LEIPZIG. Die Polizei hat in Leipzig am Donnerstag abend nach Ausschreitungen während einer Demonstration 22 Linksextremisten festgenommen. Sie hatten Polizisten angegriffen und Einsatzwagen beschädigt. Zuvor hatten rund 350 Personen gegen die Räumung eines besetzten Hauses protestiert, teilte die Polizei mit.

Die Ausschreitungen ereigneten sich im Umfeld der Eisenbahnstraße, die als Kriminalitätsschwerpunkt in der Stadt gilt. Die Randalierer errichteten Barrikaden und zündeten Müllcontainer an.

Leipzig ist Schwerpunkt der linksextremen Szene

Bis in den späten Abend weiteten sich die Unruhen auf angrenzenden Straßen aus. Dabei wurden die Beamten mit Feuerwerkskörpern und Flaschen attackiert. Die Besatzung eines eingesetzten Polizeihubschraubers wurde mit einem Laserpointer geblendet.

Die Sicherheitkräfte nahmen Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, versuchter Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und Sachbeschädigung auf. Leipzig gerät immer wieder wegen linksextremer Ausschreitungen in die Schlagzeilen. Im Januar verletzten Gewalttäter 13 Polizisten während einer Demonstration gegen das Verbot der Plattform linksunten.indymedia. (ag)

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