Rabiat – Ohne Kompromisse

On March 25, 2011, in Liedtexte und Gedichte, by admin

Rabiat Ohne Kompromisse Ohne Kompromisse
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Am 23. Februar veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters ein Foto mit dem Titel: “Fotos der bei den Protesten getöteten Libyern, zu sehen in Bengasi“. Es soll eine Bildergalerie von Personen zeigen, die durch Sicherheitskräften von Gaddafi getötete wurden und die Hinterbliebenen stehen davor und betrachten sie. Dieses Foto wird von zahllosen Medien rund um die Welt gezeigt, wie zum Beispiel auch bei N-TV:

Fällt euch beim Betrachten dieses Foto im Artikel von N-TV etwas auf?

Hier die Bildergalerie auf der Reuters-Seite, wo dieses Foto auch gezeigt wird. Der Text zu diesem Foto lautet: “Ein Protestierer schaut auf die Bilder der Protestierer die während der letzten Tage während des Aufstandes gegen den libyschen Führer Muammar Gaddafi in Bengasi getötete wurden, 23. Februar 2011.

So jetzt guckt mal in der Mitte oben, da steht ein Datum ganz gross “1996/6/29” über den Bildern, also der 29. Juni 1996 und die Zahl 1’200. Ganz klar, dieses Foto zeigt keine Demonstranten die in Bengasi getötet wurden.

Was hat dieses Datum zu bedeuten und was ist am 29. Juni 1996 passiert? An diesem Tag fand eine Niederschlagung eines Aufstandes im Abu-Salim-Gefängnis in der Nähe von Tripolis statt. Dabei kam es zu einem Massaker an den 1’200 Insassen und bei den gezeigten Portraits handelt es sich um die Opfer von damals aus Bengasi.

Das heisst, Reuters und alle ihre angeschlossenen Medien zeigen ein Foto mit Portraits von Personen die 1996 getötet wurden und nicht jetzt im Februar 2011.

Damit will ich die Verbrechen von Gaddafi keineswegs verharmlosen. Nur, eine Nachrichtenagentur muss schon korrekt berichten und nicht Behauptungen aufstellen die nicht stimmen. Denn so wird ein falsches und tendenziöses Bild über alle Medien verbreitet, die dieses Foto und den Begleittext ungeprüft übernehmen.

Übrigens, diese falsche Darstellung steht überall heute noch so und wurde nicht korrigiert. Was mich wundert, warum das bei den Medien niemand auffällt. Die betreiben wirklich Copy & Paste Journalismus.

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Schon seit den Ereignissen vom 11. September 2001 wird das Kartenspiel „Illuminati – New World Order“ als eine erstaunliche Prophezeiung betrachtet. 1995 kam dieses Spiel heraus und es beinhaltete Karten, welche Ereignisse zeigt, die dann tatsächlich passiert sind. Ist mit dem Erdbeben in Japan wieder eine Vorhersage eingetroffen?

1990 dachte sich der Spielerfinder Steve Jackson ein neues Gesellschaftsspiel aus, das er dann schlussendlich “Illuminati — New World Order” oder “INWO” nannte und 1995 veröffentlichte. Jackson erfand ein Spiel, welches fast haargenau die Ereignisse auf den Spielkarten abbildet, die dann tatsächlich später auch eingetreten sind.

Zwei davon haben 9/11 vorhergesagt. Wie konnte er das schon 11 Jahre vorher wissen? Was noch erstaunlicher ist, als das Spiel bekannt wurde, bekam er einen Besuch vom Geheimdienst und sie versuchten die Veröffentlichung zu verhindern.

Twin Tower und Pentagon:

Es gibt weitere Karten die Ereignisse des NWO-Plans abbilden, die mittlerweile stattgefunden haben, wie die Fälschung der Geschichte, die Pandemie, die Bevölkerungsreduktion und “Krieg ist Frieden”, mit dem Endziel das totale Chaos.

Aber erstaunlich ist die Karte 7. Diese zeigt mit der Überschrift “Kombinierte Katastrophen” einen Turm und eine Uhrzeit darauf. Was in Japan geschehen ist und noch geschieht, ist tatsächlich eine Kombination von drei Katastrophen: Erdbeben, Tsunami und Atomunfall.

Am Freitag den 11. März (3/11 ist auch symbolisch) fand das Tōhoku-Erdbeben um 14:46 Uhr Ortszeit statt. Jetzt guckt euch die Uhrzeit auf dem Turm an, fast genau diese Zeit:

Jetzt wird es aber noch unheimlicher. Der abgebildete Turm entspricht genau dem Turm auf dem bekanntesten Kaufhaus in Tokyo, das Ginza Wako Gebäude:

Alles nur Zufall?

Wie konnte Steve Jackson den Illuminati-Plan so genau vorhersagen? Tatsächlich kannte er ihn so exakt, dass er einen überraschenden Besuch vom Secret Service erhielt, die dann versuchten ihn mundtot zu machen und die Veröffentlichung des Spiels zu verhindern. Er beschreibt den Überfall in seinen Worten wie folgt:

Am Morgen des 1. März 1990 kam ohne Warnung eine bewaffnete Truppe von Secret Service Agenten, zusammen mit Polizeibeamten von Austin und mindestens einen ‘Experten’ in Zivil von der Telefonfirma, besetzten das Büro der Firma Steve Jackson Games und begannen eine Durchsuchung. In das Haus vom Autor von GUPRS Cyberpunk wurde auch eingedrungen. Es wurde eine grosse Menge an Geräten beschlagnahmt, einschliesslich vier Computer, zwei Laser-Drucker, einige Harddisks und sonstige Hardware. Auf einem der Computer lief das Illuminati Bulletin Board System.

Die Firma Steve Jackson Games führte einen Prozess gegen die Regierung, der dann am Schluss gewonnen wurde, aber ihnen fast das Genick brach. Sie wurden wegen “Betrug” angeklagt, weil die Firma angeblich Hacker-Aktivitäten förderte und ein Hacker-Newsletter herausgab. Der Richter verwarf den Fall und die Firma bekam $50’000 Schadenersatz plus $250’000 an Rückerstattung für Anwaltskosten.

Die Hauptaufgabe des Secret Service ist den Präsidenten zu schützen. Wer war deren Chef 1990? Es war Präsident George H. Bush, der Ober-Illuminati, Teufelsanbeter, Skull & Bones Mitglied und Kinderschänder. Offensichtlich war er sehr besorgt über die Veröffentlichung des Spiels “Illuminati — New World Order”, denn es zeigt deren Plan, der dann 11 Jahre später in die Realität umgesetzt wurde.

Aber entscheidet selber, ob jetzt mit Japan die 7. Illuminati-Karte ausgespielt wurde.

Am vergangenen Montag den 21. März fand eine Gala zu Ehren von George H. Bush in Washington DC statt, als Vorsitzender des “Points Of Light Institutes“. Aha, der Name sagt alles, “Licht = Illuminati”. Hier ein Foto von der Gala mit allen Verbrechern zusammen. Links Bill Clinton, dann George H. Bush und rechts sein Sohn George W. Bush:

Hier sieht man “Vater-Bush” im Krankenbett, mit einer Pyramide, dem Illuminati-Symbol, als “Heilquelle” auf dem Schoss:

Ist alles nur Zufall natürlich.

Und wenn wir schon bei Zufällen und Vorhersagen sind … der bekannte Film MATRIX wurde im Jahre 1999 gedreht. Ab ca. der 17. Minute im Film sieht man in der Verhörszene mit Mr. Smith ganz kurz den Pass von Thomas Anderson, alias Neo, gespielt von Keanu Reeves, in den Unterlagen auf dem Tisch, und dort ist als Ablaufdatum der 11. September 2001 eingetragen.

Klick drauf um zu vergrössern …

Der Ablauf von was? Von der alten Weltordnung? Die Requisite hätte jedes Datum in der Zukunft eintragen können. Was sind die Chancen ausgerechnet das von 9/11 zu nehmen? Die Wachowski-Brüder, die auch V für Vendetta produzierten, wussten wohl etwas.

Verwandter Artikel:
Das Stonehenge der Neuen Weltordnung?

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Der schwarze Donnerstag reloaded

On March 25, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Zur Erinnerung, damit jeder weiss um was es am Sonntag bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg geht:

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BERLIN. Die Grünen haben die Bundesregierung in einem Antrag aufgefordert, auf die Abschiebung von 12.000 Zigeunern in den Kosovo zu verzichten. Stattdessen solle Deutschland den Betroffenen eine Aufenthaltserlaubnis aus „humanitären Gründen“ gewähren. Begründet wird der Antrag mit der schlechten sozialen und wirtschaftlichen Situation in dem südosteuropäischen Land.

Gerade Kinder, die mehr als die Hälfte der abzuschiebenden Zigeuner ausmachen, hätten unter den Lebensbedingungen im Kosovo leiden. Die meisten von ihnen könnten dort keine Schule besuchen. Zudem seien mehr als zwei Drittel von ihnen in Deutschland geboren.

Aufgrund der„besonderen historischen und moralischen Verantwortung“ Deutschlands müsse die Bundesregierung auch auf andere EU-Länder einwirken, in denen Zigeuner weiter diskriminiert würden, argumentieren die Grünen. Als Beispiel führt die Bundestagsfraktion die Massenabschiebungen von Zigeunern aus Frankreich an.

„Jahrzehnt der Integration der Roma“

Kritik übten die Grünen auch an der Bundesrepublik. So wären „Sinti und Roma in den verschiedensten Lebensbereichen von faktischer Ausgrenzung und Stigmatisierung betroffen“. Besonders Zigeuner-Kinder litten in Deutschland unter schlechten Integrationschancen.

Mit dem 2005 ausgerufenen „Jahrzehnt der Integration der Roma“ biete sich die Chance, „die vollständige Gleichstellung der Sinti und Roma in allen Bereichen des wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Lebens“ durchzusetzen.

Einen ähnlichen Antrag hatten SPD, Grüne und Linkspartei bereits im vergangenen Jahr vorgelegt. Die Koalitionsparteien waren der Aufforderung nicht gefolgt und hatten den Oppositionsvorstoß abgelehnt. Die Rot-Grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat bereits im vergangenen Jahr alle Abschiebungen in den Kosovo gestoppt. (ho)

BERLIN. Der Nahost-Experte Peter Scholl-Latour hat die Stimmenthaltung Deutschlands bei der Libyen-Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen scharf kritisiert. „Die deutsche Haltung ist ein Ausdruck von Feigheit. Wir leben nicht immer in einer friedlichen Welt, und wenn man die Libyer schon ermutigt, muß man ihnen im Ernstfall auch zur Seite stehen“, sagte Scholl-Latour im Interview mit der JUNGE FREIHEIT.

Deutschland habe mit seiner Entscheidung nicht nur die Franzosen, sondern auch die Amerikaner verärgert, die allmählich an der Bündnisfähigkeit der Bundesrepublik zweifelten.

„Deutsche Diplomatie hat sich bis auf die Knochen blamiert“

Zudem habe sich die deutsche Diplomatie in der Angelegenheit „bis auf die Knochen blamiert“. So habe man fälschlicherweise darauf spekuliert, daß den Amerikanern die zur Bedingung erhobene arabische Zustimmung ohnehin nicht gewährt werde. Nur sei dabei vergessen worden, daß Gaddafi in der arabischen Welt nie großes Ansehen genossen habe, sondern eher als ein „größenwahnsinniger Clown“ betrachtet wurde. „Nun herrscht bei uns großes Erstaunen darüber, daß die arabischen Staaten gegen ihn Partei ergriffen haben“, kritisierte Scholl- Latour.

Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Peter Scholl-Latour ist in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (13/11) erschienen.

Metzger warnt CDU vor Wechselstimmung

On March 25, 2011, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Der ehemalige Grünen- und jetzigen CDU-Politiker Oswald Metzger hat seine Partei wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg vor einer weitverbreiteten „Wechselstimmung“ gewarnt. „Das ist die eigentliche Gefahr für Schwarz-Gelb und die Grundlage dafür, daß ein Thema wie die Atomkraft jetzt überhaupt so durchschlagen kann“, sagt er im Interview mit der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT. 

Diese Wechselstimmung sei Folge einer grundsätzlichen Entwicklung in der Politik: die Auflösung der Lager und der Stammklientel der Parteien, die Ablösung von den Volksparteien, die wachsende Entfremdung zwischen Bürger und Politik. Das alles habe zum Anwachsen des Phänomens der Stimmungswahl geführt, so Metzger. Er sei daher skeptisch, ob die CDU die Wahl noch gewinnen könne: „Ich spüre, daß die Politik noch nie so weit vom Volk entfernt gewesen ist.“ 

„Die da oben, wir da unten“

Bei den Bürgern habe sich die Haltung: „Die da oben, wir da unten“ durchgesetzt. Dies habe das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ mit seiner Katalysatorwirkung eindrucksvoll gezeigt. Man dürfe die anstehende Landtagswahl jedoch nicht mit einer Volksabstimmung über die Atomkraft verwechseln, warnte der CDU-Politiker, zumal die zunehmende Wahlabstinenz vieler Bürger den Begriff Volksabstimmung in diesem Zusammenhang eher fragwürdig erscheinen lasse.

Bereits am Mittwoch hatte der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt der CDU für die Landtagswahl in Baden-Württemberg eine schwere Niederlage vorausgesagt. (JF)

> Das gesamte Interview mit Oswald Metzger ist in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT (Nr. 13/11) erschienen.

Regierung ohne Führung

On March 25, 2011, in Junge Freiheit, by admin

Panik regiert in Berlin. Die Hauptstadt gleicht einem Hühnerhaufen, in den der Fuchs gefahren ist. Im Zentrum eine tief verunsicherte Führung, an der Spitze der kopflosen Bundesregierung eine für ihren Pragmatismus und ihre Unaufgeregtheit sonst gerühmte Kanzlerin, die zuletzt nur noch fahrig und nervös reagiert. Wie ein gehetzter Hase schlägt Merkel willkürliche Haken, um Druck auszuweichen.  

Im Vorfeld mehrerer Landtagswahlen verhagelten die Naturkatastrophe in Japan und die Eskalation des Libyen-Konfliktes den schwarz-gelben Parteistrategen die Dramaturgie des Wahlkampfes. Merkel, die seit der historischen Niederlage ihrer Partei und dem empfindlichen Machtverlust im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2010 unter wachsendem Erfolgsdruck steht, hatte im Herbst Nervenstärke bewiesen, als sie sich im Falle des heftig umstrittenen Bauprojektes „Stuttgart 21“ nicht von Medien und Demonstrationen beeindrucken ließ,  sogar die Landtagswahl zur Volksabstimmung über dieses Vorhaben erklärte. Die Umfragen sahen daraufhin die im Südwesten gebeutelte Union wieder im Aufwind. 

Die Kanzlerin hofft nun offensichtlich, mit ihrem juristisch fragwürdigen, hektischen Sofortstopp der Laufzeitverlängerung für ältere Kernkraftwerke bei verunsicherten Wählern zu punkten und einer drohenden Anti-Atomkraft-Kampagne der Opposition die Spitze zu nehmen. Wird diese taktische Anpassung aber auch vom Wähler belohnt? 

Dem hysterischen Medien-Tsunami widerstehen

Auf einer Fachtagung zum Thema Medien und Politik erläuterte am vergangenen Wochenende ein bekannter Kommunikationswissenschaftler den Verlauf von politischen Kampagnen. Häufig reagierten Akteure unter massivem Druck einer Gegenkampagne irrational und hofften, durch kurzsichtige „Befreiungsschläge“ wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Die Handlung der Bundesregierung mit dem übereilten Ausstieg sei eine solche Kurzschlußreaktion.

Was wäre richtig? Der Wissenschaftler stellte fest, das Entscheidende für das politische Überleben sei, daß man seine Glaubwürdigkeit bewahre. Wenn jemand unglaubwürdig werde, verziehen ihm dies die Wähler nicht. Merkel hätte so nur eine Chance gehabt: Führung zeigen, indem sie dem hysterischen Medien-Tsunami nach Fukushima widersteht und die Energiepolitik und Reaktorsicherheit offensiv verteidigt. 

Merkel, Mappus & Co. stehen jetzt aber als windelweiche Opportunisten da, die bereit sind, um den Preis des Machterhalts Grundsätze jederzeit über Bord zu werfen. Große Teile der Anhängerschaft halten den Zickzackkurs für nicht glaubwürdig und wenden sich ab. Belohnt für den Notstopp in Sachen Kernenergie werden hingegen Parteien, die schon zuvor für einen schnellen Ausstieg eingetreten sind und deren Glaubwürdigkeit jetzt gestärkt ist.

JF 13/11

LETSCHIN. Um eine alte Gedenktafel aus Küstrin ist zwischen einem deutschen Wirt und Polen ein bizarrer Streit entbrannt. Die Gedenktafel war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs an einem Küstriner Wohnhaus befestigt und erinnerte an den dortigen Aufenthalt des preußischen Kronprinzen und späteren Königs Friedrich II. in den Jahren von 1730 bis 1732.

1945 wurde das Wohnhaus völlig zerstört. Erst 1993 wurde die Tafel von einem Sammler aus dem Schutt geborgen und nach Deutschland gebracht.

Gedenktafel ist „preußisches Eigentum“

Der Wirt Wolfgang Bartsch restaurierte die Gedenktafel und stellte sie vor sechs Jahren in seinem Gasthaus „Zum alten Fritz“ im Oderbruch aus. Nun behauptet der Direktor eines im Aufbau befindlichen Museums in Küstrin, Richard Skalba: „Die Tafel gehört Polen.“ Sie sei illegal aus dem polnischen Staatsgebiet nach Deutschland gebracht worden.

Als Kompromiß schlägt Skalba vor, die Tafel zwar im deutschen Gasthaus hängen zu lassen, der Wirt aber anerkenne, daß sie polnischer Besitz sei. Wolfgang Bartsch jedoch lehnt das „Gestattungsangebot“ ab. „Das Fragment ist kein Privat-, sondern preußisches Eigentum“, sagte er gegenüber dem Berliner Kurier. Der Museumsdirektor geht nun davon aus, daß Polen in der Frage einen schärferen Ton anschlagen wird. (FA)

„Es ist eine Art von Fluch“

On March 25, 2011, in Junge Freiheit, by admin

Herr Raspail, Schiffe völlig überfüllt mit Einwanderern, Flüchtlinge, die wie im letzten Herbst im spanischen Ceuta und Melilla die Grenze Europas in einem Massenansturm einfach überrennen. Sie beschreiben all das in Ihrem jüngst wieder aufgelegten Roman Das Heerlager der Heiligen. Ein visionäres Buch, denn es stammt aus dem Jahr 1973!

Raspail: In Frankreich ist „Heerlager der Heiligen“ schon 1972 erschienen, in Deutschland wurde es 1973, 1978 und 1985 aufgelegt. Beim Erscheinen des Buches war ich noch kaum bekannt, das Buch hat sich in Frankreich dann aber seinen Weg gebahnt.

Es hat eine Auflage von zwei Millionen Exemplaren erreicht!

Raspail: Nicht zuletzt dank Menschen, die das Buch spontan verteidigt, die mehrere Exemplare gekauft und den Roman verschenkt haben, und so ist dieses Buch langsam aus den Wolken des Verschweigens entkommen. Eindruck hat das Buch übrigens auch in den Vereinigten Staaten gemacht, wo es sehr gut angenommen wurde. Dort hat es zu seiner Zeit wichtige Debatten in den großen amerikanischen Medien entfacht.

Sie haben den Roman als Warn- und Weckruf an die Europäer verfaßt, nicht zuzulassen, daß der Alte Kontinent in der Katastrophe einer neuen Völkerwanderung untergeht.

Raspail: Obwohl sich in meiner Heimat das Buch gut verkaufte, hat die Political Correctness die Debatte in Frankreich weitgehend erstickt. Wenn ich sage, daß dort wie in den USA dennoch „jedermann“ dieses Buch gelesen hat, so meine ich damit die Intellektuellen und die meisten Politiker. So ist das Buch zu einer Art Klassiker geworden, eine Art von Referenzbuch. Und das trotz der Tatsache, daß ich lange Jahre für das Buch sozusagen bestraft worden bin. Meine literarische Laubahn wurde in ihren Anfängen dadurch erheblich beeinträchtigt. Jetzt ist das vorbei. Jetzt ist das Buch in ein anderes Stadium seines Werdeganges getreten, heute gehört es in Frankreich auch an den Universitäten zur Alltagslektüre.

„Ich will nichts übertreiben“

Im Klartext heißt das, daß die Wirklichkeit das Buch eingeholt hat.

Raspail: Genau. Seit etwa drei Jahren ist die Einwanderung nach Europa auf dem Seewege erheblich angestiegen. Betroffen dabei ist in erster Linie die Route von Marokko nach Spanien.

Derzeit vor allem über die spanischen Kanaren, aber auch das italienische Lampedusa dient den Einwanderern als Sprungbrett nach Europa.

Raspail: Richtig. Vor etwa drei Jahren kam es zu jenem denkwürdigen Kentern eines großen Frachtschiffes mit zwei- oder dreitausend Flüchtlingen an Bord vor der südfranzösischen Küste. Darüber wurde in Frankreich hektisch diskutiert. Und da es nicht ein kleines Boot, sondern ein großer Frachter mit vielen Menschen an Bord war, der auf die Klippen gelaufen war, hat man sich plötzlich an „Heerlager der Heiligen“ erinnert, wo ich diesen Vorgang schildere. Und das Merkwürdigste daran war, daß dieses Schiff absichtlich auf die Klippen gesetzt worden ist, genau an dem Punkt, in dem im Buch Ähnliches geschieht.

Ein überraschender Zufall.

Raspail: Das hat mir zu denken gegeben, zumal ich das Buch im Haus einer Tante geschrieben habe, im Süden, genau oberhalb des Meeres und am selben besagten Punkt. Ohne besondere Worte zu verlieren, scheint es Ergebnis einer besonderen Inspiration gewesen zu sein. Und da ist noch etwas: Ich war eines Tages am Ufer, an den Klippen bei St. Rafael, just an dem Punkt von dem ich gesprochen habe, und fragte mich, was würde geschehen, wenn sie jetzt ankämen … Das war das Anfang des Buches. Und von da an habe ich quasi nicht mehr aufgehört zu schreiben, bis ich das Buch beendet hatte. So etwas ist mir später nie wieder geschehen. Ich will nicht sagen, daß mir jemand die Feder geführt hätte, ich will nichts übertreiben, aber das spontane Entstehen des Buches, das soviel enthält, das nachträglich tatsächlich eingetreten ist, läßt mich wundern.

Ein absurder Prozeß

Die Warnungen und Mahnungen, die Ihr Buch enthält, sind nicht beachtet worden. Was sind die größten Fehler, die von den Europäern seitdem begangen wurden?

Raspail: In Frankreich – die Lage in Deutschland kenne ich nicht – ist die Debatte um die Gefahr der Masseneinwanderung inzwischen möglich geworden und auf die Tagesordnung gekommen. Sie wird toleriert. Aber vor einigen Jahren war dies noch unmöglich. Man kann jetzt in Frankreich darüber sprechen, trotz der Tatsache, daß inzwischen jenes bekannte Gesetz gegen die Redefreiheit, das eben solche Äußerungen beschränken soll, verabschiedet wurde. Man kann in Frankreich heute die Dinge beim Namen nennen. Trotzdem, und das ist die große Überraschung: Ich kann nicht verstehen, wieso die europäischen Politiker meine Parabel immer noch nicht verstehen; wieso sie, obwohl sie sehr wohl darüber informiert und im Bilde sind, nicht verstehen, daß ungefähr um das Jahr 2050 das demographische Umkippen Europas endgültig eintreten wird.

Dann wird aller Voraussicht nach mehr als die Hälfte der jungen Europäer – also der Menschen unter fünfzig Jahre – ursprünglich aus der Dritten Welt stammen. Sie werden fremden Ursprungs sein, afrikanischen und moslemischen Ursprungs. Das ist eine voraussehbare absolute Tatsache, die jedermann kennt. Die eigentliche europäische Mehrheit – man könnte sagen: die weiße Mehrheit – im Alter von unter fünfzig Jahren wird dagegen immer stärker schwinden. Man erzielt Fortschritte, man versucht das und jenes, man will die Geburtenraten erhöhen, aber es ist völlig absurd: Wir werden in etwa vierzig Jahren in einer Situation sein, in der unser Europa, die Mutter Europa, Menschen anheimfallen wird, die ganz anders sind. Das erscheint mir als ein absurder Prozeß. Ich begreife nicht, wie wir ihn zulassen konnten und können. Es ist eine Art von Fluch.

Man drängt in der europäischen Öffentlichkeit stark in Richtung einer „Multikulturalität“, einer „multikulturellen“ Integration, und man will nicht zur Kenntnis nehmen, daß es in Wirklichkeit um eine Parallelität von Kulturen geht, die in so mancher Hinsicht gegenseitig feindlich ausgerichtet sind. Wenn von Multikulti die Rede ist, fragt man sich zum Beispiel, was etwa die Türkei in den vierhundert Jahren, in denen sie eine der großen Mächte in Europa war, zur europäischen Kultur beigetragen hat? Antwort: Es gibt keinen einzigen nennenswerten Beitrag.

Raspail: Das ist richtig. Und die türkische Zivilisation ist völlig verschieden von der unseren. Wie entwickelt sie auch sein mag, sie ist nicht die unsere. Wir leben zwar in einer Zeit der Information und des gegenseitigen Austausches auf verschiedenen Ebenen, und man kann sich nicht abschotten, aber der Sockel jeder Kultur, auch unserer Kultur, muß absolut solide bleiben, ansonsten wird sie zerstört. Deshalb glaube ich, daß es ein großer Fehler war, den christlichen Ursprung Europas zu verdecken. Es war ein großer Fehler, das Bekenntnis zum Christentum nicht in die Vorlage einer europäischen Verfassung hineinzuschreiben.

Die Unterschiede gehen allerdings sogar noch über das Religiöse hinaus – wir Europäer sind Cartesianer, das heißt Rationalisten. Was zur Zeit in der Dritten Welt stattfindet, steht dagegen unter dem Zeichen des Anti-Cartesianismus.

Raspail: Eben, und da redet man etwa immer davon, wie schön es in Spanien war unter der arabischen Herrschaft, wie außerordentlich harmonisch mulitkulturell es da zugegangen sei. Wenn es so schön gewesen ist unter den Kalifen, warum haben sich dann die Spanier soviel Mühe gegeben, sie rauszuwerfen?

„Es ist möglich, daß es zu einer Art von Reconquista kommt“

Sehen Sie eine Chance, daß der europäische Widerstand im Zeichen eines europäischen Patriotismus angesichts der heutigen Bedrohung zum gleichen Ergebnis gelangt wie vor Jahrhunderten die Spanier?

Raspail: Genau das war das Thema eines Beitrages, den ich in Le Figaro veröffentlich habe. Ich glaube, daß die erste Runde dieser Partie bereits verloren ist: Ab etwa 2050 werden wir eine Minderheit sein. Vielleicht noch ein dominante, aber schon eine Minderheit. Danach werden sich die Dinge erst richtig verschlechtern. Nicht zuletzt wegen unserer Geburtenrate. Danach aber ist es möglich, daß es zu einer Art von Reconquista kommt. Nicht unbedingt in der Art der spanischen Reconquista – ich weiß nicht, in welcher Form. Einstweilen sehe ich den einzigen Weg für uns in dem, was man Kommunitarismus nennt, also der Neuschaffung unseres Gemeinwesens als Gemeinschaft. Man redet viel über Kommunitarismus als Gegensatz zur Integrierung aller. Die Afrikaner, die Türken, die Araber leben bei uns ja schon in einer Art von Kommunitarismus. In der Zukunft muß als Antwort ein französischer Kommunitarismus, ein französisches Gemeinschaftswesen gestaltet werden. Wenn man den Multikulturalismus ablehnt und die Multiethnizität, wird man tatsächlich zu einer Art Reconquista kommen. Ich habe aber keine konkrete Vorstellung, wie diese Reaktion sich gestalten könnte.

Also verstehen Sie sich nicht als ein Prediger in der Wüste?

Raspail: Nein. Es gab eine Zeit, in der ich das dachte, aber jetzt denke ich das Gegenteil, zumal so viele Menschen gelesen haben, was ich geschrieben habe.

Verstehen Sie die Ereignisse, die kürzlich in den Pariser Vororten stattgefunden haben, eigentlich als eine Bestätigung Ihrer Thesen? Ist das der Anfang des Einsturzes unseres europäischen Gebäudes?

Raspail: Die Ereignisse waren eine Veranschaulichung unserer Schwäche. Was ausschlaggebend war, war die Zahl, die Masse. Und: Es ging da nicht um einen bewaffneten Aufstand. Das ist das Bedrohliche. Denn einem christlichen Regime ist es verboten, auf Unbewaffnete zu schießen, und das ist nicht schlecht so. Wenn so ein unbewaffneter Aufstand nun aber in die Millionen geht, wie werden wir dem dann noch Herr? Der Aufstand der Vorstädte war eine Art Signal. Aber ich glaube aber trotzdem nicht, daß die Vororte ihr Gesetz einer französischen Regierung aufzwingen könnten.

„Es gibt ein ganzes Arsenal von Worten, die verboten sind“

Das zweite Buch aus Ihrer Feder, das auf deutsch erschienen ist, ist der geheimnisvolle Roman "Sire". Erneut eine Vision, diesmal aber nicht im Sinne einer Vorausschau, sondern eher einer Offenbarung: Sie sehen das französische Königtum im Geheimen bis heute weiterbestehen. Was ist der Unterschied zwischen einer durchaus verständlichen Nostalgie und einem Traditionalismus, der Berührungspunkte mit der Realität hat? Sie werden wohl zustimmen, daß es kaum eine Chance für eine monarchistische Restauration in Europa gibt.

Raspail: In Frankreich sicherlich. Das hindert mich aber nicht, zutiefst royalistisch zu sein, zumal ich es als ein nahezu religiöses Gefühl empfinde: Der König verkörpert in seiner Person die Nation, und obendrein hatte er einen sakralen Zug.

„Von Gottes Gnaden“.

Raspail: Das ist eigentlich ein Mißverständnis. Er war König nicht von Gottes Gnaden, sondern die Gnade Gottes hat den König unterstützt. In Frankreich ist es mehr als zweihundert Jahre her, daß man den König geköpft hat. Im übrigen Europa versuchen die Königsfamilien sich so zu benehmen wie jede normale Familie – mit denselben Problemen, Schwierigkeiten, Konflikten. Sie sind damit keine Symbole mehr, sie sind wie jedermann. Dabei stellt sich doch die Frage: Warum wird die Königin von England von allen so verehrt? Eben weil sie eigentlich nicht wie jedermann ist!

Nun eine andere Frage, die Schriftsteller und Journalisten betrifft: In Deutschland haben wir eine Art informelle Gesetze zur Sprachregelung, eine Art von Zensur. Man kann die Dinge nicht mehr beim Namen nennen, sondern muß sie auf politisch korrekte Art und Weise umschreiben. Stoßen Sie in Frankreich auf ähnliche Schwierigkeiten?

Raspail: Es gibt ein ganzes Arsenal von entsprechenden Gesetzen, von ganz spezifischen Gesetzen, etwa die Gesetze gegen Rassismus. Dieser „Rassismus“ – dieser sogenannte „Rassismus“ – kann etwa im Vokabular zum Ausdruck kommen, es gibt eine Anzahl von Begriffen, die nicht ausgesprochen werden dürfen. So dürfte ich zum Beispiel nicht aussprechen, daß es zu viele Schwarze in der Französischen Nationalmannschaft gibt – das wäre ein Vergehen. Und ich könnte rechtlich verfolgt werden. Ich bin tatsächlich schon einmal verklagt worden – es gibt in Frankreich zwei sehr mächtige Organisationen, die Ligue internationale contre le racisme et l’antisemitisme (LICRA) und die Mouvement contre le Racisme et pour l’Amitié entre les Peuples (MRAP), die sich mit solchen Vorgängen beschäftigen –, aber ich habe meinen Prozeß gewonnen.

Es gibt ein ganzes Arsenal von Worten, die verboten sind. So durfte man bis vor kurzem, wenn man von der Immigration sprach, nicht den Begriff „Invasion“ verwenden. Mein Buch wurde zum Glück veröffentlicht, bevor diese Gesetze in Kraft getreten sind. Sollte es heute erstmals erscheinen, würde es nie und nimmer veröffentlicht werden. Ich habe diesbezüglich, nur um mich zu amüsieren, einem Anwalt den Auftrag gegeben, dies zu überprüfen, und er hat mir 160 bis 200 Beispiele zitiert, die eine Veröffentlichung heutzutage unmöglich machen würden.

In Ihrem Fall haben die Jünger der „Political Correctness“ den Zug verpaßt.

Raspail: Gott sei Dank. 

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Jean Raspail wurde 1925 in der Nähe von Tours geboren. Er studierte als Forschungsreisender die Naturvölker Amerikas und setzte sich für die Rechte der Indianer ein. Raspail verfaßte rund dreißig Romane und Essays, von denen außer „Heerlager der Heiligen“ nur noch „Sire“ (Nova & Vetera, 2005) auf deutsch erschienen ist. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt 2003 den Großen Literaturpreis der Académie française. 

Das Interview führte Ivan Denes (†). Es erschien in der JUNGEN FREIHEIT Nr. 34/06 (18. August 2006)

> Stärker als eine Haltung. Zum 85. Geburtstag von Jean Raspail

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