, SS-Oberführer Dr. Wüst vom 09. September 1943 über den geplanten Einsatz des thalliumbasierten Rattengiftes „Zelio-Paste“ von Bayer I.G. Farben Auskunft (Abschrift; Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30).
SS-Standartenführer Sievers wird darin aus einem Fernschreiben folgend zitiert:
„Von RF-SS mit Rattenbekämpfung verantwortlich beauftragt. Sind Sofortmassnahmen wegen Seuchengefahr in Auschwitz einzuleiten. Beauftrage Sie mit Beschaffung 50 kg Zelio-Paste von Bayer I. G. Farben. Sie selbst müssen mit mindestens 25 kg, Montag 13.9. früh in Auschwitz eintreffen. Gleichzeitig dort eintrifft Dr. May um Bekämpfungsmassnahmen durchzuführen. Erbitte Bestätigung durch RF-SS, Pers. Stab, Amt Ahnenerbe, Berlin.“

Weiter wurde durch das Amt Ahnenerbe der Einsatz des Kampfstoffes Lost zur Rattenbekämpfung in Deutschland in Erwägung gezogen.
In dem Brief des „Reichsgeschäftsführer Das Ahnenerbe“ an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RF-SS“, Betr.: „Rattenbekämpfung“ vom 04. Juli 1942 (A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) schreibt Sievers, nachdem er die Methode der Gift-Sterilisierung von Ratten verwirft, über die Überzeugung Hirts (SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Hirt von der Universität Straßburg),
„[…] dass es hingegen möglich sein müsste, in rattenverseuchten Gegenden eine Bekämpfung der Ratten mit Lost durchzuführen.“,
da Ratten „außerordentlich lostempfindlich“ seien. Weiter heißt es darin:

„Bisher hat Hirt Lösungen 1:100 angewandt. Es wäre zu erforschen, welche dünnsten Lösungen noch wirksam sind. Natürlich müsste bei Anwendung dieses Verfahrens grösste Vorsicht beachtet werden und es könnten nur damit vertraute Personen beauftragt werden. Das geschieht aber schon bei anderen Bekämpfungsverfahren (Blausäure).“
Anschließend schlägt Sievers in diesem Schreiben vor, einen Versuch mit Lost in rattenverseuchten Gebieten durchzuführen.

SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt antwortet in einem Schreiben des „Reichsführer-SS Persönlicher Stab“ an SS-Sturmbannführer Sievers (Akt. Z.: A/1/101; Bundesarchiv: NS 21-799-30) vom 13. Juli 1942:
„Der Reichsführer-SS möchte gerne eine Mitteilung darüber haben, wie die Menschen auf die Lösung des Lost-Präparats von 1:100 reagieren. Mit dem Versuch ist er selbstverständlich einverstanden.
Sie hatten dem Reichsführer-SS, wenn ich mich recht entsinne, mitgeteilt, dass Professor Koller oder ein anderer für die Bekämpfung von Ratten die Verwendung von Meerzwiebeln vorschlägt. Er bittet auch hier Versuche zu machen bzw. weiterzuführen.“

In einem Antwortschreiben vom 27.08.1942 von Sievers an Dr. Brandt (Schreiben an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RFSS“, G/H/6, G/Sch/4, G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30) zitiert Sievers eine Stellungnahme Professor Hirts bezüglich der Anwendbarkeit von Lost zur Rattenbekämpfung hinsichtlich der Verträglichkeit für den Menschen:
„SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Hirt, Straßburg, teilt mir auf Anfrage mit: ‚Lost in Verdünnung 1:100 ist auch für den Menschen schädlich, wenn es in entsprechenden Mengen an den Körper herankommt. Vor allen Dingen wirkt ja Lost bekanntlich noch in sehr großer Verdünnung vom Kleiderstoff aus stark schädigend, besonders in Verbindung mit Feuchtigkeit. An und für sich macht Lost in der Verdünnung 1:100, auf die Haut aufgebracht, noch eine Rötung, evtl. ruft es kleine Bläschen hervor, ohne, daß es zur Nekrose kommt.
Die Wirkung ist also viel schwächer als bei reinem Lost. Trotzdem kann es in entsprechenden Mengen an die Kleidung gebracht, besonders an den Schweißstellen, wie Achselhöhle, Leistenbeuge, genau so wirken wie konzentriertes Lost, dazu genügt häufig eine Spur. Das habe ich bei einem Laboratoriumsunfall an einem Laboranten erlebt, der ein Kaninchen nur eine Sekunde an seine Achselhöhle brachte und am nächsten Tag von dort aus eine Rötung bekam, die über den ganzen Körper wegzog, ohne allerdings weitere Folgen nach sich zu ziehen. Zur Verlostung kommt meiner Ansicht nach nur ein Gebiet in Frage, das zeitweise von menschlichen Bewohnern geräumt werden kann. Ganz ausgeschlossen ist natürlich die Anwendung von Lost in der Nähe von Lebensmittellagern, vor allem Getreidelagern, da man ja nicht weiß, inwieweit die Ratten noch Lost dahinschleppen. Es käme also lediglich eine Verlostung von Schlupfwinkeln unter Anwendung der diesbezüglichen Vorsichtsmaßregeln in Frage. Wie sich das technisch durchführen läßt, kann ich natürlich nicht entscheiden, das müßten entsprechende Fachleute beurteilen. Es ist aber wahrscheinlich ebenso wie mit allen anderen Giften, die bei der Rattenvertilgung angewandt werden (Phosphorarsenik, Strychnin usw.), daß jede Giftbekämpfung ihre 2 Seiten hat. Trotzdem erscheint mir Ihr Gedanke, an die Ausrottung des Ungeziefers mit einem Kampfstoff heranzugehen, durchaus nicht abwegig, es müßte nur von einem Kampfstoffexperten festgestellt werden, ob es nicht noch für den Menschen harmlosere Mittel gibt, die die Ratten umlegen.‘“

Vermutlich entschied sich die SS bei der Rattenbekämpfung in Auschwitz zumindest auch für die Meerzwiebel-Methode, bzw. für das von Bayer I.G. Farben vertriebene Rattengift „Zelio-Paste“ (siehe oben: Schreiben von SS-Sturmbannführer Guntram Pflaum, „Sonderbeauftragter des RF-SS für Schädlingsbekämpfung“ an den „Amtschef i. Pers. Stab RF-SS“, SS-Oberführer Dr. Wüst vom 09. September 1943, Abschrift; Akt. Z.: G/R/10; Bundesarchiv: NS 21-799-30).

Ein Begleitschreiben zu einer Rechnung der Gebr. Borchers A.-G. „An den Herrn Reichsführer SS Persönlicher Stab Amt „A““ vom 04. Oktober 1944, G/R/10, Bundesarchiv: NS 21-799-30) belegt die Lieferung des Meerzwiebelproduktes nach Auschwitz:
„Wir übersenden Ihnen in der Anlage unsere Rechnung Nr. 3799 in dreifacher Ausfertigung über die Umarbeitung von Meerzwiebeln. […] Wir haben im Waggon Hannover 19865 am 16.9. 250 Flaschen und durch Stückgut am 16.9. 100 Korbflaschen nach Auschwitz zum Versand gebracht. […] Zwei Korbflaschen mit je 11 kg haben wir entsprechend Ihrem Auftrag nach Dachau zum Versand gebracht.“


Quelle

Lost war mir bisher kein Begriff, allerdings erscheint mir das Mittel hocheffizient gewesen zu sein.

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg NS2179930_S1.jpg (89,2 KB)
Dateityp: jpg NS2179930_S2.jpg (35,6 KB)
Dateityp: jpg NS2179930.jpg (55,7 KB)
Dateityp: jpg May_S1.jpg (72,8 KB)
Dateityp: jpg May_S2.jpg (71,7 KB)
Dateityp: jpg May_S3.jpg (29,8 KB)

(848)

Gestern habe ich darüber berichtet, dass einige der Aktivisten die Passagiere der “Audacity of Hope” sind, vor der US-Botschaft in Athen einen “Fastenstreik” als Protest gegen die Blockade der Gaza-Flotille durchführen. Heute sind sechs von ihnen von der griechischen Polizei verhaftet worden, als sie auf einer Bank im Park gegenüber der Residenz des US-Botschafters sassen.

Einer der Passagiere die ihre Präsenz vor der US-Botschaft zeigen, ging zur Residenz des US-Botschafters und klingelte an die Tür. Linda Durham stellte sich vor und sagte, ihr Senator, Tom Udall, hätte den Botschafter in ihrem Namen vorher angerufen. Während Frau Durham auf eine Antwort am Eingang wartete, gingen ihre Mitstreiter zurück zur Parkbank. Plötzlich erschienen 12 Polizisten und rissen sie von der Tür weg. Die anderen wurden aufgefordert den Park zu verlassen.

Die Gruppe fragte, warum sie nicht im öffentlichen Park sitzen dürfen. Darauf hin wurden Ray McGovern, Linda Durham, Debra Ellis, Ridgeley Fuller, Ken Mayers und Carol Murry zwangsweise in Polizeiautos gesteckt und zur Polizeistation gebracht.

Einige der verhafteten Aktivisten sind auf diesem Foto zu sehen, dass ich gestern gemacht habe, wie Ray McGovern rechts:

Israel gibt zu hinter der Sabotage zu stecken

Bisher wurden zwei Schiffe der Gaza-Flotille durch Sabotage an ihrem Antrieb am Auslaufen gehindert. Dies kann nur durch Taucher unter Wasser durchgeführt worden sein. Der stellvertretenden Premierminister Israels, Bogie Yaalon, hat indirekt zugegeben, die israelische Armee (IDF) steckt dahinter.

Yaalon wurde auf Ynet mit folgenden Worten zitiert: “Die Probleme welche die Flotille erlebt, um ihre Pläne zu realisieren, sind nicht einfach so passiert. Sie sind Dank der Arbeit auf politischer Ebene, dessen Fokus auf diplomatischen Themen lag, und der operationellen Arbeit der IDF in Vorbereitung auf alle möglichen Eventualitäten.

Damit hat Yaalon nicht nur es verklausuliert verraten, er gibt noch damit an. Welche Rolle könnte die IDF sonst bei der Verhinderung der Fahrt nach Gaza spielen, wenn die Schiffe noch in griechischen Häfen liegen? Das heisst auch, Papandreou lässt israelische Militärs auf griechischen Territorium Sabotageoperationen durchführen, denn ohne Wissen und Untestützung der griechischen Regierung wird es kaum möglich sein.

Übrigens, ich habe unter den Teilnehmern der Gaza-Flotille viele die aus Israel stammen kennen gelernt. Einer davon war sogar mal Hubschrauberpilot bei der IDF. Yonatan Shapira hat den sogenannten “Brief der Piloten” 2003 organisiert, der von 27 israelischen Piloten unterschrieben wurde, die keine weiteren tödlichen Missionen über Westjordanland und Gaza gegen Zivilisten mehr fliegen wollten. Seit dem ist er Friedensaktivist und Mitglied der Gaza-Flotille.

Copyright – Alles Schall und Rauch Blog


(142)

Versöhnungsprozess in Thailand

On July 4, 2011, in Nation, by admin
Zitat:

Machtwechsel in Thailand Opposition erringt klaren Sieg

In Thailand kehrt die Partei des gestürzten früheren Regierungschefs Thaksin an die Macht zurück. Seine Schwester wird Ministerpräsidentin. Vor ihr liegt eine schwierige Aufgabe.

Die Opposition hat bei der Parlamentswahl in Thailand einen Erdrutschsieg errungen. Fünf Jahre nach dem Sturz von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra dürfte damit seine Schwester Yingluck Shinawatra zum ersten weiblichen Regierungsoberhaupt in der Geschichte des Landes werden. Nach der Auszählung von 98 Prozent der Stimmen kam Yinglucks Partei Pheu Thai auf 264 der 500 Sitze im Parlament und würde damit eine absolute Mehrheit erringen. Der amtierende Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva gestand seine Niederlage ein und kündigte den Gang in die Opposition an.
Die 44-jährige Yingluck, die noch nie ein politisches Amt innehatte, erklärte in der Parteizentrale in Bangkok, sie wolle die Auszählung aller Stimmen abwarten. "Ich will nicht sagen, dass Pheu Thai heute gewinnt. Es ist ein Sieg des Volkes", sagte sie vor ihren jubelnden Anhängern. Abhisits Partei kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 160 Sitze. Umfragen nach der Wahl hatten Yingluck noch einen weit höheren Sieg mit bis zu 313 gewonnenen Sitzen prophezeit.
Sorge um Akzeptanz des Wahlergebnisses

Die Wahl verlief weitgehend friedlich. Dennoch befürchteten Beobachter Ausschreitungen, sollten die rivalisierenden Parteien oder die Streitkräfte das Ergebnis nicht akzeptieren. Seit dem Sturz Thaksins kam es immer wieder zu teils gewaltsamen Straßenprotesten seiner Anhänger und Gegner.

Der ehemalige Ministerpräsident war 2006 vom Militär gestürzt und in Thailand in Abwesenheit wegen Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Aus seinem Exil in Dubai meldete er sich zu den vorläufigen Wahlergebnissen zu Wort. Sie seien ein Schritt vorwärts für das Land. "Die Menschen haben genug vom Stillstand", sagte Thaksin.
Mit umstrittenen Gerichtsurteilen wurden nach dem Putsch zwei Thaksin-treue Ministerpräsidenten wieder aus dem Amt entfernt und der von den Streitkräften unterstützte Abhisit und seine Demokraten gelangten in die Regierung.
Thaksin hatte Yingluck vor der Wahl als seinen «Klon» bezeichnet und damit Befürchtungen seiner Gegner genährt, er würde bei einem Wahlsieg mithilfe seine Schwester regieren oder nach einer Amnestie ins Land zurückkehren.
(dapd, N24)
03.07.2011 20:06 Uhr


Die Rothemden triumphierten also bei den Neuwahlen des thailändischen Parlamentes, nachdem die Gelbhemden 2008 mittels massiver Proteste den ehemaligen Präsident absetzen konnten. Nun betonen die Sieger auf Versöhnung zu setzen und sind sogar bereit trotz absoluter Mehrheit Ministerposten an einen möglichen Koalitionspartner abzugeben, um so eine weitere Bandbreite der Akzeptanz zu erzeugen.
Der Konflikt ist vor allem daher sehr interessant, als dass seine Frontlinien im Prinzip an den sozialen Schichten entlangläuft. Stark vereinfacht: Arm gegen Reich. Mittendrin bewegt sich das Militär, das als Unruhefaktor die bisherige Stabilität gefährdete. Es unterstützte zuletzt die Putschisten.

(146)

BERLIN. Die Ernennung des bisherigen Kölner Weihbischofs Rainer Maria Woelki zum neuen Erzbischof von Berlin ist bei Homosexuellen auf Kritik gestoßen. Der schwule SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs sagte dem Tagesspiegel: „Die katholische Kirche ist schlecht beraten, jemanden in die Hauptstadt zu schicken, der offenbar ein Problem mit Homosexuellen hat.“

Die katholische Kirche tue sich keinen Gefallen, „wenn sie den Vertreter einer rückständigen Glaubensrichtung in Berlin zum Bischof macht, da dies dem Lebensgefühl der Menschen widerspricht“, kritisierte der SPD-Politiker. Anlaß für Kahrs Kritik ist ein Bericht des Spiegel vom April, in dem Woelki mit den Worten zitiert wird, Homosexualität verstoße gegen die Schöpfungsordnung.

Der Arbeitskreis „Lesben und Schwule in der SPD“ (Schwusos) kritisierte die Ernennung Woelkis als negatives Signal: „Das wird den Dialog mit der katholischen Kirche erschweren“, sagte der Schwuso-Vorsitzende Ansgar Dittmar. Für Homosexuelle, die sich in der katholischen Kirche engagieren, seien Woelkis Äußerungen „ein Stoß vor den Kopf“.

„Menschenfeindliche Sexualpolitik“  

Der „Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg“ lud den Berliner Ezbischof zu einem klärenden Gespräch ein. „Die Handlungspraxis des Erzbistums hat Einfluß auf das Leben vieler Menschen, darunter auch zahlreiche Lesben, Schwule und Transgender“, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung, Jörg Steinert.

Die Jüdische Gemeinde und die evangelische Kirche seien im Umgang mit den Themen Homosexualität und Geschlechterrollen schon wesentlich weiter als die katholische Kirche.

Auch viele Gläubige hielten die Geschlechter- und Sexualpolitik der eigenen Amtskirche für menschenfeindlich. „Am zukünftigen Umgang mit dem Thema Homosexualität wird sich zeigen, wie menschenfreundlich Rainer Maria Woelki als Erzbischof sein will und ob er sich mit kritischen Fragen zur Politik der katholischen Kirche ernsthaft auseinandersetzt“, mahnte Steinert. (krk)

(118)

BERLIN. Der innenpolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke, hat eine härtere Bestrafung von deutschenfeindlichen Straftaten gefordert. „Hier muß der gleiche Maßstab angelegt werden wie bei ausländerfeindlichen Übergriffen“, sagte Juhnke der JUNGEN FREIHEIT. Gleichzeitig kritisierte der Innenexperte die mangelnde gesellschaftliche Empörung über deutschenfeindliche Angriffe.

„Wenn ein Ausländer Opfer eines rassistischen Überfalls wird, gibt es einen Aufschrei und Lichterketten. Wenn ein Deutscher von Ausländern zusammengeschlagen wird, weil er deutsch ist, empört sich dagegen kaum jemand.“ Statt dessen versuche man das Problem als allgemeine Jugendgewalt abzutun. Dabei sei es eine Tatsache, daß die meisten Fälle von Rassismus in Deutschland von Ausländern begangen würden.

„Scheiß-Deutscher“

Hintergrund von Juhnkes Forderung ist der brutale Überfall von vier ausländischen Jugendlichen auf einen Malergesellen in Berlin vom vergangenen Februar. Gegen die Täter wird nun Anklage wegen versuchten Mordes aus Habgier und niederen Beweggründen erhoben.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung könnte bei der Tat auch Deutschenhaß eine Rolle gespielt haben. Das Blatt zitiert einen Ermittler mit den Worten: „Es gibt mehrere Hinweise auf rassenfeindliches Verhalten gegenüber Deutschen.“ Zeugen hätten ausgesagt, daß die vier Männer ihr Opfer als „Scheiß-Nazi“, „Scheiß-Glatzkopf“ und „Scheiß-Deutscher“ beschimpft hätten.

Außerdem sollen sie bereits Wochen zuvor mindestens zweimal Deutsche grundlos angegriffen haben. Zudem hätten die Ermittler in sozialen Netzwerken im Internet deutschenfeindliche Aussagen der Täter entdeckt. Der 30 Jahre alte Handwerker lag nach dem Angriff mehrere Wochen im Koma. Die brutale Tat, die auf Überwachungskameras der U-Bahnstation festgehalten worden war, hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. (krk)

(113)

Otto von Habsburg gestorben

On July 4, 2011, in Junge Freiheit, by admin

PÖCKING. Der frühere Kronprinz von Österreich-Ungarn, Otto von Habsburg, ist am Montagmorgen in seinem Haus in Pöcking (Bayern) gestorben. Er war der älteste Sohn des letzten regierenden Kaisers von Österreich-Ungarn, langjähriger CSU-Europaabgeordneter und Präsident der Internationalen Paneuropa-Union. Er wurde 98 Jahre alt.

Otto von Habsburgs Vater war Erzherzog Karl, der von 1916 bis 1918 Kaiser von Österreich und König von Ungarn war. Nach dem Zusammenbruch der Habsburger-Monarchie ging die Familie 1919 in die Schweiz ins Exil, später nach Madeira. Otto von Habsburg wuchs in Spanien und Belgien auf. Er war ein Gegner des Nationalsozialismus und ein Befürworter der Eigenständigkeit Österreichs.

Rückkehr auf den Thron blieb ihm verwehrt

Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er im amerikanischen Exil für die Wiederherstellung der Monarchie. Dies mißlang. In der Nachkriegszeit setzte sich Otto von Habsburg für die Einigung Europas ein. Von 1973 bis 2004 war er Chef der Paneuropa-Union, die dieses Anliegen vertritt.

Zudem war Otto von Habsburg von 1979 bis 1999 Abgeordneter der CSU im EU-Parlament. Er war Mitglied im Außenpolitischen Ausschuß, wo er sich für das Selbstbestimmungsrecht der Völker und für Minderheitenrechte einsetzte. Gleich nach seinem Einzug ins Parlament forderte er, einen Stuhl im EU-Parlament freizulassen – für die unterdrückten Völker Osteuropas. Nach dem Ende der Sowjetherrschaft sprach sich Otto von Habsburg für eine rasche Osterweiterung aus.  

Im Jahr 1989 war er der Initiator und Schirmherr eines „Paneuropäischen Picknicks“ an der österreichisch-ungarischen Grenze, bei dem mehr als 600 Deutsche aus der DDR in die Freiheit gelangten. (rg)

(170)

Die Wehrmacht im Westen

On July 4, 2011, in Nation, by admin
Die Wehrmacht im Westen



Siegesparade der Wehrmacht im Juni 1940 auf dem Champs-Elysées (Paris)

In dem Nürnberger Prozess entging die Wehrmacht dem Urteil eine verbrecherische Organisation zu sein. Dennoch wurde diese immer wieder in dieses Zwielicht gerückt. Ein Versuch stellte die so genannte Wehrmachtsausstellung des Herrn Reemtsma da. In dieses Bild passt so gar nicht folgendes Beispiel, eines unter vielen, es handelt sich um den Tagesbefehl Nr. 72 der im Juli 1940 von Generaloberst Wilhelm List an die Truppen in Frankreich erlassen wurde.

Die Zeit des Bewegungskrieges in Frankreich, der gewaltige Anforderungen an die Truppe gestellt und daher manche Maßnahme veranlasst hat, die unter normalen Verhältnissen nicht gerechtfertigt gewesen wäre, ist vorüber. Im nunmehrigen Bereich der Armee ist die Bevölkerung in den Städten und Dörfern großenteils verblieben oder inzwischen wieder in diese zurückgekehrt. Die Aufrechterhaltung der militärischen Zucht und Ordnung sowie das Ansehen des deutschen Heeres erfordert ein korrektes Verhalten jedes einzelnen. Der Soldat muss wissen, dass das Privateigentum der Bewohner des feindlichen Landes unantastbar und durch das Völkerrecht geschützt ist. Es ist dabei unwesentlich, ob die Eigentümer zurückgeblieben sind oder infolge höherer Gewalt ihren Besitz vorübergehend verlassen haben. In bewohnten Grundstücken ist jede eigenmächtige Aneignung von Gegenständen, auch des täglichen Bedarfs, verboten. Darunter fällt auch die Aneignung von Alkoholbeständen, landwirtschaftlichen und gärtnerischen Erzeugnissen. In verlassenen Häusern ist das Eigentum der geflüchteten Landeseinwohner ebenfalls unangetastet zu lassen. Der Soldat hat alles, was er über das ihm dienstlich Gelieferte hinaus benötigt, ordnungsgemäß zu kaufen. Die Disziplinarvorgesetzten haben durch Belehrung darauf hinzuwirken, dass ihre Truppe bei ihren Einkäufen Maß hält. Die Disziplinarvorgesetzten haben ihre Untergebenen eindringlich und wiederholt über diesen Befehl zu belehren. Sie sind für die genaue Einhaltung und Durchführung dieses Befehls verantwortlich. Jeder Verstoß gegen diesen ausdrücklichen Befehl wird künftig entweder disziplinär oder, soweit erforderlich, gerichtlich bestraft.

Quellenangabe: http://www.mupinfo.de

(181)

Free WordPress Theme