Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann hatte in dieser Woche allen Grund Don Alphonso dankbar zu sein. Ohne den Welt-Blogger wäre das Video von dem peinlichen, gescheiterten Anbiederungsversuch des SPD-Manns an die Frankfurter „Partyszene“ und die Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM) wohl noch stärker viral gegangen als sowieso schon.

Feldmann wollte am Wochenende mit jenen ins Gespräch kommen, die schon lange keine Lust mehr haben zu reden – selbst dann nicht, wenn der potentielle Gesprächspartner noch so sehr seine Bereitschaft signalisiert, als politischer Rieseneinlauf zu fungieren, dem kein Hintern zu verkniffen und kein Demonstrant zu radikal oder extremistisch ist.

Nachdem es in seiner Stadt am vorherigen Wochenende zu massiven Ausschreitungen von „feiernden Jugendlichen“ (Zeit) kam, dachte sich Feldmann: man müsse doch sicherlich nur einfach mal mit den jungen Leuten reden und ihnen zeigen, daß man früher genauso wild und rebellisch war, wie sie es zu sein glauben. Und daß man tief im Herzen immer noch einer von ihnen ist. Dann, so die naive Annahme des Bewohners eines Frankfurter-Elfenbeinwolkenkratzers, würden die Kids schon zur Vernunft kommen und statt große Ladenketten und andere Geschäftsleute wieder die AfD oder andere Oppositionelle terrorisieren.

Frankfurts oberster Schleimer schmiert ab

Der Bürgermeister hatte sich geschnitten. Die Partyfreunde wollten ihn auf ihrer nächtlichen Demonstration einfach nicht hören, geschweige denn sehen. Und das obwohl er doch extra ihren Schlachtruf „Black Lives Matter“ einstudiert hatte. Ganze viermal holte sich Frankfurts oberster Schleimer eine Abfuhr von den jungen Partygören als er sie zum gemeinsamen Anstimmen der BLM-Sprechchöre motivieren wollte.

Dann wurde ihm das Mikrofon abgedreht und die Polizei geleitete ihn sicher zurück, aus seinem kleinen Ausflug in die Realität, zu seinem gepanzerten Dienstwagen in dem er Richtung seines Besserverdiener-Viertels abdüste. Dumm eben nur, daß die verschmähte Liebeserklärung, des Regierenden an das von ihm erwählte Volk, auf Video aufgenommen wurde und dieses schon wenig später die Runde in den Sozialen Netzwerken machte.

Hoffnung für Rechtsextremismus-Experten?

Die Netzgemeinde hätte wohl noch lange über das fleischgewordene Internet-Meme aus dem Frankfurter Rathaus gelacht und ihn unter zahlreichen, extra für ihn kreierten Hashtags, durch den digitalen Kakao gezogen. Aber dann kam nun mal der konservative Don vom Springer-Verlag dran. Der hatte es nämlich gewagt, den grottenschlechten Journalismus der der Redaktion des Politmagazins Panorama und deren linksradikal motivierte Kampagne gegen den Bundeswehr-Oberleutnant, Marcel B., zu kritisieren. Der Soldat hatte auf Instagram ein paar Fotos goutiert, die nicht so ganz nach dem Geschmack der öffentlich-rechtlichen Meinungskontrolleure waren.

In seinen Beiträgen zum Thema hatte Alphonso, der Meister der im Mainstream gerade noch erlaubten konservativen Provokation, unter anderem auch die österreichische „Rechtsextremismus-Expertin“, Natascha Strobl, unter sein Brennglas genommen. Strobl durfte für die ARD ihre Einschätzung zu den Gefällt-Mir-Klicks des Bundeswehrsoldaten abgeben, was einiges über die Qualität unter den mehr als reichlich vorhandenen deutschen Expertendarstellern aussagt. Anscheinend waren nicht alle bereit einen unbescholtenen und verdienstvollen Soldaten in den Dreck zu ziehen.

Wobei… Das kann man sich eigentlich kaum vorstellen, weil auch die hiesigen Verleumder gegen Rechts nicht gerade für ihre ausgeprägte Moral bekannt sind. Also vielleicht sind die deutschen Natascha Strobls, dank noch fetterer staatlicher Förderungen, einfach noch etwas verwöhnter als die Frau aus Österreich und wollten den ARD-Leuten zu viel Geld für ihre Meinung abknöpfen.

Strobl ist selbst nicht ganz sauber

Die das Strobl-Original aus Österreich ist jedenfalls selbst ziemlich radikal, wie Don Alphonso bei seinen Recherchen herausgefunden hat. Zumindest das hätte er auch bei mindestens neun von zehn der hiesigen selbsternannten Rechtsextremismusforschern herausfinden können. Der roten Natascha aus der rot-weiß-roten Alpenrepublik passte es allerdings gar nicht, daß jemand in ihrem Leben herumschnüffelt und dabei ihre enge Verstrickung mit der linksradikalen bis linksextremen Szene aufdeckt.

Die Kritik an ihrer Person und ihrem Umfeld, vor allem an den stramm linken Vereinigungen bei denen sie Vorträge gehalten hat, war für sie Sinnbild einer „rechten Cancel Culture“, die keine anderen Meinungen akzeptiere. Diese Äußerungen sind dermaßen Lachhaft, daß sie als satirische Nachricht allenfalls für den Postillion oder für diesen Wochenrückblick taugen könnten. Wer sie ernst meint, hat ganz offenbar jeglichen Bezug zur Realität verloren.

Nebenher wird fröhlich weitergecancelt

Die täglich praktizierte, linke Cancel Culturedie in dieser Woche übrigens ganz nebenbei mal eben so die SPD-Parteimitgliedschaft von Thilo Sarrazin und den über 9 Jahre alten und mehr als 500 Videos starken Kanal des erfolgreichen YouTubers Hagen Grell gecancelt hat, fordert jetzt mal wieder den Kopf von Don Alphonso. Und das nicht immer nur im metaphorischen Sinne.

Von höchst aggressiven Entlassungsforderungen bis Gewaltandrohungen gegen ihn und seinen Zeitungsverlag ist dieser Tage mal wieder alles dabei, das die selbsternannten Guten als gerechtfertigte Reaktionen zeigen. Alphonso selber brachte es auf Twitter, frei nach Donald Trump, so auf den Punkt: „Sie wollen nicht mich mit ihren Drohungen in die Unterwerfung peitschen, sondern Euch. Sie wollen Aktivisten wegen drei Likes auf Euch loslassen, Eure Existenz zerstören und dafür belohnt werden. Ich bin ihnen dabei nur im Weg. #Panoramagate“ Aus den Reihen der schon länger im Weg stehenden möchte man Don Alphonso mehr oder weniger gerne zurufen: Willkommen! Und steh bequem! Du wirst lange stehen müssen.

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