DRESDEN. Das linksextreme Bündnis „Wir besetzen Dresden“ hat am vergangenen Wochenende drei leerstehende Häuser in Dresden besetzt. „Wir wollen eine solidarische, selbstorganisierte Stadt von unten. Denn Eigentum ist nie gerecht“, begründeten die Besetzer ihr Vorgehen in einer Stellungnahme auf dem linksextremen Szeneportal „Indymedia“.

Dem Eigentümer der Gebäude, der Argenta Group, seien Forderungen der Besetzer vorgelegt worden. Sie verlangen unter anderem, daß die Immobilienfirma sich „aus dem Grundstück zurückzieht“. Statt dessen wolle die Gruppierung dort ein „soziales Zentrum“ einrichten.

Ein kleines Feuerwerk begleitet die #Putzi-Party! Mehr Räume für unsere gemeinsamen Träume! #ddbesetzen #dd1801 #bürotechnik #einfachtoll #partybiszumnutzungsvertrag pic.twitter.com/QpetEJhvk0

— wirbesetzendresden (@wirbesetzendd) January 18, 2020

Die Polizei ist bislang nicht gegen die Besetzer vorgegangen. Die Argenta Group habe noch nicht um Unterstützung gebeten, berichtete die Bild-Zeitung.

Sonderkommission soll Linksextremismus bekämpfen

„Wir besetzen Dresden“ beklagt, durch steigende Mieten könnten es sich nur „mehrheitlich weiße Studierende und besserverdienende Vater-Mutter-Kind-Familien“ leisten, dort zu wohnen. Ein Sprecher der Gruppierung sagte: „Wie schön wäre es, wenn wir alle keine Mieten zahlen müßten?“

In Sachsen nehmen Linksextreme seit Monaten Immobilienfirmen ins Visier. So waren in Leipzig wiederholt Baufahrzeuge angezündet worden. Im November hatten mutmaßlich linksextreme Täter die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma in deren Wohnung überfallen und verprügelt. Als Reaktion auf diese Taten richtete das Innenministerium die sogenannte Soko LinX ein. (ag)

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