RICHARD WAGNER – Götterdämmerung (EAN 0814337010119 Vertrieb NAXOS Deutschland GmbH) SängerInnen Ryan, Lukas, Kapellmann, Salminen, Wilson, Matos Orquestra de la Comunitat Valenciana Conductor Zubin Mehta Staged by La Fura dels Baus Stage Director: Carlus Padrissa Picture Format: NTSC 16:9 Sound Formats Opera: DD 5.1, PCM STEREO Sound Formats Bonus: DD 2.0 Subtitle Languages Opera: German (original), English, French, Spanish Total Running Time: 307 mins Region Code: 0 BONUS: Making of Götterdämmerung (in English, 27 mins) FSK: 6

Der Reaktorkern ist durchgeschmolzen

On March 30, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Das Rennen um die Rettung vor einem atomaren Desaster ist möglicherweise verloren. Der Kern in einer der Reaktoren im Atomkraftwerk von Fukushima ist durch den Boden des Sicherheitsbehälters geschmolzen und auf den Betonboden gelandet, was zu einer grösseren Freilassung von Radioaktivität führen wird. Zu diesem Schluss ist ein führender US-Experte gekommen, der die Strahlung am Unglücksort gemessen hat.

Richard Lahey, ehemaliger Chef der Sicherheitsforschung für Siedewasserreaktoren bei General Electric, als die Firma die Einheiten in Fukushima installierte, erzählte der britischen Zeitung Guardian, die Arbeiter am havarierten Kraftwerk haben scheinbar “das Rennen verloren“, um den Reaktor zu retten. Aber, sagte er, es gibt keine Gefahr einer Katastrophe wie in Tschernobyl.

Die Arbeiter haben Wasser in die Reaktoren 1 bis 3 gepumpt, in einem verzweifelten Versuch die Brennstäbe vom Schmelzen zu bewahren, aber die Stäbe liegen teilweise bei allen drei Reaktoren frei.

Ein Teil des geschmolzenen Kerns, bestehend aus dem Uran der Brennstäbe und dem Zirkonium der Hülle, ist durch den Stahl des Bodens des Druckbehälters von Reaktor 2 gedrungen, sagte Lahey.

Die Anzeichen die wir bekommen, vom Reaktor über die Strahlenwerte und dem Material welches wir sehen, zeigt uns, der Kern ist durch den Boden des Druckbehälters von Einheit 2 geschmolzen. Und einiges davon liegt unten am Boden im Dry-Well,” sagte Lahey. “Ich hoffe ich liege falsch, ist allerdings was die Befunde uns zeigen.

Die grösste Sorge lautet, wenn die geschmolzenen Brennelemente mit dem Betonboden des Dry-Well reagieren, werden radioaktive Gase in die Umgebung freigesetzt. In Fukushima sind die Dry-Wells mit Meerwasser geflutet, was die geschmolzene Masse die austritt abkühlt und die Menge an radioaktiven Gas reduziert.

Lahey sagte: “Es wird nicht als ein grosser Klumpen austreten; es kommt wie Lava und das ist gut, weil es leichter zu kühlen ist.

So sah die “Lava” in Tschernobyl aus:

Die Dry-Well ist von einer zweiten Stahlbetonstruktur umgeben, welche dazu dient, radioaktive Stoffe nicht in die Umgebung austreten zu lassen. Aber die Wasserstoffexplosionen könnten diese Hülle beschädigt haben.

Der Grund warum wir besorgt sind ist, sie haben Wasser ausserhalb dieser Einschliessung gefunden, welches hoch radioaktiv ist und es kann nur von Reaktorkern stammen,” fügte Lahey hinzu. “Es wird in keiner Weise wie Tschernobyl sein, wo es zu einer grossen Feuer- und Dampfexplosion kam, aber es ist keine gute Nachricht für die Umwelt.

Die Strahlenwerte des Wassers im Turbinengehäuse von Reaktor 2 wurde mit 1’000 Millisievert pro Stunde gemessen. Bei dieser Grössenordnung dürfen die Arbeiter sich nur für 15 Minuten dort laut Sicherheitsrichtlinien aufhalten.

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Bei zee wei … macht euch auf eine weitere Kernschmelze bereit, nämlich die des US Treasury Bond Marktes. Durch die Revolutionen in den arabischen Staaten und durch das Desaster in Japan, werden weniger Schuldscheine der Amis gekauft. Es ist sogar so, die japanische Regierung bzw. die Zentralbank wird gezwungen sein, einen grossen Teil der US T-Bonds die sie als Reserve hat zu verkaufen, um den Wiederaufbau des Landes zu finanzieren. Und wenn Washington seine Schulden nicht mehr verkaufen kann, dann ist der amerikanische Staat zahlungsunfähig. Sind sie übrigens jetzt schon, wenn der Kongress nicht bis zum 8. April die Schuldenfinanzierung für den Rest des Jahres genehmigt. Dann gibts einen “Government Shutdown”, dann schliessen sie den Laden.

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Massenproteste in den USA

On March 30, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Vergangenes Wochenende gingen Zentausende in Los Angeles auf die Strasse, um gegen die Politik von Obama und für Arbeiterrechte zu demonstrieren. Auf der Bühne und später im Interview sieht man Tom Morello, den Gittaristen der Gruppe “Rage Against the Machine”, seine kritische Meinung äussern:

Es wurden auch Plakate gegen die Kriege hochgehalten. Ist das der Beginn einer Revolution in Amerika?

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Wegen der Dringlichkeit und kurzen Frist bringe ich die Presseerklärung der Hartz4-Plattform:

Nur noch DREI TAGE zur Sicherung rückwirkender Rechte!

Überprüfungsanträge für 4 Jahre nur noch bis Donnerstag, 31. März, 24 Uhr möglich!

„Mehr als einen Monat verzögerte die Bundesregierung die Veröffentlichung des neuen Hartz IV-Gesetzes – mit dem Ziel, den Betroffenen finanzielle Rechte vorzuenthalten?“ fragt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin. „Jetzt drängt die Zeit für die Hartz IV-Berechtigten, sehr eilige – teilweise nur noch Tages-Fristen zu beachten, in denen sie sich weitergehende Rechte aus dem alten Gesetz noch sichern können.“

Nach Auskunft des zuständigen Referats des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gegenüber der Hartz IV-Plattform wird das – vom Bundesrat am 23. Februar beschlossene – neue Hartz IV-Gesetz voraussichtlich am heutigen 29. März durch Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt rechtswirksam.

Das bedeutet: Überprüfungsanträge nach § 44 SGB X für falsche Bescheide der Verwaltungen können rückwirkend auf 4 Jahre jetzt – unwiderruflich! – nur noch bis zum Donnerstag, 31. März, 24 Uhr gestellt werden; Bezug: § 77 Abs. 13 der Gesetzesnovelle. Ab 1. April gilt nach neuem Gesetz nur noch die Rückwirkung auf 1 Jahr.

„Eine schäbige Verzögerungstaktik der Bundessozialministerin! Sie hätte ohne Not das Gesetz auch bereits Anfang März veröffentlichen können – wenn sie nur gewollt hätte. Aber wieder einmal bewahrheitet sich, dass es Ministerin von der Leyen nicht zuerst um die Rechte der Betroffenen geht, sondern nur um Geld – und zwar darum, durch extrem kurze Fristen möglichst viel Geld bei den Ärmsten einzusparen. Bleibt nur zu hoffen,“ so Brigitte Vallenthin, Hartz4-Plattform, „dass auch in den kaum mehr
drei Tagen noch möglichst viele von Ihnen, den formlosen Antrag bei den Hartz IV- und SGB XII-Verwaltungen stellen, um alle vorenthaltene Leistungen doch noch zu bekommen.“

Wiesbaden, 29. März 2011

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Die neuesten Luftaufnahmen vom Fukushima Atomkraftwerk vom vergangenen Sonntag zeigen sehr bedenkliche Schäden. So ist die Decke über Reaktor 1 un 3 eingestürzt und somit auch der Kran drauf gefallen, mit dem die Brennstäbe herausgezogen und ins Kühlbecken verlagert werden können. Ausserdem sieht man wie radioaktiver Dampf aus allen Öffnungen in die Umwelt entweicht.

Professor Naoto Sekimura der Tokyo Universität wurde gefragt, was dieser Zusammensturz der Dächer und der Decken bedeutet, die durch die Wasserstoffexplosionen verursacht wurden. Er sagte, der Kran könnte die Schutzhülle der Reaktoren beschädigt und die Brennstäbe freigelegt haben, was eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen in die Umwelt bedeutet.

Bei den Brennstäben handelt es sich um MOX oder Mischoxid-Brennelementen, die aus Urandioxid und Plutoniumdioxid bestehen. Das heisst, es könnte Plutonium freigesetzt worden sein.

In den Aufnahmen sieht man auch den Zustand von Reaktor Nr. 4 mit dem gelben Reaktorgehäuse. Der Deckel des Gehäuses steht offen, da dieser Reaktor zum Zeitpunkt des Erdbebens gewartet wurde.

Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco wurde an mehreren Stellen ausserhalb des Meilers Plutonium entdeckt. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan sprach mit Blick auf das Reaktorunglück und die Schäden durch das Erdbeben und den Tsunami im Osten des Landes von der “schwersten Krise Japans” seit dem Zweiten Weltkrieg.

Im Nordosten der USA sind im Regenwasser Spuren von Radioaktivität entdeckt worden. Nach solchen Funden in den US-Bundesstaaten Massachusetts und Pennsylvania wurden nach Behördenangaben am Montag auch in Ohio erhöhte Strahlungswerte in Regenwasser nachgewiesen. Forscher der Case Western Reserve University in Cleveland erklärten, sie hätten eine kleine Menge Jod 131 aus Japan im Regenwasser auf dem Dach eines Campus-Gebäudes gefunden.

Bereits seit 18 Tagen strömen radioaktive Substanzen in die Umwelt und werden in der ganzen nördlichen Hemisphäre verteilt. Ausserdem ist das Meer rund um das Atomkraftwerk radioaktiv verseucht, denn das Meerwasser, welches zur Kühlung verwendet wird, fliesst zurück ins Meer. Damit ist das Hauptnahrungsmittel der Japaner, Fische, Krebse, Muscheln und auch die Algen, an der Ostküste ungeniessbar.

Diese Katastrophe hat ungeahnte Konsequenzen, nicht nur für die Japaner, sondern auch für uns.

TV-Sender ziehen Simpson-Folgen zurück

Wie alle Fans der Serie wissen, arbeitet das Familienoberhaupt Homer Jay Simpson im Atomkraftwerk von Springfield als Sicherheitsinspektor im Sektor 7G, obwohl er nahezu keinerlei Qualifikation für diesen Beruf besitzt.

Die Fernsehsender der Schweiz, Österreich und Deutschland sichten deshalb die Simpson-Folgen nach “unpassenden” Szenen über Atomunfälle und senden diese nicht mehr, wie 20min.ch berichtet. Der ORF hat bereits die Folge 66 “Marge Gets a Job” und Folge 364 “On a Clear Day I Can’t See My Sister” gestrichen. Wie “rücksichtsvoll” von ihnen unsere “Gefühle” nicht zu verletzen.

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Der persönliche Notfallplan

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BERLIN. Linksextremisten haben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine Patrone vom Kaliber 8 mm zugesandt. Die Bundesanwaltschaft bestätigte der taz am Montag den Eingang der Munition. Im Internet bekannten sich die „Revolutionären Aktionszellen (RAZ)“ zu der Tat. Die nächste Zustellung erfolge „per Express“.

Der Innenminister stehe als „herausragende Persönlichkeit“ für die „staatliche Repression“, begründeten die RAZ in einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben ihre Drohung. So habe der Staat nicht nur den Schwarzafrikaner Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt, sondern auch linke Buchläden, Organisationen und Personen eingeschüchtert.

„Beitrag zur organisierten Gegenwehr der revolutionären Linken“

Die Patronen seien ein „Beitrag zur organisierten Gegenwehr der revolutionären Linken“. Nur so könne man die Protagonisten des staatlichen Aufmarsches behindern. Neben dem Innenminister sollen laut dem Bekennerschreiben auch der stellvertretende Bundesanwalt Rainer Grießbaum und die beiden Extremismusforscher Uwe Backes und Ekkehart Jesse Patronen erhalten haben. Während Backes der taz bestätigte eine Kugel erhalten zu haben, teilte Jesse auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT mit, er habe keinen Drohbrief bekommen.

Die RAZ hatten sich in der Vergangenheit zu mehreren Gewalttaten bekannt, so zum Beispiel zu einem Brandanschlag auf das Haus der Wirtschaft in Berlin. Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Der Vorfall erinnert an eine Drohaktion im Juni 2001, bei der die „militante Gruppe“ dem damaligen Regierungsbeauftragten für die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern, Otto Graf Lambsdorff, ebenfalls eine Patrone gesandt hatten. (ho)

 

HANNOVER. Mit einer Festveranstaltung haben der Volkswagenkonzern und das Land Niedersachsen den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und Deutschland gefeiert. „Die türkischen Migranten der ersten Stunde haben unser Land mit aufgebaut und unseren Wohlstand mit begründet“, sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Montag in Hannover.

Weiter lobte er, die Kinder und Enkel der ersten Zuwanderer seien „heute vielfach gut integriert“ und leisteten einen wichtigen Beitrag für Deutschland. „Danke, daß sie gekommen sind, sich mit ihrem Fleiß und ihrer Kraft für unser Land eingesetzt haben, und danke, daß sie geblieben sind.“

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) forderte Deutsche und Einwanderer auf, gemeinsam an einer guten Zukunft für Niedersachsen und Deutschland zu arbeiten. Aufgrund des am 30. Oktober 1961 geschlossenen Anwerbeabkommens stieg die Zahl der Türken in Deutschland bis 1973 auf rund 900.000. (ms)

HAMBURG. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Äußerungen des neuen Hamburger Innensenators Michael Neumann (SPD) zum linksextremen Szenetreff „Rote Flora“ zurückgewiesen. Die im Stadtteil Sternschanze gelegene „Rote Flora“ sei ein Zentrum, von dem aus zur Gewalt aufgerufen werden, sagte der Hamburger Landesvorsitzende der GdP, Uwe Koßel, der JUNGEN FREIHEIT.

Neumann hatte in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt gesagt: „Die Flora hat Hamburg auch bunter gemacht. Die Schanze ist nicht langweilig und spießig, sondern bunt und lebhaft.“

Dem widersprach Koßel: „Wenn Herr Neumann mit bunt die Farbschmierereien oder das Abbrennen von Feuerwerkskörpern meint, mag er ja Recht haben. Ich glaube aber nicht, daß dadurch das Leben im Schanzenviertel bunter geworden ist.“

Verfassungsschutz beobachtet linksextremen Szenetreff

Offenbar wolle sich der Innensenator zu Beginn seiner Amtszeit besonders diplomatisch geben, vermutete der Hamburger GdP-Chef. Spätestens zur Walpurgisnacht und zum 1. Mai werde der SPD-Politiker aber von der Realität eingeholt werden. „Es wäre ein Wunder, wenn es nicht wieder zu Ausschreitungen kommt. Und die Keimzelle derjenigen, die zu diesen Straftaten aufrufen, sitzt nun mal in der ‘Roten Flora’.“

Die seit 1989 bestehende „Rote Flora“ ist laut dem Hamburger Verfassungsschutz „der bedeutendste politische Treff- und Veranstaltungsort für die autonome Szene Hamburgs“. 2009 war sie zum wiederholten Mal „Ausgangspunkt von Demonstrationen sowie Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen“, so zum Beispiel am Vorabend des 1. Mai. Auch nach den sogenannten „Schanzenfesten“ im Juli und September des Jahres kam es nach Angaben der Verfassungsschützer zu „Ausschreitungen im Umfeld der Roten Flora“.

Im vergangenen Jahr gab es nach dem Schanzenfest ebenfalls heftige Krawalle. Zu der Randale, bei der 15 Polizisten verletzt wurden, war es nach einer Demonstration gegen „Polizeigewalt“ gekommen. Deren Anmelder stammten aus dem Umfeld der „Rote Flora“. (krk)

BERLIN. Im ersten Prozeß um die linksextremen Ausschreitungen während der Räumung der Liebigstraße 14 in Berlin hat das Amtsgericht Moabit den Angeklagten Graham B. zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 36 Jahre alten Briten versuchte gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

Der aus Blackpool stammende Arbeitslose soll aus weniger als vier Meter Entfernung einen Pflasterstein auf einen Polizisten geworfen haben, der gerade dabei war einen vermummten Gewalttäter festzunehmen. Der Beamte wurde am Rücken getroffen und blieb unverletzt. Danach habe sich der Beschuldigte fluchtartig vom Tatort entfernt, sei jedoch von Polizisten überwältigt worden. Während der Festnahme hatte der Beschuldigte versucht, sich zu befreien.

Für diesen Widerstand verurteilte ihn das Gericht zu einer Geldstrafe von 600 Euro – dem Mindestsatz für mittellose Angeklagte. Den Steinwurf, so die Richterin, habe man ihm jedoch nicht zweifelsfrei nachweisen können. So sprach eine Zugführerin von einem Täter mit einer hellblauen Jacke, während einige andere Polizisten aussagten, der Täter habe eine dunkle oder schwarze Jacke getragen.

Staatsanwalt forderte Haftstrafe

Eine Verurteilung sei deshalb nicht in Frage gekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten ohne Bewährung gefordert. Das Strafgesetzbuch sieht für versuchte gefährliche Körperverletzung ein Strafmaß von bis zu zehn Jahren vor.

Der Brite, den die Polizisten als „ungepflegt“ charakterisierten, hatte während des Verfahrens die Aussage verweigert, ließ jedoch am letzten Verhandlungstag mitteilen es habe viele „Linke“ gegeben die ähnlich ausgesehen hätten, wie er. Alle Polizisten hatten während des Prozeßes ausgesagt, den Beschuldigten, er trägt einen langen Bart und eine Rasterfrisur, wiedererkannt zu haben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung wollten noch keine Angaben machen, ob sie eine Berufungsverhandlung anstreben. (ho)

LAIBACH. Die slowenische Zentralbank hat eine Zwei-Euro-Gedenkmünze zum 100. Geburtstag des kommunistischen Partisanengenerals Franc Rozman herausgegeben. Neben dem Relief des ehemaligen Nationalhelden im kommunistischen Jugoslawien ist auch ein fünfzackiger Tito-Stern darauf abgebildet.

Während der konservative Oppositionsführer Janez Jansa von einer Provokation sprach, kritisierte die Jugendorganisation der außerparlamentarischen Partei „Neues Slowenien“ die Zentralbank. Rozman sei ein Kriegsverbrecher, der eine „breite Blutspur“ hinterlassen habe, sagte die Parteijugend laut der FAZ.

Zahlreiche slowenische Schulen tragen bis heute seinen Namen

Der Bäckerlehrling Rozman hatte sich früh der kommunistischen Partei angeschlossen und bereits im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Internationalen Brigaden gekämpft. Im Zweiten Weltkrieg kommandierte er slowenische Partisanen-Einheiten im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht.

Rozman starb im November 1944 nach einer schweren Verletzung, die er sich beim Test eines britischen Mörsers zugezogen hatte. Zahlreiche Schulen Sloweniens tragen bis heute den Namen des Kommunisten. (cs)

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