STADTALLENDORF. Bei den Protesten gegen die Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst haben Waldbesetzer am Montag zwei Polizisten verletzt. Zu der gewaltsamen Auseinandersetzung kam es, als die Beamten einen Mann aus einem Versteck holten, teilte die Polizei mit.

In dem Waldstück in Mittelhessen sind seit rund zwei Wochen Holzfäller im Einsatz, um Platz für den Ausbau der A49 zu schaffen. Dagegen haben radikale Umweltschützer Widerstand angekündigt und unter anderem Behausungen im Forst errichtet. Unter den Waldbesetzern befindet sich auch die Flüchtlingskapitänin Carola Rackete. Gegenüber der taz kündigte sie an, auch nach der Rodung werde der Protest weitergehen. Die Autobahnbaustelle werde „massiv blockiert werden. Sie wird der Schauplatz für die Verkehrswende“.

Bereits am Sonnabend waren dort Beamte mit Steinen und Farbbeuteln attackiert worden. Die Täter beschädigten dabei einen Polizeiwagen, die darin sitzenden Polizisten blieben unverletzt.

 Polizeigewerkschaft fordert Distanzierung von Gewalttätern

In einem Bekennerschreiben auf dem linksextremen Portal „Indymedia“ drohten die Verfasser, der Angriff sei „eine letzte Warnung an die Bullenschweine“ gewesen. Sollte sich die Polizei nicht aus dem Wald zurückziehen, würden die Attacken heftiger werden.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Hessen, Engelbert Mesarec, machte laut Frankfurter Rundschau für die Gewalt „die gesamte Zivilgesellschaft“ verantwortlich. „Es ist an der Zeit, sich von mörderischen Anschlägen auf Väter, Mütter, Söhne und Töchter, die bei der Polizei arbeiten, zu distanzieren. Rückzugsräume für gewalttätige Rechtsbrecher müssen jetzt geschlossen werden.“ (ag)

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