Neben ihrem Hauptoperationsgebiet Nigeria ist die islamische Terrormiliz Boko Haram nun auch wieder im Nachbarstaat Tschad aktiv. Bei einem Angriff durch Mitglieder der Dschihadistenmiliz wurden im Tschad zehn Zivilisten getötet. Sieben weitere Personen sollen durch die Boko Haram-Milizionäre entführt worden sein. Die Kämpfer töteten nicht nur unschuldige Personen, sondern plünderten und brandschatzten auch im Zuge ihres Überfalls auf das Dorf.

In der Region rund um den Tschadsee verstecken sich viele Boko Haram-Milizionäre, um von dort aus in Nigeria, Tschad, Kamerun und Niger anzugreifen.

Kampf für Kalifat in der Region

Boko Haram kämpft seit 2009 in einem Terrorkampf für ein eigenes Kalifat im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Nachbarstaaten. Sicherheitsexperten der nigerianischen Regierung schätzen, dass in den letzten elf Jahren rund 36.000 Zivilisten bei Boko Haram-Angriffen ums Leben gekommen sind. Zuletzt wurde etwa in Nigeria eine Hochzeitsfeier überfallen und die Anwesenden getötet.

Weitere zwei Millionen Zivilisten haben sich dauerhaft oder zeitweise wegen Boko Haram auf die Flucht aus ihrer Heimat begeben. Viele Opfer, vor allem Jugendliche aus christlichen Gemeinden der Region, wurden auch entführt und zum Übertritt in die islamische Glaubensgemeinschaft gezwungen.

Boko Haram

Der Beitrag Im Namen Allahs: Dschihadistenmiliz tötet zehn Zivilisten bei Angriff erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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