BERLIN. Der Chef des Deutschen Lehrerverbands (DL), Peter Meidinger, sich für einen Einsatz von geschultem Personal an Schulen ausgesprochen, das Konflikte mit dem „radikalen Islam“ lösen soll. „Auch wenn wir es in Deutschland Gott sei Dank nicht mit so einem fürchterlichen Mord zu tun haben, gibt es doch das Problem, daß Lehrkräfte zunehmend Druck ausgesetzt und eingeschüchtert werden“, mahnte Meidinger gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und erinnerte dabei an die Ermordung eines Lehrers in Paris durch einen 18 Jahre alten tschetschenischen Islamisten.

Manche Schulleitungen und Aufsichtsbehörden gingen religiös-motivierten Konflikten aus dem Weg, schilderte der Verbandschef. Grund dafür sei, daß sie um den guten Ruf der Schule fürchteten.

Politik rede Lehrer oft schlecht

Die Trauerrede des französischen Präsidenten Emmanuel Macrons anläßlich des Mordes an des Lehrers Samuel Paty, habe ihn sehr berührt, führte Meidinger aus. Macron habe sich darin vor die Pädagogen seines Landes gestellt. In Deutschland sei so etwas eher selten. Politik und oftmals auch die Gesellschaft redeten Lehrpersonal seiner Ansicht nach oft schlecht.

Meidinger hatte bereits Mitte Oktober vor einem „Klima der Einschüchterung“ an deutschen Schulen gewarnt. Der Druck sei vor allem „in Brennpunktschulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit einem entsprechenden Migrationshintergrund sehr hoch“. Es gebe immer mehr Versuche, Pädagogen bei ihrer Aufgabe, „Werte und Demokratie zu vermitteln, zu beeinflussen und zu behindern“, schilderte er. (zit)

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