Die amtierende SPÖ-Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner scheint Endzeitfantasien in eigener Sache heraufzubeschwören. Anders ist für Freund und Feind innerhalb und außerhalb der österreichischen Sozialdemokratie ihre Ankündigung einer Direktabstimmung über ihre eigene Person als Obfrau nicht zu bewerten.

Wie informierte Kreise aus den höchsten SPÖ-Gremien gegenüber der Tageszeitung Österreich berichtet haben, soll Rendi-Wagner ihre eigenen Präsidiums- und Vorstandskollegen mit ihrer Urabstimmungsidee geradezu überrumpelt und vor vollendete Tatsachen gestellt haben.

Vorstandsabstimmung soll knapp ausgegangen sein

Und die innerparteilichen Heckenschützen in der SPÖ haben noch mehr gegenüber Österreich ausgeplaudert. Rendi-Wagner habe die Öffentlichkeit fast gleichzeitig mit den Parteikollegen über diese Mitgliederbefragung informiert. Der rote Parteivorstand stimmte mit lediglich zwölf zu zehn Stimmen denkbar knapp für Rendi-Wagners Vorhaben.

Eine Ablehnung hätte wohl den sofortigen Abgang Rendi-Wagners aus dem Vorsitzsessel der SPÖ bedeutet. Jetzt sind alle gespannt, wie die Abstimmung, die zwischen 4. März und 2. April 2020 erfolgen soll, tatsächlich ablaufen wird.

Der Beitrag Urabstimmung: Rendi-Wagner nimmt eigene Partei in gefährliche Geiselhaft erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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