WIEN/ATHEN. Die beiden Regierungschefs von Österreich und Ungarn haben am Mittwoch ein entschlosseneres Vorgehen gegen illegale Einwanderung angekündigt. „Griechenland als ein Land an der EU-Außengrenze und Österreich als Zielland werden ihre Arbeit fortsetzen, eine gemeinsame und wirksame europäische Politik in diesen Fragen zu erreichen“, sagte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis (Nea Dimokratia) laut dem ORF am Mittwoch in einer Erklärung.

An alle potenziellen illegalen Einwanderern müsse das klare Signal einer restriktiven Migrationspolitik gesendet werden. Es gehe darum, das Geschäftsmodell der Schlepper zu zerstören und das Ertrinken von Asylsuchenden im Mittelmeer zu verhindern, ergänzte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Anlaß für die Erklärung war die große Asylwelle von vor fünf Jahren.

Kurz in Erdgas-Konflikt pro Griechenland

Kurz äußerte sich auch zum Konflikt zwischen Griechenland und der Türkeium Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Der ÖVP-Chef forderte die EU in diesem Zusammenhang auf, sich klar auf die Seite des EU-Mitglieds Griechenland zu stellen.

Ein türkisches Forschungsschiff sucht seit Wochen vor griechischen Inseln und westlich von Zypern nach Erdgas. An dem Vorhaben hatte sich ein langanhaltender Streit zwischen Griechenland und der Türkei wieder neu entfacht. Aus der Sicht Ankaras gehört das Gebiet zum türkischen Festlandsockel. Athen betont dagegen, es sei sein Seegebiet, da sich dort auch die griechischen Inseln Rhodos und Kastelorizo befinden. (ls)

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