Ablauf des Atomalarms in Fukushima

On March 17, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Hier eine Auflistung der Ereignisse, wie es zur Katastrophe kam:

– Am Freitag den 11. März ereignete sich das Tōhoku-Erdbeben um 14:46 Uhr Ortszeit. Die Magnitude betrug 9,0 und das Epizentrum lag 130 Kilometer ab der Küste vor Sendai in einer Tiefe von 32 Kilometer. Die Energie die dabei freigesetzt wurde entsprach etwa wie die von 45 Millionen Tonnen Sprengstoff. Es war das grösste je gemessene Erdbeben in Japan.

– Die Atomkraftwerke in Japan sind auf ein Erdbeben der Magnitude von 8,25 ausgelegt. Der Unterschied zwischen 8,25 und 9,0 entspricht einer 24-fach grösseren Energiefreisetzung. Das führte zu den ersten Schäden an der Anlage, die aber nicht kritisch waren. Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Reaktorblöcke 1, 2 und 3 in Betrieb und die Blöcke 4, 5 und 6 waren auf Grund von Wartungsarbeiten heruntergefahren.

– Nach dem Beben löste das Reaktorschutzsystem die Reaktorschnell- abschaltung aus. Dadurch liefen die Dampfturbinen nicht mehr und die Generatoren produzierten keinen Strom, die aber für den Betrieb des Kraftwerk notwendig sind. Die Notstromgeneratoren sprangen an. Damit wurde der Kühlkreislauf mit den Pumpen weiter in Gang gehalten. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles unter Kontrolle.

– Eine Stunde nach dem Beben traf aber eine 7,5 Meter hohe Tsunami- welle das Kernkraftwerk und drang 1 Kilometer ins Land ein. Es wurden die Treibstofftanks die unmittelbar am Meer standen von den Wasser- massen weggespült. Ohne Treibstoff fielen die Notstromgeneratoren aus. Laut Notfallplan sollte dann der Strom aus den Batterien kommen, aber die ganze elektrische Anlage war durch das eindringende Meer- wasser und den daraus entstandenen Kurzschlüssen völlig zerstört.

Die beiden Fotos zeigen wie es vor und nach dem Tsunami aussah. Die Infrastruktur rund um das Atomkraftwerk wurde zerstört. Rot eingekreist die beiden Treibstofftanks für die Notstromgeneratoren, die dann verschwanden. Rechts oben sieht man wie kein Kühlwasser mehr zurück ins Meer fliesst und der Kühlkreislauf nicht mehr funktioniert:

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– Um 19:46 Uhr am Freitag, 5 Stunden nach dem Beben, gab die Regierung zu, es gibt ein Problem mit der Kühlung, es sei kein Strom vorhanden, um die Wasserpumpen für das Kühlsystem zu betreiben. Die Stromleitungen zur Aussenwelt waren auch durch die Welle weggerissen. Das ganze Kraftwerk war ohne Strom. Es gab nicht mal mehr eine Zugangsstrasse zum Kraftwerk. Damit fingen die Probleme mit der Kühlung der Reaktoren an.

– Da die Pumpen das Wasser nicht mehr zirkulierten, wurde das Reaktorinnere immer heisser. Es bildete sich Wasserstoff in dieser Konfiguration. Durch den Überdruck musste Dampf abgelassen werden, was aber auch den Wasserstoff freisetzte. Da leicht, sammelte sich das sehr explosive Gas über dem Reaktor. Ein Funke löste dann die Explosion aus und sprengte die Wände und Decke des Reaktorgebäudes weg. Zuerst am Reaktor 1 und dann an Nr. 3.

– Dann ereignete sich durch den Überdruck ein Leck am Druckabbau- becken des Reaktor 2, wodurch radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangten. Am Reaktor 4, der nicht in Betrieb war, ruhten die Brennstäbe im Abkühlbecken. Aber weil der Kühlkreislauf nicht funktionierte, verdampfte auch dort das Wasser, bildete sich Wasserstoff und es fand eine Explosion mit anschliessenden Brand statt.

– Das Personal des Kraftwerks versucht verzweifelt die Kühlung aller sechs Reaktoren mit Meerwasser irgendwie hinzubekommen. Ohne Strom ist das aber nicht möglich. Es muss eine neue Zufahrtstrasse gebaut werden, damit von Aussen neue mit Diesel betriebene Stromgeneratoren angeliefert werden können. In der Zwischenzeit versuchte man mit Hubschraubern Wasser abzuwerfen, was aber wegen der Strahlung abgebrochen werden musste.

Wir sehen, die Katastrophe am Fukushima 1 Atomkraftwerk wurde nicht direkt durch das Erdbeben verursacht, sondern durch die gigantische Tsunamiwelle, die beide Notstromsysteme zerstörte. Dadurch liefen die Pumpen des Kühlsystems nicht mehr und die Reaktoren überhitzten. So ist die Katastrophe entstanden, die immer kritischer wird.

Laut neuesten Meldungen befindet sich im Abklingbecken von Reaktor 4 kein Wasser mehr. Das sagte der Chef der US-Atomsicherheitsbehörde NRC, Gregory Jaczko. Die Radioaktivität vor Ort sei nach Ansicht von Experten extrem hoch, sagte Jaczko. Ohne Wasser können die Brennstäbe in dem Becken nicht mehr gekühlt werden.

Die japanische Regierung hat das US-Militär gebeten, Infrarotaufnahmen von der Atomanlage zu machen. Am Donnerstag soll eine unbemannte Global Hawk mit Infrarotsensoren über das Gelände fliegen. Damit will man die Hitzequellen in den Reaktorgebäuden besser identifizieren, denn für die Menschen am Boden ist es wegen der Strahlung zu gefährlich.

Wer ist jetzt an der Katastrophe schuld? Diejenigen welche den Bau des Kraftwerkes an der Küste wollten und erlaubten, wo Tsunamis passieren können? Diejenigen die nicht mit einer Tsunamiwelle in dieser Höhe gerechnet haben, die rundum alles zerstörte? Diejenigen die nicht an noch mehr Notstromsysteme als die beiden vorhandenen gedacht haben? Diejenigen die überhaupt Atomkraftwerke sich ausdenken, wo alles perfekt funktionieren muss, weil es sonst einem um die Ohren fliegt?

Ablauf der Erbeben vom 9. bis 14. März. Man sieht, es gab vor dem Grossen schon viele kleine und danach zahlreiche Nachbeben:

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Schüsse auf Bahrain Demonstranten

On March 17, 2011, in Schall und Rauch, by admin

Das folgende Video zeigt mit welcher Brutalität die Polizei in Bahrain gegen die Demonstranten vorgeht. Ein Schuss in den Kopf aus kürzester Distanz.

Seit über einen Monat wird im Golfstaat gegen die Regierung demonstriert und die Absetzung des Königs verlangt. Die schiitische Mehrheit im Land wird von der sunnitischen Minderheit systematisch unterdrückt und von allen Ämtern ferngehalten. Der Perlenplatz in Manama ist der Mittelpunkt und das Symbol der Demonstrationen und seit Wochen besetzt.

In den vergangenen Tagen sind die Ereignisse immer gewalttätiger und blutiger geworden. Am Montag ist Saudi Arabien mit Truppen einmarschiert, um das Regime an der Macht zu halten. Die Schiiten nennen diese Besetzung des Landes einen “Kriegsakt” und der König von Bahrain hat den Ausnahmezustand ausgerufen.

Wenn man das Resultat der Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Polizei analysiert, dann muss man zum Schluss kommen, die Sicherheitskräfte haben den Befehl tödliche Schüsse abzugeben.

Am Dienstag starben sechs Menschen und 1’000 wurden verletzt, als die Regimegegner mit der Polizei zusammenstiessen. Und am Mittwoch hat das Militär und die Polizei eine gross angelegte Operation gestartet, um die Besetzer des Perlenplatz zu verjagen, bei der fünf Menschen getötet wurden.

Übrigens, die Saudis sind im Auftrag der USA in Bahrain einmarschiert, damit Washington nicht selber intervenieren muss und dann schlecht da steht. Ist doch klar, das sie ihre strategische Position mit der Stationierung der 5. Flotte verteidigen und Angst haben, wenn das ihnen hörige Regime gestürzt wird, müssen sie möglicherweis ihre Basis aufgeben. So ziehen sie wieder eine Show ab, rufen vordergründig die Regierung von Bahrain zu mehr “Demokratie” auf, um im Hintergrund mit den Saudis genau diese zu verhindern.

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BERLIN. Die Hälfte aller Türken in Deutschland will offenbar zurück in ihr Heimatland. Rund ein Drittel würde sogar sofort zurückkehren, wenn sie hier bei Arbeitslosigkeit keine Sozialleistungen erhalten würden. Dies geht laut dem Nachrichtenportal Der Westen aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Info hervor.

Weniger als die Hälfte der Befragten schätzt demnach die eigenen Deutschkenntnisse als gut ein. Ebenso viele haben höchstens einmal die Woche Kontakt zu Deutschen. 40 Prozent der Türken wollen nur unter sich bleiben. 85 Prozent haben bereits an einem Integrationskurs teilgenommen, davon haben ihn zwei Drittel erfolgreich abgeschlossen.

Jeder sechste Türke stimmt Sarrazin zu

Ein Anteil von 70 Prozent der Befragten möchte sich gerne in die deutsche Gesellschaft integrieren. Mehr als 90 Prozent sprechen sich dafür aus, daß Kinder von klein auf Deutsch lernen. 

40 Prozent der befragten Türken gaben an, noch nichts von der Debatte über Äußerungen Thilo Sarrazins zur Integration gehört zu haben. Von dem Rest stimmte immerhin jeder sechste dem SPD-Politiker in dessen Kritik zu. (FA)

Fukushima als Menetekel

On March 17, 2011, in Junge Freiheit, by admin

Zweifellos empfinden viele Menschen die Havarie mehrerer Kernreaktoren in Japan infolge eines schweren Erdbebens als Zeichen an der Wand. Kernenergie ist Symbol der technischen Potenz unseres Zeitalters. Die Entdeckung der Kernspaltung im Jahre 1938 durch den deutschen Chemiker Otto Hahn machte den Weg zur Entfesselung einer Energieform frei, die ungeahnten Fortschritt verhieß. Sie beflügelte einen Zeitgeist, der alles für technisch machbar hielt.

Doch weckte diese Kraft auch die Begehrlichkeit des Militärs im Wettlauf um die Superwaffe. Der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki demonstrierte, welche vernichtende, dämonische Macht diese Technologie in die Hände der Politik legte.

Eine Weltbevölkerung von inzwischen sieben Milliarden Menschen, von denen nur noch ein schwindender Teil in Hütten und am Lagerfeuer leben will, gebiert einen Energiehunger, der gestillt werden will. Indien, China und andere Schwellenländer denken überhaupt nicht daran, bei ihrem Anschluß an den Westen auf den Einsatz der Kernenergie zu verzichten. Weltweit schreitet ihr Ausbau deshalb voran.

Angst ist ein schlechter Ratgeber

Die Kernenergie zeigt am extremsten die Janusköpfigkeit jeder Wissenschaft, nämlich Segen und Fluch in einem zu sein. Aufgrund ihrer geheimnisvollen Unsichtbarkeit vermag sie uns zu faszinieren – aber auch zugleich die stärksten Ängste zu wecken.

Noch bedrohlicher als der für Kernkraftwerke notwendige Sicherheitsaufwand wirkt die menschlich nicht faßbare Dauer, für die wir glauben, kommenden Generationen den strahlenden Müll hinterlassen zu dürfen. Aber: Der Geist ist aus der Flasche und wird nicht wieder in diese zurückkehren. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Von ihr läßt sich die Politik in Deutschland derzeit einen hektischen Aktionismus diktieren.

Verantwortungsvoll ist es, den Bürgern zu erklären, daß wir vernünftigerweise auch nach dem Reaktorunglück in Japan dazu verdammt sind, Kernforschung fortzusetzen und anstelle eines isolierten Ausstiegs daran aktiv mitzuwirken, daß Kernenergie beherrschbarer wird. Der Ausstieg aus der Kernforschung war insofern ein Fehler der rot-grünen Bundesregierung.

Das Unglück zwingt zur Demut

Kernkraft wird sich realistischerweise genausowenig wie Nuklearwaffen vollständig bannen lassen, denn von diesen hängt ab, wer unter den Großmächten souverän ist, also über Krieg und Frieden entscheiden kann.

Die bittere Wahrheit ist, daß wir noch auf Jahrzehnte an Kernenergie als „Brückentechnologie“ nicht vorbeikommen werden. Das Unglück von Japan warnt uns aber auch vor den Grenzen menschlich beherrschbarer Sicherheit und zwingt zur Demut. Wir sehen, welchen Preis wir und kommende Generationen für unseren Lebensstandard bezahlen. Wir haben die Erde nicht im Griff. Sie entzieht sich unserer letztendlichen Kontrolle.

JF 12/11

 

 

Geschafft! Sechs Monate, nachdem ich mich bei der JUNGEN FREIHEIT um ein Redaktionsvolontariat beworben hatte, klingelt mein Telefon. Unbekannte Berliner Nummer. Das wird doch nicht? Doch! Am anderen Ende der Leitung: Chefredakteur Dieter Stein. Er fragt mich, ob ich Interesse an der Stelle hätte. Selten zuvor ging mir eine Antwort so leicht von den Lippen. Ende Dezember unterschreibe ich den Vertrag, Anfang Februar soll es losgehen.

In der Zwischenzeit werde ich immer wieder gefragt: „Wieso ausgerechnet die JUNGE FREIHEIT?“ Ja, wieso eigentlich? Vielleicht, weil die JF das letzte publizistische Aushängeschild des politischen Konservatismus in Deutschland ist. Neben den klassisch konservativen Themen schafft sie es immer wieder, ein breites politisches Spektrum zwischen Nationalliberalismus und Rechtskonservatismus zu Wort kommen zu lassen. Also Meinungen, die in der Öffentlichkeit zumeist einer politisch gewollten Marginalisierung zum Opfer fallen. Die Frage muß also lauten: „Wieso nicht bei der JUNGEN FREIHEIT?“ Eine schlüssige Antwort darauf konnte mir noch niemand geben. 

Mit Hochspannung fiebere ich dem ersten Arbeitstag entgegen, decke mich mit allerlei journalistischen Fachbüchern ein, beschäftige mich mit publizistischer Ethik und frage mich, ob und welche Krawatte ich anziehen soll. Schließlich ist es soweit. Ich stehe vor dem Hohenzollerndamm 27a, drücke mit schweißnassen Händen die Türklingel und warte am Redaktionsempfang. Und dann? Nichts. Ich werde vom Entwicklungsredakteur Christian Vollradt, mit dem ich mir auch ein Büro teile, begrüßt und gleich aufgeklärt, daß am Tag zuvor erst spät in der Nacht Redaktionsschluß war und die anderen Redakteure erst um 10 Uhr kommen. 

Es herrscht eine effiziente Ordnung

So kann ich mich ganz in Ruhe eingewöhnen, werde von allen freundlich willkommen geheißen und muß feststellen, daß ich offenbar der einzige Teetrinker in der Redaktion bin.

Ich beginne meine Ausbildung in der Onlineredaktion. Meldungen müssen geschrieben werden. Unter den strengen Augen des verantwortlichen Onlineredakteurs Felix Krautkrämer schreibe ich meine ersten Beiträge, gewöhne mich an den Redaktionsrhythmus und muß erkennen, wie wenig mich das dreijährige Geschichts- und Politikstudium an der Freien Universität auf den journalistischen Ernstfall vorbereitet hat. Genderkompetenz? Kritischer (Neo-)Strukturalismus? Moderne Feminismustheorien? Damit kann man im echten Leben wohl nichts anfangen. Zumindest solange die JF kein emanzipatives Gleichstellungsreferat einrichtet. 

Vom Klischee zugemüllter Redaktionsräume, in denen sich die Papierberge und Zeitungen in allen Ecken stapeln, hat man am Hohenzollerndamm übrigens nichts gehört. Es herrscht eine effiziente Ordnung. Das Arbeitsklima leidet darunter jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil. Es herrscht ein offener Umgang untereinander. Es wird viel gelacht, angeregt diskutiert und auch mal hitzig debattiert.

Für Kopfschütteln sorgt in der ersten Woche ein Video der Jugendfilmwerkstatt St. Pauli in der ein junges Mädchen eine Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT mit dem Konterfei Stauffenbergs verbrennt. Auf Nachfrage, inwieweit das Verbrennen eines Widerstandskämpfers gegen Hitler sich mit der beabsichtigten kritischen Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich verträgt, bekomme ich nur ein schmallippiges „wir stehen voll hinter dem Projekt“ zu hören. Ob es dafür Steuergelder gegeben hat, will man angeblich nicht mehr wissen. Ein Löschen des Films komme jedenfalls nicht in Frage. Eine halbe Stunde später ist das Video von Youtube verschwunden ….

Leidenschaftliche Diskussionen

Am Abend findet dann der monatliche Autorentreff statt. Fast die gesamte Redaktion und viele JF-Autoren sind gekommen. Die erste Runde geht auf den Chef. Vergeblich versucht dieser dann den CvD (Chef vom Dienst), Matthias Bäkermann, von den Vorzügen der neuen Kommunikationsmittel zu überzeugen. Statt Smartphone hat der dafür den einzigen rosa verplüschten Kugelschreiber im Verlag. Der Neid der Redaktionskollegen ist ihm so sicher, wie der damit einhergehende einschlägige Ruf. Gegen Mitternacht verabschiede ich mich zusammen mit Lion Edler von den Übriggebliebenen. Irgendwann fahren eben einfach keine U-Bahnen mehr. Das hindert den stellvertretenden Chefredakteur Thorsten Thaler nicht, zu fortgeschrittener Stunde mit Christian Vollradt noch eine Zigarrenbar aufzusuchen. Der kann notfalls auf der Couch von Moritz Schwarz nächtigen. 

Das beherrschende Thema meiner ersten Arbeitswochen war der Fall Guttenberg. Leidenschaftlich wird auf den Redaktionssitzungen diskutiert. Die Bandbreite reicht von sofortigen Rücktrittsforderungen bis hin zur Ausrufung zum neuen Bundeskanzler. Es werden bereits Wetten abgeschlossen, wie lange der Minister noch durchhält.  Die Antwort gibt Guttenberg am 1. März und sorgt damit für Aufregung. Die Texte zu dem Thema waren bereits fertig und die Redaktionssitzung beendet. Was nun? Im Redaktionsraum von Marcus Schmidt, Felix Krautkrämer und Ronald Gläser wird nach einer Lösung gesucht. Neue Texte werden geschrieben oder in Auftrag gegeben. Auch wenn die Zeit knapp ist, hat die Aktualität oberste Priorität. Außerdem haben wir ja noch mal Glück gehabt. Was, wenn Guttenberg nach Redaktionsschluß und vor dem Erscheinen der fertigen Ausgabe zurückgetreten wäre? 

„Willkommen im Journalistenalltag“

Ende Februar dann zur Rede des türkischen Ministerpräsidenten nach Düsseldorf. Das Wetter ist miserabel, schon nach einigen Minuten bin ich völlig durchnäßt. An Dutzenden Polizeiwagen vorbei geht es zum Veranstaltungsort. In der Vorhalle kann ich ein paar O-Töne einfangen. Bei den Pressevertretern herrscht große Aufregung. Kommt Erdogan vielleicht gar nicht, gibt es eine Simultanübersetzung, und wieso gibt es nur ein paar alte Salzstangen zu essen? Beim Abspielen der deutschen Nationalhymne herrscht peinliches Schweigen. Ich ernte spöttische Blicke, als ich zumindest aufstehe. Was soll’s. Über die Tatsache, daß ein fremder Regierungschef in Deutschland Wahlkampf betreibt, denke ich lieber nicht weiter nach. 

Zurück in Berlin. Mein Telefon klingelt. Es ist Dieter Stein. Er sagt: „Bewährungsprobe bestanden! Willkommen im Journalistenalltag.“

LONDON. Der englische Fernsehsender ITV1 hat den Produzenten der erfolgreichen Krimi-Reihe „Inspector Barnaby“, Brian True-May, entlassen, weil er in der Serie keine ethnischen Minderheiten zeigen will. 

True-May hatte in einem Interview mit der Fernsehzeitschrift Radio Times gesagt, die Serie würde mit Ausländern nicht funktionieren: „Wir zeigen ganz einfach keine ethnischen Minderheiten, weil es dann kein englisches Dorf mehr wäre. (…) Wir sind die letzte Bastion des Englischen und ich möchte, daß das so bleibt.“

Sender zeigt sich „schockiert“

Offenbar habe man mit diesem Konzept erfolgreich ein bestimmtes Publikum angesprochen. Es gäbe deshalb keinen Grund dieses nun zu ändern. Er ärgere sich, daß man in der südenglischen Stadt Slough, die nach London den höchsten Ausländeranteil im Vereinigten Königreich besitzt, heute keinen einzigen Weißen mehr sehe. 

Der Sender ITV1 reagierte umgehend auf die Äußerungen des Produzenten. Ein Sprecher sagte: „Wir sind schockiert über die persönlichen Kommentare und möchten versichern, daß diese in keiner Weise von irgendjemandem bei ITV1 geteilt werden.“ Als Konsequenz habe man eine Untersuchung angeordnet und True-May bis auf weiteres suspendiert. 

„Inspector Barnaby“ wird in mehr als 200 Ländern ausgestrahlt und ist in Deutschland in unregelmäßigen Abständen im ZDF zu sehen. Die nächste Folge wird am kommenden Sonntag um 22 Uhr ausgestrahlt. (ho)

Libanesen verletzen Polizisten

On March 17, 2011, in Junge Freiheit, by admin

BERLIN. Mitglieder einer libanesischen Großfamilie haben am Dienstag in Berlin mehrere Polizisten angegriffen und dabei elf Beamte verletzt. Zu der Attacke kam es, als zwei Polizeibeamte eine 35 Jahre alte Frau, die Opfer häuslicher Gewalt geworden und in einem Frauenhaus untergekommen war, zu ihrer Wohnanschrift begleiteten. Dort wurden die Polizisten sofort vom 42-jährigen Ehemann der Frau sowie seinen 17 und 20 Jahre alten Söhnen angegriffen.

Im anschließenden Handgemenge, bei dem Polizeiverstärkung geholt wurde, gelang es einem der Angreifer, einer Polizistin ihr Pfefferspray zu entwenden. Er entleerte den halben Liter Reizflüssigkeit in die Augen der Polizisten. Elf Beamte wurden dabei verletzt, eine Polizeikommissarin mußte stationär im Krankenhaus behandelt werden. Sie hatte das Reizmittel in den Mund bekommen.

Die drei Täter, die nach Informationen der Berliner Zeitung einer stadtbekannten libanesischen Großfamilie angehören, wurden nach Abgabe ihrer Fingerabdrücke wieder freigelassen. (FA)

Wie Finanziert sich das FNN?

On March 17, 2011, in Nation, by admin
Hallo, ich bin ja nun bereits seit längerem im FNN und frage mich wie sich das FNN eigendlich Finanziert. Da ja "vBulletin" ein nicht ganz billiger Anbieter ist und ich hier noch nie(dafür bin ich auch sehr dankbar!) Werbung gesehen habe. Daher mein Wissensdurst. Vielen Dank im vorraus.
Politische Gegner ziehen vor Sachsen-Anhalt-Wahl alle Register

Manipulierte Foreneinträge sollen NPD-Spitzenkandidaten Matthias Heyder als Frauenschänder und Bombenbauer darstellen. NPD wird gegen Rufmord-Kampagne vorgehen

Zu den heute durch den Antifa-Journalisten Patrick Gensing auf "tagesschau.de" und "NPD-Blog" veröffentlichten "Dokumenten" erklärte NPD-Spitzenkandidat Matthias Heyder: "Dieser hanebüchene Unsinn zeigt, wie nervös die Machthaber in diesem Staat werden. Wenn eine politische Bewegung erfolgreich wird, versucht man Dreck und Lügen über die Kandidaten auszukippen. Das macht mich betroffen, zeigt es doch einmal mehr, in welchem erbärmlichen Zustand die Demokratie in diesem Land ist. Ich bin aber zuversichtlich, daß gerade unsere Wähler diese Nebelkerzen erkennen und am Sonntag eindrucksvoll dokumentieren, was sie von solcherlei Machenschaften halten."

Der NPD-Landeswahlkampfleiter Holger Apfel ergänzte: "Bei der Antifa und ihren journalistischen Helfern scheinen die Nerven blank zu liegen, nachdem die NPD in drei Umfragen hintereinander konstant bei fünf Prozent liegt und deshalb von einem Einzug der Partei in den Landtag von Sachsen-Anhalt ausgegangen werden kann. Neuester Coup ist die Veröffentlichung von angeblichen Foreneinträgen des NPD-Spitzenkandidaten Matthias Heyder durch den für seine unsauberen Methoden berüchtigten Patrick Gensing. Er beruft sich dabei auf ein angeblich von mir betriebenes Forum, das sich ,Freie Freunde’ nennt. Diese Behauptung ist schlicht erlogen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt dieses Forum betrieben, sollte jemand zu irgend einem Zeitpunkt unter meinem Namen bei der Denic eine Registrierung vollzogen haben, so erfolgte dies ohne mein Wissen bzw. Einverständnis.

Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine offenbar zunächst unter meinem Namen beim ,Deutschen Network Information Center’ (DENIC) registrierte Seite von Antifa-Hackern. Dafür spricht, daß gestern dort ein neuer Domaininhaber eingetragen wurde, der allerdings sicherlich selbst nichts davon weiß. Als Adresse wurde nun perfiderweise der Sitz der Schlesischen Jugend in Görlitz angegeben. In den heutigen Mittagsstunden wurde die Seite beim DENIC nunmehr ganz gelöscht.

Wer so handelt und ganz bewußt falsche Spuren legt, der macht auch vor Manipulationen nicht halt. So wie es aussieht, sind diese Foreneinträge eine – nicht ungeschickte – Mischung aus Dichtung und Wahrheit. Ein derartiges Vorgehen kennt man z.B. von östlichen Geheimdiensten in den 70er Jahren gegen bundesdeutsche Politiker.

Die heutige Veröffentlichung ist der bisherige Höhepunkt einer seit mehreren Monaten laufenden Kampagne gegen die NPD. Unsere Gegner machen in ihrer Wut über die zunehmenden Erfolge der Nationaldemokraten auch vor Datenklau und Datenmanipulationen nicht halt. Wegen des Mißbrauchs meines Namens werde ich Strafanzeige gegen unbekannt und alle in Frage kommenden Personen stellen und juristische Schritte gegen die Verantwortlichen der DENIC prüfen, die offensichtlich ohne Prüfung einfach Domaininhaber registriert und sie damit dem Rufmord aussetzt."

NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt
Michael Grunzel
Leiter der Pressestelle

Quelle

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