DUBLIN. Die College Historical Society des Trinity College in der irischen Hauptstadt Dublin hat den Evolutionsbiologen Richard Dawkins wegen seiner islamkritischen Haltung von einer Vortragsveranstaltung ausgeladen. Die Auditorin des Debattierclubs, Brid O`Donnell, begründete die Entscheidung damit, daß ihr „nicht bewußt gewesen war, was für eine Meinung Dawkins zum Islam“ habe, berichtete The University Times.

O`Donnel betonte, die Einladung Dawkins`, der sich in der Vergangenheit als „ziemlich militanten Atheisten“ bezeichnet hatte, habe ihr Vorgänger ausgesprochen. Sie bedauere, sich zuvor nicht genauer mit seinen Positionen auseinandergesetzt zu haben und nur oberflächlich mit ihm beschäftigt zu haben.

Hinweise zu Dawkins Ansichten hätten dann zur Ausladung des Wissenschaftlers geführt. „Ich möchte allen danken, die mich auf diese Informationen aufmerksam gemacht haben. Ich hoffe aufrichtig, daß dies nicht zuviel Unbehagen verursacht hat und möchte mich anderenfalls dafür entschuldigen“, äußerte O`Donnell.

Historical Society geriet wegen Nigel Farage in die Schlagzeilen

Dawkins war 1976 bekannt geworden, als er seine Forschungsergebnisse über die Bedeutung der Gene für die Selektion publiziert hatte. Er erntete später Kritik, als er unter anderem vor dem „schädlichen Einfluß“ von moslemischen Religionsschulen warnte.

In der Vergangenheit war die College Historical Society bereits in die Schlagzeilen geraten, als sie 2018 den ehemaligen UKIP-Vorsitzenden Nigel Farage eingeladen hatte. Mitglieder der Organisation kritisierten den Vorgang scharf.

Die College Historical Society wurde 1770 von dem Philosophen Edmund Burke gegründet. Ihr gehörten prominente Politiker an wie der erste Präsident Irlands, Douglas Hyde. (ag)

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