PHILADELPHIA. In Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania haben in der Nacht auf Dienstag hunderte Demonstranten randaliert. Hintergrund ist ein Polizeieinsatz am Montag nachmittag in West-Philadelphia, bei dem Beamte einen 27 Jahre alten Schwarzen, der mit einem Messer bewaffnet war, mit mindestens zehn Schüssen getötet hatten.

Vom späten Montag bis zum frühen Dienstag hätten Beamte gegen Vandalismus und Plünderungen entlang der 52. Straße in Philadephia vorgehen müssen, teilte die Polizei mit. Mindestens ein Polizeiauto sei in Brand gesteckt und Beamte mit Steinen beworfen worden, berichtete die Tageszeitung The Philadelphia Inquirer. Vier Polizisten hätten ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Dutzende Geschäfte seien geplündert worden.

Opfer mißachtet Anweisungen der Polizei

Die Polizei sei am Montag nachmittag nach West-Philadelphia gerufen worden. Sie sei vor Ort auf einen Mann, der später als der 27jährige Walter Wallace identifiziert wurde, mit einem Messer in der Hand getroffen. Videoaufnahmen des Vorfalls zeigen, wie der Mann die mehrfache Aufforderung der zwei Beamten, das Messer fallen zu lassen, mißachtet. Als er sich auf die Beamten zubewegt, schießen sie mindestens zehn mal auf ihn. Der Mann sei später im Krankenhaus verstorben. Die beteiligten Polizisten trugen sogenannte Body-Cams am Körper.

Der Vorfall werde nun zeitnah untersucht, teilten Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney (Demokratische Partei) und Polizeikommissarin Danielle Outlaw in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Meine Gebete sind bei der Familie und den Freunden von Walter Wallace“, sagte Kenny. „Ich habe mir das Video von diesem tragischen Vorfall angesehen und es wirft schwierige Fragen auf, die beantwortet werden müssen.“ Er freue sich auf eine „rasche und transparente Auflösung des Vorfalls zum Wohle von Herrn Wallace, seiner Familie, den Beamten und für Philadelphia“. (ha)

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