MADRID. Die Kanaren haben einen Rekordzulauf an afrikanischen Einwanderern verzeichnet. Am vergangenen Wochenende erreichten 2.206 Asylbewerber mit Holzbooten die spanische Inselgruppe. So hoch war die Zahl laut der Nachrichtenagentur Europa Press seit 2006 nicht mehr. Die meisten von ihnen hätten sich auf Gran Canaria in der Stadt Areguineguín.

Damit verzeichnet die spanische Inselgruppe einen Rekordwert an Ankömmlingen seit 2006. Seit Januar seien rund 13.700 Asylbewerber auf den Kanarischen Inseln angekommen, die etwa 100 Kilometer von der Küste Westafrikas entfernt liegen. Damit habe sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr bereits versechsfacht. Einige der Migranten würden in Hotels untergebracht, die aufgrund der Corona-Krise leerstünden.

Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska (Sozialistische Arbeiterpartei) kündigte an, die Ankömmlinge würden künftig in Kasernen registriert und dabei auf der Corona-Virus getestet. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson (Schwedische Sozialdemokratische Arbeiterpartei) hatte der spanischen Inselgruppe bereits am Freitag die Solidarität der EU bei der Bewältigung der Situation zugesichert. (zit)

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