Selbst das ferne Grönland ist vor den Auswüchsen der aktuellen„Rassismus“-Diskussion nicht mehr sicher. Jetzt muss auf der riesigen Eisinsel im Nordmeer darüber abgestimmt werden, ob das plötzlich „umstrittene“ Denkmal eines christlichen Missionars auch weiterhin stehenbleiben darf oder nicht.

Protestantischer Pfarrer Ziel der Attacken

Erst kürzlich war das Denkmal des dänisch-protestantischen Pfarrers Hans Egede mit rotem Lack beschüttet worden. Außerdem hatte jemand den Sockel mit dem Wort „decolonize“ beschmiert. Der Missionar Egede hatte bei der Verbreitung des Christentums in Grönland eine wichtige Rolle gespielt. Eine weitere Statue von ihm steht vor der Frederikskirche in Kopenhagen. Auch dieses Denkmal war, rund eine Woche nach seinem Ebenbild in Nuuk, Ende Juni beschmiert worden.

Wenig Interesse an der Debatte

Die Grönländer lässt der derzeitige Wirbel um Denkmäler und angeblichen „Rassismus“ aber offenbar kalt. Denn die Beteiligung an der Abstimmung über das Egede-Denkmal in Nuuk ist spärlich. Bislang haben gerade einmal 879 von 23.123 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bisher ist die Mehrheit, 555, dafür, es weiterhin stehen zu lassen. Die Abstimmung läuft noch bis zum 21. Juli.

Der Beitrag Rassismusdebatte streckt ihre Klauen nach Grönland aus erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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