Der ehemalige Präsident Israels Mosche Katzaw (65) ist am Donnerstag wegen Vergewaltigung seiner weiblichen Untergebenen für schuldig befunden und verurteilt worden. Das Strafmass wird noch verkündet, aber Katzaw könnte bis zu 16 Jahre Gefängnis für die Vergewaltigung von zwei Frauen bekommen, was 1998 als er Tourismusminister war passierte, sowie mehrere Fälle von sexueller Nötigung an zwei weiteren Frauen in seiner Amtszeit als Präsident.

Katzaw verlies den Gerichtsaal sichtlich niedergeschlagen ohne einen Kommentar zu äussern. Er bekam die Auflage seinen Pass abzugeben, während er auf den Termin für die Verkündung der Strafe wartet.

Katzaw war Minister in mehreren rechtsextremen Likud-Regierungen bevor er im Jahre 2000 zum Präsidenten gewählt wurde. Er bestritt stets die Vergewaltigungsvorwürfe und behauptete, er wäre Opfer einer politischen Intrige, hauptsächlich weil er aus der sefardischen Gemeinde Israels stammt. Die sefardischen Juden, welche nach ihrer Vertreibung im 16. Jahrhundert aus der iberischen Halbinsel sich im Osmanischen Reich im mittleren und nahen Osten ansiedelten, galten für lange Zeit als Unterklasse in Israel, im Gegensatz zu den Aschkenasen, die aus Osteuropa stammen. Katzaw wurde 1945 im Iran geboren und siedelte 1951 als Kind mit seiner Familie nach Israel um.

Bei der Urteilverkündung sagte der Richter, die Verteidigung von Katzaw wärer voller Lügen. Katzaw Sohn Boaz versprach, sein Vater würde seinen Namen wieder reinwaschen.

Wir werden weiter mit erhobenen Haupt gehen und die ganze Nation, mit Gottes Hilfe, wird wissen, dass mein Vater, der achte Präsident des Staates Israel, unschuldig ist,“ sagte er.

Der Fall wurde 2006 bekannt, als er als Präsident sich über eine seiner weiblichen Angestellten beschwerte, die ihn erpresste. Die Frau ging dann zur Polizei mit ihrer Version der Geschichte, in dem sie die Details der sexuellen Übergriffe beschrieb. Das führte dazu, dass andere Frauen sich mit den selben Beschwerden meldeten.

Laut Anklageschrift zwang Katzaw eine Frau auf den Boden seines Büros im Tourismusministerium 1998 und vergewaltigte sie. Im gleichen Jahr bestellte er eine zweite Frau in ein Hotel in Jerusalem, um mit ihr Dokumente zu besprechen, dabei vergewaltigte er sie auf dem Bett des Hotelzimmers. In der Klage steht, Katzaw versuchte sie mit den Worten zu beruhigen, „entspann Dich, es wird Dir gefallen.

Weiter steht in der Klageschrift, er hätte zwei Frauen während seiner Amtszeit als Präsident sexuell genötigt, in dem er sie gegen ihren Willen umarmte und anzügliche sexuelle Kommentare abgab.

An seinem 60. Geburtstag im Jahre 2005 wollte eine Assistentin ihm gratulieren. Er umarmte sie dabei länger und liebkoste ihren Nacken, steht in der Anklage. Sie beschwerte sich bei der Polizei und er soll dann die Frau genötigt haben ihre Aussage zu ändern, was ihm eine zusätzliche Klage wegen Behinderung der Justiz einbrachte.

Die meisten Politiker des Likud haben sich bisher einem Kommentar über die Verurteilung des Parteimitglieds enthalten. Nur Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, „ein trauriger Tag für den Staat Israel,“ aber er fügte hinzu, dass das Urteil des Gerichts in Tel Aviv „zwei Botschaften laut und deutlich damit sendet: Das Männer und Frauen unter dem Gesetz gleich sind und das Frauen das volle Recht über ihren Körper haben.

Die Oppositionsführerin Tzipi Livni äusserte sich ähnlich und sagte, „ein Tag in dem ein Vertreter der Öffentlichkeit wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen wird, ist kein einfacher Tag für Israel.“ Das Gerichtsurteil „verkündet eine klare Botschaft an die Offiziellen im Amt, aber noch wichtiger, eine Botschaft an die Opfer. In letzter Zeit gab es das Gefühl, hier geht es um Frauen gegen Männer, aber so ist es nicht. Es geht um Opfer und um die welche sie missbrauchen, sie nötigen, vergewaltigen und ihre Schwäche ausnutzen.

Diese Verurteilung ist nur eines in einer Reihe von Fällen gegen hochrangige Politiker in Israel. Wie der ehemalige Finanzminister Avraham Hirchson, der aktuell im Gefängnis wegen Unterschlagung sitzt. Oder der ehemalige Premierminister Ehud Olmert der wegen Korruption angeklagt ist.

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Südtiroler Stiftung unter Beschuß

On December 31, 2010, in Junge Freiheit, by admin

Italienische Behörden gehen gegen eine gemeinnützige, in Südtirol tätige Stiftung vor. Den Anfang machte eine Razzia der Bozener Staatsanwaltschaft Anfang April, bei der die Büroräume der in Liechtenstein ansässigen Laurin-Stiftung durchsucht wurden.

Ein halbes Jahr später – eine Anklageerhebung ist bislang ausgeblieben – häufen sich nun Medienberichte über die sich im Visier der Staatsanwaltschaft befindliche Stiftung und „ihre dubiosen Hintermänner“, so das Wochenmagazin FF. Dem Magazin seien „höchst interessante Dokumente zugespielt“ worden.

Die Geschichte, die über diese Stiftung erzählt wird, ist immer dieselbe: Die Laurin-Stiftung, mit einem Kapital von 41 Millionen Euro ausgestattet, sei ein Sammelbecken für Rechtsextreme, die Herkunft und Verwendung ihrer Finanzen ungeklärt, das karitative Engagement vielleicht nur Tarnung.

Diskriminierung von Italienern ist nicht ungesetzlich

Tatsache ist, daß die Laurin-Stiftung karitativ tätig ist. Sie vergibt günstige Darlehen an in Not geratene Bergbauern. Das Geld geht gezielt an Südtiroler und Ladiner –  nicht an Italiener. Das ist den italienischen Behörden ein Dorn im Auge, ungesetzlich ist es jedoch nicht. Also konzentrieren sich die Vorwürfe auf die führenden Vertreter der Einrichtung:

Der Vorsitzende Otto Scrinzi (92) war NSDAP-Mitglied und später FPÖ-Abgeordneter im österreichischen Nationalrat. Den zwei Mitgliedern im Verwaltungsrat der Stiftung, Peter Kienesberger (68) und Erhard Hartung (67), wird von italienischer Seite vorgeworfen, vor über vierzig Jahren an Attentaten in Italien beteiligt gewesen zu sein. In Italien wurden sie verurteilt. Ein österreichisches Gericht hat sie jedoch freigesprochen.Die Stifterin schließlich ist eine in Australien lebende österreichische Millionenerbin, die auch in ihrer neuen Heimat konservative Gruppen unterstützt. Gründungsjahr ihrer Laurin-Stiftung war übrigens 1966.

Diese Fakten sind nicht neu. Und die Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft haben nichts zutage gefördert, sonst wäre längst Anklage gegen die Stiftung erhoben worden. Kienesberger spricht daher von einer „Luftnummer“ und vermutet, daß die „Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder einstellen wird“.

Aus dem Umfeld der Südtiroler Regierung ist zu erfahren, daß die italienische Staatsanwaltschaft auch südtiroler Behörden in ihren Feldzug gegen die Laurin-Stiftung einbeziehen wollte. Diese können jedoch nichts gegen die Stiftung machen, da sie ihren Sitz in Liechtenstein hat. Dennoch kommt die Pressekampagne der schwächelnden Südtiroler Volkspartei (SVP) nicht ungelegen.

Südtiroler Volkspartei sieht Konkurrenz von rechts

Die hat bei der letzten Wahl erstmals ihre absolute Mehrheit verloren und sieht sich wachsender Konkurrenz von rechts ausgesetzt: Die „Freiheitlichen in Südtirol“ und die „Südtiroler Freiheit“ setzen der Dauer-Regierungspartei zu. Beide rechten Parteien bestreiten, Zuwendungen erhalten zu haben. Trotzdem geht die SVP die Stiftung hart an.

Der Vorsitzende der SVP, Richard Theiner, sagte: „Es ist mehr als besorgniserregend, daß durch dubiose Kanäle enorme Finanzmittel geflossen sein sollen, um hier ein politisches Spiel zu treiben.“ Selbst Landeshauptmann Luis Durnwalder äußerte sich: „Ich bin äußerst verwundert, daß solche Finanzierungen geflossen sein sollen.“

Bei seinen Parteifreunden stößt der Regierungschef nicht nur auf Zustimmung. „Er hätte sich lieber vor die eigenen Leute stellen“ sollen, sagt ein Parteifreund aus Luis Durnwalders SVP. „Es sieht so aus, als wolle er politisches Kleingeld einsammeln.“

(JF 52/10)

 

Der Überlebenskampf des nordischen Menschentums in der Zukunft

Neue Denkansätze für die kommenden Tage H.Becker, 2004

Textprobe:

Zitat:

1 Die Zeit des Zerfalls

Die europäischen Kulturnationen stehen in unseren Tagen vor einem gähnenden, schwarzen Abgrund. Der große Niedergang hat begonnen und mit jedem Tag, der neu ins Land geht, zeigt sich die überall um sich greifende Fäulnis deutlicher. Innerhalb weniger Jahrzehnte wird es keine Deutschen, Franzosen oder Engländer mehr geben und mit ihnen werden ihre Kulturen und ihre Errungenschaften vergehen, wenn der Zerfall nicht aufgehalten wird. Der nordische Mensch, der seit Jahrtausenden das zivilisatorische Antlitz des Erdballs geformt und alle höhere Kultur geschaffen hat, wird nun für immer untergehen, wenn das Verhängnis weiter voranschreiten kann. Unser Kontinent wird heute in nie gekannter Weise von Einwanderermassen aus der Dritten Welt überschwemmt, was dazu führt, dass die überall geburtenschwachen Europäer bald Minderheiten in ihren eigenen Heimatländern sein werden. Diese schreckliche Entwicklung wird geduldet, ja gefördert, von den verräterischen Politikern in den westlichen Demokratien.
Die seit 1945 zur absoluten Weltherrschaft aufgestiegenen Zionisten in den USA haben in den Politikern der Europäischen Union und vor allem des BRD-Systems willige Lakaien gefunden, mit denen sich ihre Pläne der Ausrottung der weißen Rasse (besonders des deutschen Volkes) in die Tat umsetzten lassen. Wissend um die zivilisatorische Schöpferkraft des nordischen Menschen, die in der Weltgeschichte alles andere weit in den Schatten gestellt hat, arbeiten sie seit vielen Jahren an der Zersetzung der europäischen Kultur und an der Zerstörung der biologischen Grundlagen des nordischen Menschentums.


Mathias Bröckers – Die Drogenlüge

On December 31, 2010, in Nation, by admin
Mathias Bröckers – Die Drogenlüge

Zitat:

Der Krieg gegen die Drogen ist nicht zu gewinnen. Bestsellerautor Mathias Bröckers zeigt, warum das Geschäft mit den Drogen gerade durch deren Verbot so attraktiv ist und wie Politik, Mafia und Lobbyisten
davon profitieren. Bundeswehr und NATO etwa sichern und bewachen in Afghanistan derzeit die größte Heroinproduktion aller Zeiten und das ist
nur eine von vielen absurden Auswirkungen des umfassenden internationalen Drogenverbots. Es wird deutlich: Die Strategie des Drogenverbots ist
weltweit nicht nur sozial und gesundheitspolitisch gescheitert, sie unterminiert auch in vielen Regionen durch ihre Nebenwirkungen die Rechtsordnungen etlicher Gesellschaften. Nur ein Ende der Prohibition
und die konsequente Legalisierung aller Drogen kann die Spirale von Schwarzgeld, Gewalt, Korruption und Terror stoppen.


Angehängte Grafiken
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Angehängte Dateien
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Gladbeck naziverseucht

On December 31, 2010, in Thiazi Forum, by admin
Schockierende Fotos sind in Gladbeck aufgetaucht. Die schlimmsten Vorfaelle ereigneten sich bei der Kinderfeuerwehr. Ich hoffe mal, dass das noch nicht verjaehrt ist (war 2008) und die Verbrecher ihrer gerechten Strafe zugefuehrt werden koennen.

Ach ja, und bitte mehr Geld fuer den Kampf gegen rechts!

http://www.bild.de/BILD/regional/ruh…i-problem.html

Zitat:

Gladbeck – Nazi-Skandal in Gladbeck: Auf Fotos zeigen mehrere Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei einer Ferienfreizeit in Österreich den Hitlergruß.

Offenbar kein Einzelfall: Auch bei einem Feuerwehr-Biwak des Kreises Recklinghausen in einer Coesfelder Kaserne posieren wieder die Gladbecker Kameraden – mit ausgestrecktem rechten Arm!

Der Anblick der Bilder treibt dem Gladbecker Feuerwehr-Chef Josef Dehling (55) die Zornesröte ins Gesicht: „Das ist ein absoluter Schock, diese eindeutigen Fotos erschüttern mich.

Die Bilder sind eine Katastrophe für uns. Solch ein Gedankengut gehört hier nie und nimmer hin.“

Die Skandal-Fotos wurden bereits 2008 aufgenommen. Das Balkon-Foto stammt von einer einwöchigen Freizeit im österreichischen Wagrain.

Dehling: „Ein älterer Jugendlicher hat die anderen zu dieser Pose gedrängt.“ Die anderen Fotos sind von einem Biwak in der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne. Auf den Bildern sind sogar zwei Betreuer dabei, einer zeigt ebenfalls den Hitlergruß.

Der Feuerwehr-Chef: „Das wird ganz sicher schwere Konsequenzen haben, hier wird nichts unter den Teppich gekehrt. Wir sind sofort sehr offensiv damit umgegangen, haben die Jugendlichen und deren Eltern hergebeten und Gespräche mit ihnen geführt.“

Josef Dehling glaubt aber, dass seine Feuerwehr kein Nazi-Problem hat. „Alles nur als schlechten Scherz abzutun, wäre aber zu wenig. Wir dulden kein rechtsextremes Gedankengut und werden die Jugendlichen jetzt in Gesprächen und mit Vorträgen aufklären.“ Polizei und Staatsschutz sind auch eingeschaltet.

Der für das Balkon-Foto verantwortliche Jugendliche (19) wurde bereits vor Monaten aus der Feuerwehr geschmissen. Er war mit Blaulicht und Martinshorn zum Einkaufen gefahren.


Kosovo: Thaci vergleicht Marty mit Naziminister Goebbels

30. Dezember 2010

http://derstandard.at/1293369728665/…ister-Goebbels

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Bei einer Depesche vom 24. Februar 2010, die Wikileaks am 25. Dezember 2010 veröffentlichte, geht es um die Kreditkarten welche die Mitglieder des israelischen Killerkommandos für die Zahlung ihrer Flüge, Hotelzimmer usw. in Dubai benutzt haben. Darin meldet die US-Botschaft in Abu Dhabi an das Aussenministerium in Washington, die Behörden der Vereinigten Emirate (UAE) hätten um Hilfeleistung bei der Aufklärung des Mordes von Hamas Anführers Mahmoud Al-Mabhouh bei den Behörden wie das FBI gebeten. Sie führten die MasterCard Kreditkartennummern auf, die von den Mossad-Agenten benutzt wurden, ausgestellt von der MetaBank in Iowa USA.

Hier der Inhalt der Depesche im Original, die als “geheim” eingestuft ist:

S E C R E T ABU DHABI 000103

NOFORN
SIPDIS
FOR NEA/ARP

E.O. 12958: DECL: 2020/02/24
TAGS: PREL PINS CJAN AE
SUBJECT: UAE REQUEST FOR USG ASSISTANCE IN INVESTIGATION OF KILLING OF MAHMOUD AL-MABHOUH

CLASSIFIED BY: Doug Greene, DCM; REASON: 1.4(D)

¶1. (C/NF) On the margins of a meeting with visiting Secretary Chu, on Feb 24 MFA Minister of State Gargash made a formal request to the Ambassador for assistance in providing cardholder details and related information for credit cards reportedly issued by a U.S. bank to several suspects in last month’s killing of Hamas leader Mahmoud Al-Mabhouh in Dubai.

According to a letter Gargash gave the Ambassador (which transmitted details of the request from Dubai Security authorities to the UAE Central Bank), the credit cards were issued by MetaBank, in Iowa. Embassy LEGATT is transmitting the request and associated details to FBI HQ. Gargash asked that Embassy pass any reply to the director of the General Directorate of State Security (GDSS) in Dubai.

¶2. (S/NF) Comment: Ambassador requests expeditious handling of and reply to the UAEG request, which was also raised by UAE Foreign Minister Abdullah bin Zayed in a February 23 meeting with Secretary Clinton in Washington.

¶3. (C/NF) Text of letter from GDSS to the Governor of the UAE Central Bank:

Excellency Sultan Al-Suwiadi

UAE Central Bank Governor

Subject: Credit Cards

MC 5115-2600-1600-6190
MC 5115-2600-1600-5317
MC 5301-3800-3201-7106

General Management of The State Security offers greetings, and asks your Excellency to direct the money laundry and suspicious transactions unit at the Central Bank to urgently obtain details of the above credit cards, in addition to details for purchases, accounts, and payments on those cards, as the users of those cards were involved in the murder of Mahmoud Mabhouh. Those cards were issued by META BANK in the state of Iowa, USA.

Thank you for your kind cooperation.

END TEXT

Zur Erinnerung, am 19. Januar 2010 wurde Mahmoud al-Mabhouh in seinem Zimmer im Hotel Al Bustan Rotana ermordet. Insgesamt wurden 27 Personen, die als Mitglieder des Killerkommandos teilnahmen, mit gefälschten europäischen und australischen Reisepässen identifiziert. Es wurde die Identität von real existierenden Personen gestohlen, die vorher nach Israel eingereist waren, wobei ihre Pässe bei der Grenzkontrolle kopiert wurden und damit als Vorlage dienten.

Im Februar und März berichteten US-Medien, die Teilnehmer am Mordkomplott hätten Verbindungen zu israelischen und amerikanischen Firmen und nach der Abreise aus Dubai wäre ein Teil von ihnen in die USA geflüchtet.

Am 24. Februar berichtete ABC News, die Polizei in Dubai hätte 15 Verdächtige des Mordkommandos identifiziert und das “vierzehn der Verdächtigen, Kreditkarten der MetaBank benutzt hätten, eine amerikanische Regionalbank, um für Hotelzimmer und Reisearrangements zu zahlen … Die Polizei von Dubai zeigte auch eine Verbindung der MetaBank zur in New York beheimateten Firma Payoneer auf, welche die ‘prepaid’ MasterCard Kreditkarten der MetaBank herausgab. Laut ihrer Webseite hat Payoneer ein Zentrum für Forschung und Entwicklung in Tel Aviv.

Auf Anfrage eines Reporters bei der Zentrale der MetaBank in Storm Lake Iowa, warum die Bank an 14 der mutmasslichen Mitglieder des Killerkommandos Kreditkarten ausgestellt hätte, antworte Lisa Binder, Vizepräsidentin für Investor Relations und Corporate Communications:

Die in Frage kommenden Meta-Karten wurden im Zusammenhang mit dem Meta Zahlungsprogramm ausgestellt, nicht durch eine Bankfiliale. Das Meta Zahlungssystem, welches 150 Millionen prepaid Karten herausgibt, vermarktet ihre Salär-Karten durch verschiedene Programmanbieter – in diesem Fall durch Payoneer – um US-Firmen Salär-Karten mit Eigenmarken anzubieten, mit denen die amerikanischen Firmen ihre im Ausland und in den USA lebenden Mitarbeitern und Subunternehmern zahlen können. Die in Frage kommenden Karten wurden von den Firmen mit Guthaben ‘geladen’, durch direkte Überweisungen für Gehälter, Auslagen und andere Vergütungen.

Laut Payoneer eigenen Angaben, handelt es sich bei dieser Firma um einen “Zwischenhändler” von MasterCard, der im Voraus bezahlte Kreditkarten (prepaid) und Zahlungsdienste für Firmen anbietet, die ihren eigenen Markennamen auf den Karten haben können. Die Firma ist im Privatbesitz und bei ihren Investoren handelt es sich um Greylock Partners, Carmel Ventures und Crossbar Capital. Alle drei sind sogenannte “venture capital” Firmen und haben enge Verbindungen zu Israel, teilweise mit Hauptquartier und Standort dort, und israelischen Gründungsmitglieder und Chefs.

Die US-Behörden sind aber der Bitte um Hilfe seitens Dubai, den Mordanschlag aufzuklären, nicht nachgekommen. Warum wohl? Es sieht so aus, wie wenn Payoneer eine “joint venture” zwischen der CIA und Mossad ist, um einerseits Geld zu waschen und andererseits den “Sold” ihre Agenten und die Kosten ihrer Geheimoperationen zu bezahlen. Genau so wie ‘prepaid’ Handys gerne für fragwürdige Handlungen genutzt werden, ist es bei dieser Art von vorbezahlten Kreditkarten scheinbar auch der Fall. Es garantiert einigermassen die Anonymität, da keine Rechnung zugestellt wird und man irgendeine Adresse angeben kann.

Der Chef von Payoneer, Yuval Tal, ist ein ehemaliges Mitglied der IDF und Moshe Mor, Gründer von Greylocks Partner, war sechs Jahre in der israelischen Armee als Hauptmann im militärischen Geheimdienst tätig. Die “venture capital” Firmen arbeiten aus Herzliya in Israel, dem Hauptquartier des israelischen Geheimdienstes Mossad.

Greylock scheint seit Jahrzehnten enge Verbindungen zur CIA und dem Pentagon zu haben. Zum Beispiel war Howard Cox, der ab 1971 zu Greylocks stiess, vorher zwei Jahre im Büro des US-Verteidigungs- ministers tätig. Er war ehemaliger Vorsitzender der “National Venture Capital Association”, dient im Unternehmensbeirat des Verteidigungs- ministers und ist auch im Vorstand von In-Q-Tel, ein Venturekapitalfonds der CIA.

Trotz dieser ganzen Verbindungen, hat die US-Regierung, aber auch die Massenmedien, gar kein Interesse die Hintergründe des Dubai-Mord aufzuklären. Das erklärt auch warum MasterCard sehr schnell Wikileaks den Geldhahn zugedreht hat. Die Verbindung der Firmen untereinander ist offensichtlich. Andererseits werden die Geldtransaktionen der Verdächtigen am Mordkomplott bis heute nicht veröffentlicht, sondern geheim gehalten.

Die Behörden von Dubai sagen, andere Mitglieder des Mordkommandos hätten Kreditkarten von der DZ Bank AG in Deutschland, Nationwide Building Society in Swindon England und von der IDT Financial Service Ltd. in Gibraltar benutzt.

Passend dazu noch diese Nachricht: Der neue Chef des Mossad, Tamir Pardo (57), will sich im Januar für den Missbrauch von britischen Pässen für den Mordanschlag in Dubai bei der Regierung in London entschuldigen, wie der Telegraph am 26. Dezember meldete. Das Verhältnis ist seit Februar getrübt und der Stationsleiter des Mossad in London wurde des Landes verwiesen. Die Zeitung zitiert ungenannte Quellen und schreibt, Pardo plane eine Reise nach London für nächsten Monat “um die Beziehungen zu erneuern“. Wenn das stimmt, dann gibt ja Israel zu, den Mord begangen zu haben.

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Es gibt keine Kollektivschuld

On December 30, 2010, in Junge Freiheit, by admin

Nach einem bekannten Diktum zum Verständnis kontroverser politischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen wird die Geschichte immer von den Siegern geschrieben; selbstverständlich immer auch nach deren politischer Interessenlage und den vorherrschenden ideologischen Grundpositionen.

In Deutschland verhält es sich nach 65 Jahren Vergangenheitsbewältigung und 40 Jahren Kulturrevolution inzwischen genau umgekehrt. Die Geschichte wird hier gewissermaßen von den Besiegten geschrieben; selbstverständlich ebenfalls nach Maßgabe der genannten politischen und ideologischen Interessen der ehemaligen Sieger.

Politisch sterile Frage nach der Schuld in der Vergangenheit

Der Nestor der deutschen politischen Soziologie, Max Weber, hat kurz vor seinem Tod 1920 mit Blick auf die sogenannte Kriegsschuldlüge nach dem Ersten Weltkrieg vor einer derartigen Fixierung auf Schuldzuweisungen und Schuldbekenntnisse an hervorragender Stelle gewarnt: „Anstatt sich um das zu kümmern, was den Politiker angeht, die Zukunft und die Verantwortung vor ihr, befaßt sie sich mit politisch sterilen, weil unaustragbaren Fragen der Schuld in der Vergangenheit. Dies zu tun, ist politische Schuld, wenn es irgendeine gibt.“

Man ist zur Stützung dieser Aussagen nicht auf Randbemerkungen dritter oder vierter Hand angewiesen. Man kann sich auf Schlüsselaussagen der ehemaligen Feindmächte berufen, zum Beispiel auf den amerikanischen Hauptankläger Robert Jackson anläßlich der Eröffnung des Nürnberger Prozesses 1945: „Wir möchten klarstellen, daß wir nicht beabsichtigen das deutsche Volk zu beschuldigen. Wenn die breite Masse des deutschen Volkes das nationalsozialistische Programm willig angenommen hätte, wäre die SA nicht nötig gewesen, und man hätte auch keine Konzentrationslager und keine Gestapo gebraucht.“

„Lächerlich, die Hitler-Clique mit dem deutschen Volk gleichzusetzen“

Ähnlich hatte sich bereits während des Krieges Stalin geäußert. Er erklärte, daß das deutsche Volk nicht für die Verbrechen der „Nazi-Clique“ verantwortlich gemacht werden sollte. In seinem früher viel zitierten Tagesbefehl vom 23. Februar 1942 (dem Gründungstag der Roten Armee im Jahr 1918) betonte er das Kriegsziel, daß die Rote Armee keinen Krieg gegen das deutsche Volk und zur Vernichtung des deutschen Staates führe:

„Das ist natürlich ein dummes Gefasel und eine törichte Verleumdung der Roten Armee. Solche idiotischen Ziele hat die Rote Armee nicht und kann sie nicht haben. (…) Es wäre lächerlich, die Hitler-Clique mit dem deutschen Volk und dem deutschen Staat gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, daß die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt“ (Werke 14,266).

 

In diesem Sinn antwortet das KPD-Programm vom Juni 1945 auf die konkrete Frage nach der Schuld, daß allenfalls die zehn Millionen Deutschen eine „Mitschuld“ am Aufstieg Hitlers hatten, die ihn bei der letzten freien Wahl im November 1932 gewählt haben, das heißt: 33 Prozent der Wähler. Auch bei den Märzwahlen 1933 kurz nach der Machtergreifung Hitlers erreichte die NSDAP „nur“ 44 Prozent – ein beachtliches Ergebnis, aber eben nicht die Mehrheit des deutschen Volkes.

Zu bedenken ist auch, daß sich die KPD selbstkritisch zu einer Mitschuld am Aufstieg Hitlers bekannte, weil sie in der Endphase der Weimarer Republik den „Hauptstoß“ nicht gegen die Nationalsozialisten geführt hat, sondern gegen deren „Zwillingsbruder“, die „sozial-faschistische“ SPD. Wie immer man diese Ereignisse und Ergebnisse auch beurteilt: Zur Stützung der Kollektivschuldthese eignen sie sich nicht. Im Gegenteil: Sie dokumentieren ein breites Einvernehmen in der Ablehnung einer deutschen Kollektivschuld.

Ignorieren aller Argumente gegen Kollektivschuldthese

Dieses Einvernehmen besteht heute nicht mehr. Wer sich heute auf die zitierten Positionen der ehemaligen Feindmächte beruft, muß mit massiven Widersprüchen und intellektuellen Verdächtigungen rechnen. Eine verantwortliche wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung ist in diesem Klima von Ignoranz und Arroganz kaum noch möglich, weil auch noch so eindeutige Argumente gegen die Kollektivschuldthese systematisch ignoriert werden.

Die erforderlichen Einzelnachweise liefert seit langem Konrad Löw in seinem beharrlichen, akademischen und publizistischen „Kampf wider das Vergessen“. Löw weist auch in dem angezeigten Buch auf Grundlage seiner umfangreichen und akribischen Quellenstudien nach, daß das Volk anders war als viele Ankläger behaupten. Eine Kollektivschuld des deutschen Volkes beziehungsweise einer Mehrheit des Volkes läßt sich demzufolge nicht rechtfertigen.

Mosaiksteinchen zu einem eindrucksvollen Panorama

Löws Darstellung stützt sich auf die Zeugnisse von Zeitzeugen aller Art: von politisch Verfolgten, deutschen, ausländischen und jüdischen Publizisten und Intellektuellen, ausländischen Diplomaten und Politikern, aber auch den unbekannten kleinen Mann auf der Straße. Es sind teils sehr spontane Reaktionen, teils sehr abgewogene literarische Beobachtungen aus dem Alltag.

Als eine besonders ergiebige und zuverlässige Quelle haben sich für Löw die „Deutschlandberichte der SPD“ (Sopade) erwiesen, die vom Exilvorstand der SPD (Otto Wels, Erich Ollenhauer, Paul Löbe, Friedrich Stampfer) herausgegeben wurden, zunächst in Prag, ab 1938 in Paris. Es handelt sich um eine Vielzahl von Einzelfällen, die Löw aber wie Mosaiksteinchen zu einem eindrucksvollen Panorama einer wichtigen Epoche unserer Geschichte zusammengefügt hat. Tolle lege! – Nimm und lies.

> Konrad Löw: Deutsche Schuld 1933-1945? bestellen

(JF 51/10)

http://www.bfz-hildesheim.net/agnesmiegel.php

Agnes Miegel, Hildesheim und die Nachwuchs-Linken

Ja, Hildesheim ist eine weltoffene, freundliche, farbenfrohe Stadt und an diesem Image wird hart gearbeitet. Es wurde viel in Kunst und Kultur investiert, so wurden rostige Metallträger in der Fußgängerzone aufgestellt, es wurde ein neues Stadtlogo geschaffen, drei rote Buchstaben mit drehendem O aufgestellt und vieles mehr. Jetzt, da sich alle Hildesheimer viel wohler fühlen als zuvor, ist natürlich kein Geld mehr da und so musste die Wiedererrichtung des „Umgestülpten Zuckerhuts“ aus privaten Mitteln engagierter Bürger finanziert werden. Aber wahrscheinlich werden auch rostige Metallträger mehr Touristen nach Hildesheim locken und massenweise Geld in die ausgetrocknete Stadtkasse spülen, als es je durch den historischen Marktplatz, Weltkulturerbe und „Umgestülpten Zuckerhut“ möglich gewesen wäre.

Doch es gibt etwas, was die Hegemonie einer modernen und toleranten Stadt völlig aus dem Gleichgewicht bringt: Hier die Agnes-Miegel-Straße in Ochtersum. Nun ist eine Debatte entfacht, ob die Straße umbenannt werden sollte oder eben nicht.

Ausgelöst wurde die Debatte von einem „Projekt Farbenfroh“, einer linken Kinder- und Jugendvereinigung mit Sitz in der Löseke. Mit ihrem Konsens, einer Aufzählung von klassischen Themenbereichen von „Faschismus“ über Sexismus bis Daten- und Tierschutz oder auch dem Atomausstieg bedient die Gruppe alle gängigen Punkte der Linken. Dabei haben sie sich selbst Grenzen gesetzt, wollen keine Waffen tragen, distanzieren sich von Gewalt und während ihrer Treffen sollen keine Drogen konsumiert werden. Auf ihrer Netzseite setzen sie Verweise zu linken Gruppen, den Grünen, der Piratenpartei und zu einer Seite, die Freiheit für mutmaßliche linksextremistische Brandstifter fordert.

Grund genug, dass das „Projekt Farbenfroh“ mit seinem Feldzug gegen die Agnes-Miegel-Straße von den Medien und Parteien hofiert wird. So bietet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung der Gruppe eine Plattform, als Rene Grebenstein, Gründer des „Projekts Farbenfroh“, Agnes Miegel in einem Artikel als Verbrecherin bezeichnet und für eine Umbenennung der Straße werben kann, samt Kontakttelefonnummer und Netzadresse. Die SPD-Ratsfraktion greift den Punkt auf und will über „strittige Straßennamen“ debattieren. Inzwischen wurde eine Unterschriftenaktion für eine Umbenennung der Straße gestartet.

Der Vorwurf gegenüber Agnes Miegel

Linksextremisten und jetzt das „Projekt Farbenfroh“ werfen Agnes Miegel immer wieder vor, dass diese im Jahr 1933 Mitglied der NS-Frauenschaft und später Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie der Dichtung wurde. Desweiteren werden das Gedicht „Dem Führer“ und und das Buch „Ostland“ angeführt, um ihre Nähe zum Nationalsozialismus hervorzuheben. „Projekt Farbenfroh“ führt an, daß Agnes Miegel mit „schwülen, schwülstigen Heimat- und Heimatverlust-Gedichten“ den Nationalsozialismus begünstigt hätte. Auch dass sich Agnes Miegel nie von ihren Texten oder ihrer Gesinnung distanziert hat, wird ihr immer wieder vorgeworfen.

Wer war Agnes Miegel?

Sie wurde am 9. März 1879 im ostpreußischen Königsberg geboren und war das einzige Kind ihrer Eltern. Vom Vater wird ihr die Stadt Königsberg nahe gebracht, die Mutter zeigt ihr Volkslieder und Gedichte. Fünfzehnjährig schreibt sie erste Gedichte in ihr Tagebuch, und bereits 1896 erhält sie ihr erstes Honorar für die Ballade "Elfkönig". Börries von Münchhausen sagte „Dies ist eine der ganz großen Dichterinnen unseres Volkes. Agnes Miegel ist der größte lebende Balladendichter unseres Volkes.“

1901 erscheint ihr erstes eigenes Buch, ein Band mit Gedichten und Balladen. Angnes Miegel macht eine Schwesternausbildung in Berlin, später muss sie zunächst eine Ausbildung zur Lehrerin aus gesundheitlichen Gründen abbrechen, dann die landwirtschaftliche Maidenschule, da sie die kranken Eltern in Königsberg pflegen muss. Nach dem Tod des erblindeten Vaters steht sie vierzigjährig allein da und findet bei einer Zeitung Arbeit. Agnes Miegel schreibt historische Erzählungen aus den verschiedenen Epochen der ostpreußischen Geschichte und wird in Ostpreußen und ganz Deutschland so bekannt, dass sie zahllose Reisen unternehmen muss.

Ihre Zeit während des Nationalsozialismus beschreibt die Agnes-Miegel-Gesellschaft so: „Die Berühmtheit der Dichterin und ihre Themen kommen den neuen Machthabern 1933 sehr gelegen. 1933 wird Agnes Miegel in die Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen, eine Anerkennung und eine Ehre, die ihr für viele Jahre zum Verhängnis werden soll. Die Nationalsozialisten können sie gebrauchen, glauben sie doch in ihrer ostpreußischen und altpreußischen Thematik etwas von „Blut und Boden“ zu erkennen. Doch Rassismus oder gar Antisemitismus gibt es bei ihr ebenso wenig wie Maximen von Gewalt, Hass, Unrecht oder Intoleranz. In ihren Werken findet sich vor allem eine deutliche Sprache der Menschlichkeit, Toleranz, Versöhnung und Verständigung auch über Grenzen hinweg als höchstes Lebensgesetz. Agnes Miegels dichterisches Werk in diesen Jahren wird bestimmt durch eine große Vielfalt in Stoff und Formen.“

Sie muss im eisigen Februar 1945 wie alle zwei Millionen Ostpreußen die Flucht nach Westen antreten, wobei sie mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe über die Ostsee nach Dänemark entkommen kann. Nach anderthalb Jahren in einem Lager, zieht sie in das überfüllte Wasserschloss Apelern und findet schließlich im niedersächsischen Bad Nenndorf eine zweite Heimat, in dem sie weiter schreibt. Am 26. Oktober 1964 verstirbt Agnes Miegel.

Auszeichnungen und Ehrungen

1916 Kleist-Preis
1924 Ehrendoktor der Königsberger Albertus-Universität am 200. Geburtstag von Immanuel Kant
1929 Zu ihrem 50. Geburtstag Ehrensold ihrer Vaterstadt und freies Wohnrecht auf Lebenszeit
1933 Aufnahme in die Sektion Dichtung der Preußischen Akademie der Künste
1936 Herder-Preis der Johann-Wolfgang-Goethe Stiftung
1939 Ehrenbürgerbrief der Stadt Königsberg/Pr.
1940 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main
1952 Westfälischer Kulturpreis
1954 Ehrenbürgerin der Gemeinde Bad Nenndorf
1957 Ehrenplakette des Ostdeutschen Kulturrates
1958 Preußenschild der Landsmannschaft Ostpreußen
1959 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1959 Stiftung der Agnes-Miegel-Plakette des Tatenhauser Kreises in Warendorf/Westf.
1962 Kulturpreis der Landsmannschaft Westpreußen

In Bad Nenndorf wird ihr ein Denkmal errichtet und die Post bedruckte ihr zu Ehren eine Briefmarke. Nach Agnes Miegel wurden ingesamt 40 Schulen und zahllose Straßen in ganz Deutschland benannt, so auch die kleine Straße im hildesheimer Stadtteil Ochtersum.

Linksextremisten päpstlicher als der Papst?

Linksextremisten und die Kinder und Jugendlichen vom „Projekt Farbenfroh“ sind nicht die ersten, die sich mit der Person Agnes Miegel beschäftigt haben. Im Rahmen der politischen Säuberung nach dem 2. Weltkrieg führten die alliierten Sieger die sogenannte Entnazifizierung Deutschlands durch. Auch die Person Agnes Miegel wurde geprüft und ihr Entnazifizierungsurteil lautet „unbelastet“. Es hieß, „sowohl Motive wie Handlungen haben niemals NS-Geist verraten.“

Hass gegen Agnes Miegel

Seit vielen Jahren versuchen Linksextremisten im Sinne der 68er-Bewegung die Meinung in Deutschland zu beeinflussen und vorzugeben. Wie Spiegel-Reporter Jan Fleischhauer in seinem Buch „Unter Linken“ berichtet, haben sie es dabei auf meinungsbildende Positionen in der Gesellschaft abgesehen und sind deshalb stark in Redaktionen, Verlagen, Medien und in der Politik vertreten. Sie haben ein Klima der Angst geschaffen, das auf Denunziation und Ausgrenzung beruht; von dem alle Menschen betroffen sind, die sich nicht ihren Vorstellungen gemäß verhalten. Linke Vorstellungen umzusetzen bedeutet auch massiven Einfluss auf die Kultur auszuüben und das öffentliche Straßenbild in ihrem Sinne zu gestalten.

Von den ehemals 40 Schulen, die mit dem Namen Agnes Miegels geschmückt waren, ist heute noch eine einzige in Wilhelmshaven übrig geblieben; etliche Straßen wurden bereits umbenannt. Doch nicht nur politischer Druck oder Ausgrenzung zählt zu den üblichen Mitteln. So wurden beispielsweise kurz nach der Wiedereinweihung des Kriegerdenkmals in der Ortschaft Giesen, im Jahr 2007 Gedenkplatten mit Gedichten Agnes Miegels herausgerissen und gestohlen.

Warum ausgerechnet Agnes Miegel?

Von ihren Landsleuten und Schicksalsgefährten wurde Agnes Miegel "Mutter Ostpreußen" genannt. Sie verkörpert als Person das Land Ostpreußen, welches in der Blütezeit unter dem Deutschen Orden entstanden ist. Ihre Texte, Gedichte und Balladen veranschaulichen die Schönheit des Landes und erhalten die dortige Kultur. In den 50er und 60er Jahren warben CDU und SPD noch mit der Rückforderung der Ostgebiete, die nach dem Krieg an Polen, Tschechien und Russland gefallen waren. Mit der Teilwiedervereinigung Deutschlands wurde auf die Rückforderung offiziell endgültig verzichtet. Um solche Rückforderungsbestrebungen bereits im Keim zu ersticken soll auch die Erinnerung an das Land „der dunklen Wälder und kristall’nen Seen“ zwischen Ostseeküste und Masuren verschwinden.

Als Heimatvertriebene hält Agnes Miegel die Erinnerung an die menschenverachtende Flucht und Vertreibung von 18 Millionen Deutschen durch die Rote Armee am Leben, was linken Zeitgenossen naturgemäß wenig schmeckt. In Balladen wie „Wagen an Wagen“ wird die Dramatik einer menschlichen Katastrophe von ungeahntem Ausmaß deutlich. Darin heißt es:

„Zuckend wie Nordlicht am Himmel stand
Verlassner Dörfer und Städte Brand.
Und um uns heulte und pfiff der Tod,
Auf glühendem Ball durch die Luft getragen.
Und der Schnee wurde rot.
Und es sanken wie Garben, die hilflos starben.
Und wir zogen weiter,
Wagen an Wagen“

Linker Agnes-Miegel-Protest und die Auswirkung

Wenig Wirkung hat die linke Anti-Agnes-Miegel-Kampagne bundesweit gebracht. Zwar wurden alle Schulen, mit Ausnahme der in Wilhelmshaven, und auch etliche Straßen umbenannt, doch immer gegen den Protest der betroffenen Bürger. In Bad Nenndorf, der niedersächsischen Stadt, in der sich Agnes Miegel niedergelassen hat und die sie zur Ehrenbürgerin erklärte, scheiterten die Linken bei ihrem Vorhaben das Agnes-Miegel-Denkmal zu entfernen, am wütenden Protest der Bad Nenndorfer.

Auch in Hildesheim zeigt sich das Unverständnis der Bürger für eine Umbenennung der Straße. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung startete eine Umfrage, bei der sich bis zum 28. Dezember 13,7% (84 Stimmen) für eine Umbenennung entschieden, 84,7% (520 Stimmen) dagegen. Vielfältige Gründe sprechen gegen eine Umbenennung der Straße, so ist es kaum möglich die literarische und kulturhistorische Gesamtleistung der Dichterin auf wenige Werke und Jahre ihres Lebens zu reduzieren. Andere verweisen auf die Kosten, die mit einer Umbennung verbunden wären und wieder andere führen die Beliebtheit Agnes Miegels im Ausland an.

Die „Projekt Farbenfroh“-Unterschriftenaktion brachte bis zum jetzigen Zeitpunkt rund 100 Unterschriften, unter anderem unterzeichneten die DIE LINKE, „Arbeitskreis Antifaschismus Hildesheim“ und die Jusos Pforzheim. Die Doppelmoral der Linksextremisten: Es gibt in Deutschland noch immer zahlreiche Straßen, die nach roten Verbrechern wie Ilja Ehrenburg benannt sind. Dieser ist mit Hetzaufrufen wie „Tötet alle Deutschen“ oder „Brecht mit Gewalt den Rassehochmut der germanischen Frauen. Nehmt sie als rechtmäßige Beute“ in die Geschichte eingegangen. Die Massenvergewaltigungen, Kindermorde und Kriegsverbrechen an abertausenden von deutschen Zivilisten die Ilja Ehrenburg ausgelöst hat, sind für diese Gruppen kein Thema, stattdessen wird Agnes Miegel posthum zur Verbrecherin deklariert.

Laut dem Ochtersumer Ortsbürgermeister Dr. Ulrich Kumme ist eine Umbenennung der Straße derzeit nicht vorgesehen. Wir denken nicht, dass sich die Bürger von den linken Kindern und Jugendlichen des „Projekts Farbenfroh“ ihre Straßennamen diktieren lassen sollten. Die Folgen hätten letztlich Stadt, Betriebe und Anwohner zu tragen, die sich neue Personalausweise ausstellen lassen müssten, Adressetiketten müssten neu gedruckt werden, Stadtkarten geändert und vieles mehr. Diese linken Spielchen auf dem Rücken der Hildesheimer sind nicht tragbar. Was in Bad Nenndorf möglich ist, kann Hildesheim auch. Nutzen wir diese Debatte, um Agnes Miegel und ihre Heimat Ostpreußen in das Gedächtnis der Menschen zurück zu holen.

Dem Kulturbolschewismus ein Ende setzen – Agnes Miegel bleibt!

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