COTTBUS. Das Amtsgericht Cottbus hat am Donnerstag Haftbefehl gegen einen Pakistaner erlassen, der tags zuvor ohne erkennbaren Grund einen jungen Einheimischen mit einem Messer attackiert hatte. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, werde gegen den 28 Jahre alten Einwanderer wegen versuchten Mordes ermittelt.

Zudem hätte die Polizei die Wohnung des Pakistani durchsucht und zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen zum Motiv der Tat liefen. Laut B.Z. und Bild-Zeitung hat der Verdächtige seine Tat gegenüber einem Beamten jedoch bereits gestanden. Demnach habe Abdulsalam R. jemanden verletzen oder töten wollen, um sich einen „weiteren Verbleib in Deutschland zu sichern“. Seine Aufenthaltserlaubnis sei vor kurzem erloschen.

Tatmotiv in Vernehmung weicht „erheblich ab“

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus sagte am Freitag auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT, der mutmaßliche Täter habe sich in der inzwischen erfolgten Vernehmung auch zu einem möglichen Tatmotiv geäußert. Allerdings weiche dieses gegenüber dem in den Medien genannten Motiv „erheblich ab“. Letzteres sei auch nicht in den Akten vermerkt.

Abdulsalam R. ist dringend tatverdächtig, am Mittwoch morgen um kurz nach halb sechs einen 19 Jahre alten Elektriker-Lehrling in der Straßenbahn unvermittelt mit einem Küchenmesser in den Rücken gestochen zu haben. Das Opfer mußte in einem Krankenhaus notoperiert werden und schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Opfer und Täter sollen sich den Berichten zufolge nicht gekannt haben. Abdulsalam R. war laut Staatsanwalt wegen mehrerer Delikte bereits polizeibekannt. (ls)

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