Furtwängler conducts Bruckner’s Symphony No. 8 in c minor. Berliner Philharmonic Orchestra. 15 March 1949 (Titania Palast). 4. Finale. Feierlich, nicht schnell (first part of three).

Wir wissen schon seit über zwei Monaten, das Meeting der Bilderberg-Group 2011 wird in der Schweiz stattfinden, wir wussten nur nicht wo. Es gibt gewisse Hinweise, die Bilderberger werden sich vom 9. bis 12. Juni in St. Moritz treffen. Das berichtet jedenfalls Jim Tucker in seiner neuesten Veröffentlichung, der die Bilderberger schon seit Jahrzehnten beobachtet, obwohl er auf eine definitive Bestätigung noch wartet.

Nach meinen Recherchen ist das Fünfsterne Kempinski Grand Hotel des Bains diesmal der Tagungsort. Aber wie gesagt, das ist nicht ganz sicher, denn es hüllt sich alles in Schweigen.

Sollte es so sein, dann werden die aktiven Gruppen der schweizer alternativen Medien diesmal ein Pressezentrum dort errichten, als Treffpunkt und Koordinationsstelle. Das haben wir als Fazit uns ausgedacht, nach der letztjährigen Berichterstattung aus Sitges Spanien, wo WeAreChange Switzerland und ASR vor Ort waren. Ziel ist es noch besser und umfangreicher zu berichten und eine gewisse Logistik für andere Kollegen aus dem Ausland zur Verfügung zu stellen.

Bei der Gelegenheit möchte ich auf die mit viel Fleiss zusammengetragenen Informationen über die Bilderberger hinweisen, die in Form einer Datenbank zur Verfügung steht. Auf der Seite von www.bilderbergips.org kann man nach verschiedenen Kriterien suchen und sich die Angabe über die Bilderberger anzeigen lassen.

Weitere Details werden folgen, wenn wir mehr wissen.

Siehe meine Reportage über Bilderberg 2010 und Bilderberg 2009.

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Die europäische Luftaufsichtbehörde Eurocontrol meldet, Libyen hat seinen Luftraum geschlossen. Gleichzeitig hat der Sprecher der französischen Regierung, Francois Baroin, verkündet, die Militäraktionen um die Flugverbotszone zu implementieren wird innerhalb von „Stunden“ beginnen. Baroin sagt, das Ziel der Militäraktion ist, die „libysche Bevölkerung zu schützen und ihren Drang nach Freiheit zu ermöglichen, was den Sturz von Gaddafi bedeutet“.

Offensichtlich sind die Franzosen und Briten hier federführend und werden als erste zuschlagen. Die Amerikaner haben gar keinen Flugzeugträger im Mittelmeer, müssen die USS Enterprise erst aus dem Roten Meer herbringen oder sie starten von Basen aus Italien. Ein Sprecher des Pentagon sagte, es könnte bis zu einer Woche dauern, bis sie eine Flugverbotszone durchsetzen können.

Die Briten und Franzosen sind ganz erpicht darauf sofort zu bombardieren. Die Briten könnten von ihrer Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern die Angriffe starten, die Franzosen aus Solenzara auf Korsika.

Premierminister David Cameron kündigt die Beteiligung Grossbritanniens an den militärischen Operationen in Libyen an. Kampfflugzeuge der Typen Tornado und Eurofighter würden mobilisiert. In den „kommenden Stunden” würden die Flugzeuge zu ihren Einsatzbasen verlegt.

Said Gaddafi sagt, seine Familie hat „keine Angst” und warnte, ausländische Luftangriffe würden Zivilisten töten.

Wir werden keine Angst haben. Ich meine, man hilft den Menschen nicht, wenn man Libyen bombardiert, um Libyer zu töten.

Der UNO-Sicherheitsrat hat am Donnerstagabend einer Flugverbotszone zugestimmt. Die Resolution beinhaltet „alle nötigen Massnahmen“, um Zivilisten zu schützen. 10 Staaten haben die Resolution mit ihren Stimmen gutgeheissen. Kein Staat stimmte gegen die Resolution. Russland, China, Deutschland, Brasilien und Indien haben sich enthalten.

Der ehemalige Oberkommandierende der britischen Streitkräfte, General Lord Dannat, sagte britischen Medien, „Es muss ein strategisches Ziel geben und es ist klar, es geht um die Entfernung des Gaddafi-Regime. Es muss eine breitgestützte Koalition geben, die Gaddafi entfernt“.

Aussenministerin Hillary Clinton sagte in Tunesien, bei der Durchsetzung der Flugverbotszone müssten bestimmte Massnahmen ergriffen werden, um Flugzeuge und Piloten zu schützen. „Das schliesst die Bombardierung von Zielen wie der libyschen Flugabwehr ein“, sagte sie.

Die Türkei verlangt einen sofortigen Waffenstillstand und sagte, sie sind gegen eine ausländische Intervention.

Wer schützt die Regimegegner in Bahrain? Oder die in Saudi Arabien, Oman und Jemen? Dort wird die Bevölkerung, die sich gegen die Diktatoren wendet, auch zusammengeschossen. Alleine heute sind in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa 30 Menschen auf dem Universitätsplatz von Sicherheitskräften getötet worden.

Ach ja, das machen vom Westen gestützte Despoten, das ist was anderes.

Der Westen benutzt wieder einen humanitären Vorwand, um eine grosse Militäroperation durchzuführen und einen “Regimewechsel” gegen einen unliebsamen Diktator zu vollziehen. Die Kriege die schon laufen reichen ja nicht. Und Aufständische sind nicht gleich Aufständische. Die in Afghanistan werden von der NATO bombardiert. Die in Libyen werden mit einer NATO-Bombardierung beschützt. Alles klar?

Wird der Westen wieder Uranmunition einsetzen und das nächste Land radioaktiv verseuchen, so wie Bosnien, Irak und Afghanistan? Ausserdem gibt es keine sogenannten chirurgische Eingriffe, es wird Kollateralschäden geben und unschuldige Zivilisten von NATO-Bomben getötet. So hilft man sicher nicht der Bevölkerung in Libyen.

Dann haben wir wieder Action zu den Abendnachrichten, denn das Atomchaos in Japan langweilt uns schon.

UPDATE:
14:02 – Der libysche Aussenminister Mussa Kussa hat bei einer Pressekonferenz den sofortigen Waffenstillstand verkündet. “Wir haben uns für einen sofortigen Waffenstillstand entschieden und ein Ende aller militärischen Operationen.” Kussa sagte weiter, weil sein Land ein Mitglied der Vereinten Nationen sei, ist es “verpflichtet die Resolution des UNO-Sicherheitsrat zu akzeptieren.

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PARIS. Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag eine geplante Verschärfung des Ausländerrechts mit den Stimmen der regierenden konservativen UMP genehmigt. Das neue Einwanderungsgesetz der Regierung von Nicolas Sarkozy (UMP) soll vor allem den „Mißbrauch von Kurzaufenthalten“ verhindern und die Abschiebung von EU-Ausländern ermöglichen, die „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen“. 

Zudem soll die Haftdauer für illegale Einwanderer vor ihrer Abschiebung von 32 auf 45 Tage erhöht werden, berichtet der Standard. Einmal abgeschobene Ausländer werden demnach künftig mit einem Einreiseverbot belegt. Auch gegen Scheinehen, die darauf abzielen die französische Staatsbürgerschaft zu erlangen, will die Regierung härter vorgehen. Bis zu sieben Jahre Haft drohen Zuwanderern, die auf diese Art versuchen, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. 

Das Gesetz muß nun der zweiten Parlamentskammer (Senat) vorgelegt werden, in der die Konservativen eine knappe Mehrheit stellen. 

Besonders Zigeuner wären von den neuen Regelungen betroffen 

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die vorgesehenen Regelungen. Sie warfen der Regierung von Sarkozy vor, EU-Recht zu umgehen, um das Reiserecht von Unionsbürgern zu beschränken. Auf die im Vorfeld geplante Möglichkeit, Zuwanderern unter bestimmten Umständen die Staatsbürgerschaft zu entziehen, war nach heftigen Protesten bereits verzichtet worden. 

Hintergrund der Gesetzesinitiative ist die Massenabschiebung von mehreren Hundert Zigeunern aus Bulgarien und Rumänien, die im vergangenen Sommer im In- und Ausland auf Kritik gestoßen war.  Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, hatte Sarkozy Dutzende Zigeunerlager räumen lassen und den „Krieg gegen die Kriminalität“ ausgerufen. Der damalige Innenminister Brice Hortefeux (UMP) sprach von einer Terrorisierung der Bevölkerung durch Einwanderer. 

Die Opposition hatte der Regierung daraufhin vorgeworfen, „ethnisch begründete Kollektivstrafen“ einzuführen. Man bräuchte nur das Wort „Roma“ durch „Juden“ zu ersetzten, um zu wissen, was Sarkozy beabsichtigte, sagte der Vorsitzende der „Liga für Menschenrechte“, Jean-Pierre Dubois, im Juli 2010 Tagesschau.de. (ho) 

BERLIN. Zwangsverheiratung stellt künftig einen eigenen Straftatbestand dar. Ein entsprechendes Gesetz hat der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP beschlossen. Bisher waren Zwangsheiraten nur als Nötigung geahndet worden. Das Höchststrafmaß soll, wie bisher, bei fünf Jahren liegen. 

Die Bundesregierung will mit der neuen Regelung die Opfer erzwungener Ehen weiter stärken. Frauen und Mädchen, die nach ihrer Heirat ins Ausland verschleppt werden und die eine positive Integrationsprognose haben, wird zukünftig ein Rückkehrrecht nach Deutschland eingeräumt. 

Die Bundesbeauftragte für Migration und Integration, Maria Böhmer (CDU), bezeichnete das neue Gesetz als konsequente Ächtung der Zwangsehe.: „Wenn Frauen gegen ihren Willen verheiratet werden, ist dies eine Menschenrechtsverletzung, die entschieden bekämpft werden muß." Böhmer betonte, in Deutschland gäbe es keinen Platz für Parallelgesellschaften. 

„Frauenfeindliche Symbolpolitik“

Insgesamt wurden zahlreiche Änderungen im Ausländer- und Aufenthaltsrecht angenommen. Um Scheinehen unattraktiver zu machen, wurde die Mindestdauer, die nötig ist, damit ein ausländischer Ehepartner die deutsche Staatsbürgerschaft erhält, von zwei auf drei Jahre angehoben. Gleichzeitig wurde die Anwesenheitspflicht für Asylbewerber gelockert, um ihnen mehr Möglichkeiten bei der Arbeitssuche oder beim Schulbesuch einzuräumen. 

Die Opposition hat die neuen Regelungen im Ausländerrecht scharf kritisiert. Die Verlängerung der Mindestdauer für Ehen zum Erhalt der Staatsbürgerschaft sei „schäbig“, sagte der Grünen-Abgeordnete Josef Winkler. Die Bundesregierung betreibe eine „frauenfeindliche Symbolpolitik, die weder christlich noch liberal“ sei. 

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, warf der Regierung vor, im Angesicht der Landtagswahlen auf „rechtspopulistischen Stimmenfang“ zu gehen. Aus Sicht der Linken sei das Dokument eine „Absage an eine offene und humane Integrationspolitik.“ In dieser Form sei das Gesetz „reine Heuchelei“. (ho)

Libysches Bürgerkriegstagebuch VIII

On March 19, 2011, in Junge Freiheit, by admin

Gaddafis Armee ist im ganzen Land auf dem Vormarsch. Auch wenn die Uno jetzt eine Flugverbotszone beschlossen hat und alliierte Luftangriffe kurz bevorstehen, so könnte es doch zu spät sein, um die Regierungstruppen zu stoppen. Gaddafi würde mit einem Blutbad in Bengasi in letzter Minute seine Macht sichern können. Viele Journalisten und andere westliche Ausländer, die bis zuletzt in Bengasi ausgeharrt haben, haben die Stadt daher inzwischen verlassen. Die Rebellen verlassen ebenfalls ihre Stellungen, sie bereiten sich auf den Straßenkampf vor. Die Aufständischen scheinen am Rande des Scheiterns. Auch unser Reporter Billy Six hat sich zur ägyptischen Grenze begeben. Hier ist sein Bericht:

15.März 2011

„Wir kommen zurück – inschallah.“ Die letzten Worte des türkischen Konsuls in Bengasi. Das gesamte Konsulat samt Familien wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus Bengasi evakuiert. Ein türkisches Kriegsschiff ist überraschend eingetroffen. Zivilisten dürfen nicht mit. Die Gesichter der Zurückbleibenden sagen es klar – Furcht. Auch bei den Libyern ist die Ausgelassenheit verschwunden. Wer gestern noch freudig „Zanga Zanga“ (wörtlich für „Straße für Straße“, ein Motto der Kriegsparteien in Libyen) sagte, ist jetzt ernst.

Aber niemand flieht, die Lage ist ruhig. Die Libyer, und einige ägyptische Aktivisten, sagen in ruhigem Ton: „Wenn es sein muss, werden wir hier sterben.“ Alle Menschen wissen, daß ihnen das Schlimmste bevorsteht. Doch es gibt kein Zurück mehr. Gaddafi würde barbarisch Rache nehmen, sollte er zurückkehren. Beim Kampf hat niemand mehr etwas zu verlieren.

16. März 2011

Als Ausländer ohne Visum und Stempel hätten nicht nur ich, sondern auch meine libyschen Freunde, schwerste Konsequenzen im Falle einer Festnahme zu fürchten. Meine Freunde halten Wort: Sofort als ich darum bitte, fahren sie mich Richtung Grenze. Viele Straßensperren sind unbesetzt. Nur bei Al Marj sehe ich zwei alte Panzer. In Tobruk ist alles ruhig. Am Französischen Ehrenmahl, an jener Straße, von der aus Gaddafi aus Aschdabiya Richtung Tobruk durch die Wüste vorstoßen könnte, um den Weg von und nach Ägypten abzuschneiden, steht ein alter Panzer und ein Zelt – mit 10 Rebellen. Bei der Besichtigung des Ehrenmals erlebe ich selbst, wie das Zelt eingepackt wird. Ein Rebell nach dem anderen verschwindet. Am Ende bleibt nur der alte Panzer.

Eine Dreiergruppe französischer Journalisten verschwindet aus Tobruk: „Die Leute hier sind so liebenswürdig, und sie werden so zu leiden haben“, seufzen sie traurig. Immer mehr Busse mit Arbeitern aus Schwarzafrika und Bangladesch flüchten aus Bengasi und Tobruk Richtung Grenze. An der Grenzstation richtet sich die „Internationale Migrationsorganisation“ auf das Schlimmste ein.

Dutzende freiwillige Helfer sind da, mehrere Busse und tonnenweise Lebensmittel. „Vor drei Tagen flohen noch 600 Libyer, vor zwei Tagen 800 und gestern 1000“, sagt ein Pressesprecher der Einsatzleitung. Die ägyptische Armee empfängt jeden freudig mit Handschlag und Lebensmittelpaket.

Aber nicht jeder wird auch hereingelassen. Hier spielen sich schreckliche Szenen ab. Hunderte aus Bangladesch und Schwarzafrika harren im Transitbereich aus. Die libyschen Arbeitgeber haben ihnen die Pässe abgenommen ­– das ist normal in Libyen. Ägypten will sie nicht einreisen lassen, solange die Botschaften keinen sofortigen Rückflug in die Heimatländer organisiert haben. Besonders schlecht sei die Arbeit der tschadischen Botschaft, heißt es. Das ARD-Team aus Tobruk fährt Richtung Kairo: „Ab jetzt ist es kein Spiel mehr in Libyen.“

BERLIN. Der Europaabgeordnete und ehemalige Vize-Chef des Front National, Bruno Gollnisch, hält einen Sieg von Parteichefin Marine Le Pen bei der Präsidentenwahl im Mai 2012 für möglich. Die jüngsten Umfragen, die Le Pen sowohl vor Präsident Nicolas Sarkozy als auch den Sozialisten sehen, seien ein Beweis dafür, daß die Franzosen die Politik und Haltung von Nikolas Sarkozy ablehnten und die Linke keinerlei Alternativen zu bieten habe, sagte Gollnisch der JUNGEN FREIHEIT.

„Marine hat von einer intensiven Medienaufmerksamkeit sehr profitiert, und zweifellos wird sie als weniger ‘bedrohlich’ wahrgenommen, als ihr Vater“, begründete Gollnisch die hohe Popularität der Tochter des früheren FN-Chefs, Jean-Marie Le Pen. Zudem habe sie sich zu wirtschafts- und sozialpolitischen Themen äußern können, die die Franzosen stark beschäftigten. Diese Möglichkeit habe der Front National früher nicht gehabt. 

Warnung vor einseitiger anti-islamischer Ausrichtung des FN

Gollnisch warnte allerdings davor, die Programmatik des Front National einseitig gegen den Islam auszurichten. Er wolle zwar nicht, daß in seinem Land eine „multikulturelle Beliebigkeit mit lauter Parallelgesellschaften“ herrsche, deswegen sei er aber noch lange kein Anhänger des „Heiligen Krieges“ gegen den Islam. Entscheidend sei, daß dieser sich nicht in Frankreich ausbreite. „Eine nationale Rhetorik richtet sich nicht gegen diese oder jene Religion. Sie ist national! Die Religionszugehörigkeit unserer Mitbürger interessiert uns herzlich wenig, solange sie Frankreich lieben und dessen Gesetze und Bräuche achten“, sagte Gollnisch im Interview mit der JF.

Vielmehr kämpfe seine Partei gegen die Bildung aggressiver und feindseliger Gemeinschaften, sei es auf religiöser oder ethnischer Grundlage oder auf der Grundlage einer ausländischen Herkunft.

Bruno Gollnisch war Marine Le Pens innerparteilicher Hauptkonkurrent um die Nachfolge des Parteivorsitzes, unterlag ihr jedoch auf dem Nominierungsparteitag im Januar. Er ist Mitglied im „Bureau Politique“ des Front National und gehört dem Vorstand der Partei an. (JF)

Das vollständige Interview mit Bruno Gollnisch ist in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIt (Nr. 12/11) erschienen. 

 

 

Hysterie hilft nie

On March 19, 2011, in Junge Freiheit, by admin

Die „German Angst“ macht uns keiner nach. Es sind wohl nur deutsche Politiker dazu fähig, über ein verheerendes Unglück in zehntausend Kilometern Entfernung in Panik und hektischen Aktionismus auszubrechen und dabei ohne Rücksicht auf die Folgen dramatische Politikwenden zu verkünden, während die Betroffenen selbst in stoischer Ruhe den Kampf mit dem Schicksalsschlag aufnehmen, der sie heimgesucht hat. Kaltschnäuziger ist selten menschliches Leiden innenpolitisch instrumentalisiert worden als die Erdbeben-, Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Japan durch die wahlkämpfende deutsche politische Klasse.

Gleich sieben deutsche Atomkraftwerke läßt die Bundesregierung als Reaktion auf den Kraftwerks-GAU im japanischen Fukushima vorerst stillegen. Nicht weil sich die Prämissen geändert hätten, unter denen eben noch eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten durchgesetzt wurde, die Angela Merkel jetzt freihändig einfach wieder aussetzt.

Keine Beantwortung, was die Alternative zur Kernenergie sei

Eine Antwort auf die Frage, aus welchen anderen Energiequellen denn in den nächsten Jahrzehnten der deutsche Strom kommen könnte, wenn der Bedarf durch Elektromobilität noch steil nach oben gehen soll, ist der Kanzlerin und ihrem Umweltminister Norbert Röttgen auch noch nicht eingefallen. Hochsubventionierte Solarzellen aus chinesischer Produktion sind es übrigens nicht, selbst wenn man jedes Dach damit vollpflasterte.

Der Grund, warum eine Entscheidung von solcher Tragweite mal eben aus dem Ärmel geschüttelt wurde, hat einen Zeithorizont von zwei Wochen: Die CDU-Vorsitzende fürchtet um die Wahlchancen ihrer Partei bei den nächsten Landtagswahlen, weil eine gutorganisierte Lobby professioneller Panikmacher durch die Straßen zieht mit sinnfreien Parolen wie „Fukushima ist überall“.

Ist es nämlich nicht. Nirgends in Deutschland stoßen vier tektonische Platten aneinander, und Tsunamis wurden in Hessen oder Baden-Württemberg auch noch nicht gesichtet. Jede Technologie birgt Risiken, dennoch wird Kernenergie in Deutschland wohl besser beherrscht als beinahe überall sonst auf der Welt.

Rote und grüne Zyniker benutzen eine Katastrophe aus Kalkül

Doch was zählen rationale Argumente, wenn rote und grüne Zyniker angesichts einer Katastrophe, die ihrem innenpolitischen Kalkül wie gerufen kommt, kaum noch die Zeit und den Anstand finden, wenigstens pro forma Erschütterung zu bekunden angesichts von vielen tausend, wahrscheinlich Zigtausenden Ertrunkenen und Erschlagenen, die eben nicht von Kernkraftwerken, sondern von Erdbeben und Flutwellen getötet wurden.

Die rot-grüne Hochstimmung ist aus der Perspektive des provinzpolitischen Tellerrandes freilich nachvollziehbar, liefert Fukushima doch eine willkommene Gelegenheit, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu erwischen: Das „Ende des Atomzeitalters“ zumindest auf der vermeintlichen deutschen Industrieinsel zu erzwingen und dabei noch der politischen Konkurrenz eine empfindliche Niederlage an der Wahlurne mitzugeben.

Dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus hat das öffentliche Hyperventilieren über die japanische Atomkatastrophe bereits die Schlußphase seiner Wahlkampagne verhagelt, in der die CDU mit dem grün-rot-linken Schreckgespenst die Stammwähler mobilisieren und so auf den letzten Metern doch noch die Nase vorn behalten wollte.

Jetzt könnte er der baden-württembergische CDU-Ministerpräsident mit der kürzesten Laufzeit werden – und der erste in 58 Jahren, der abgewählt wird. In Nordrhein-Westfalen schöpfen SPD und Grüne neue Hoffnung, wenn vor den wohl unausweichlichen Neuwahlen statt über das Haushaltsdesaster auf einmal über den Atomausstieg gestritten würde.

Auch die CDU betreibt Aktionismus aus Machtkalkül

Der Vorwurf eines „Wahlkampfs auf dem Rücken der Opfer dieser Katastrophe“, den der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Strobl erhob, fällt freilich auf die Koalitionsparteien selbst zurück. Nicht nur Angela Merkel hat ohne Zögern eine ihrer berüchtigten, vom Machtkalkül eingegebenen programmatischen Kehrtwenden hingelegt:

Auch Stefan Mappus opfert, um seine Haut zu retten, bereitwillig Kernkraftwerke, die eben noch für das Land unentbehrlich waren, und Umweltminister Röttgen, der sich vor den harten Oppositionsbänken in Düsseldorf fürchtet, agiert mit seiner Ausstiegsrhetorik grüner als die Grünen.

Das eigentlich Beunruhigende an dieser unwürdigen Vorstellung ist die stimmungsdemokratische Beliebigkeit, mit der für ein Industrieland überlebenswichtige Fragen wie die Zukunft der Energieversorgung bedenkenlos dem Machterhalt und dem wahltaktischen Kalkül untergeordnet werden.

Von den Japanern lernen, sich diszipliniert Risiken zu stellen

Die Vorstellung, alle Risiken beherrschen zu können, ist eine Illusion; der Glaube, alle Risiken abschalten zu können und Wohlstand zum Nulltarif zu genießen, ist es allerdings ebenfalls. Für die Versorgung der Welt mit Erdöl und Kohle sind schon weitaus mehr Menschen gestorben als durch jeden Atomunfall, Tschernobyl eingeschlossen.

Von den Japanern, den „Preußen Asiens“, könnte man lernen, wie ein modernes industrialisiertes Land sich nüchtern und diszipliniert Risiken und Schicksalsschlägen stellt. Man möchte sich nicht ausmalen, wie Politik und Gesellschaft in Deutschland mit einer Bündelung von Katastrophen umgingen, die auch nur annähernd dem gleichkäme, was Japan in diesen Tagen heimsucht.

(JF 12/11)

"Judensteuer" in Schweden

On March 19, 2011, in Nation, by admin
Schweden: Juden müssen "Judensteuer" für Schutz gegen Mohammedaner-Gewalt zahlen

In Schweden überfallen immer mehr Anhänger der Religion des Unfriedens Juden. Der Judenhass unter Mohammedanern ist ja eine der prägenden Triebkräfte der Ideologie des Islam-Erfinders Mohammed. Seitdem zehntausende irakische Mohammedaner in der schwedischen Stadt Malmö leben, ist das Leben für die schwedischen Juden dort uneträglich geworden. Täglich werden sie von Mohammedanern angegriffen oder überfallen. Ganz Süd-Schweden ist inzwischen zu unsicher für Juden. Für die Schutzmaßnahmen müssen sie nun eine "Judensteuer" zahlen.

Quelle und ganzer Beitrag in Englisch

Bacque, James – Verschwiegene Schuld. Besatzungspolitik in Deutschland nach 1945

Der kanadische Autor deckt in diesem Standardwerk auf, daß nicht nur die Rote Armee im Osten ihren Haß an den Deutschen stillte, sondern ebenso Amerikaner, Briten und Franzosen im Westen. Die "Befreier" erschienen in Wirklichkeit als selbsternannte Richter und Henker. Millionen Deutsche kamen erst nach Kriegsende durch alliierte Hungerblockaden, Vertreibung und Zwangsarbeit ums Leben, unter der Verantwortung vor allem der Westalliierten. Fünf Millionen (!) wehrlose Deutsche, der Autor beweist es akribisch, verhungerten nach dem Krieg unter alliierter Militärgewalt.

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