BERLIN. Die Mehrzahl der Flüchtlingshelfer ist weiblich. Hierbei seien es vor allem die über 70jährigen, die konkrete Hilfe in Form von Deutschunterricht oder Behördengängen leisteten, ergab eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche.

Die Flüchtlingshilferinnen hätten ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau und schätzten die eigene wirtschaftliche Lage überwiegend positiv ein. Zudem haben sie der repräsentativen Befragung zufolge auch mehr Vertrauen in die Demokratie und tendieren politisch zu CDU, SPD oder Grünen.

Unterschiede bei Religiosität

Allerdings sind auch jene überdurchschnittlich gut gebildet und weisen eine nach eigenen Angaben gute wirtschaftliche Lage auf, die sich für eine begrenzte Einwanderung einsetzten, sagte Projektleiterin Maria Sinnemann laut der Nachrichtenagentur epd am Montag bei der Präsentation der ersten Ergebnisse der Studie „Zivilgesellschaftliches Engagement“. Dies bedeute, daß es nicht die Verlierer der Gesellschaft seien, die sich gegen Massenzuwanderung engagierten. Außerdem handle es sich auch nicht um ein rein ostdeutsches Phänomen.

Hingegen unterscheiden sich die beiden Gruppen hinsichtlich der Religionszugehörigkeit und der Art des Engagements. Während Unterstützer von Migranten eher religiös seien und sich in Kirchengemeinden oder gemeinnützigen Vereinen einbrächten, neigten Einwanderungsgegner zu politischem Aktivismus und wählten AfD oder die Unionsparteien. (ls)

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