Paukenschlag im Mordfall rund um die durch eine Autobombe im Oktober 2017 getötete Journalistin Daphne Caruana Galizia. Maltas Polizeichef Lawrence Cutajar musste zurücktreten. Nach dem Machtwechsel an der Regierungsspitze von Joseph Muscat zu Robert Abela, beide von der sozialistischen Arbeiterpartei, kommt jetzt Bewegung in den Fall.

Mit dem Amtsverlust von Cutajar tritt einer der Schlüsselpersonen im Justiz- und Polizeiapparat von der Bühne ab. Cutajar war seit August 2016 im Amt. Bereits vom Beginn seiner Tätigkeit als oberster Polizeichef war er mit Vorwürfen konfrontiert, Korruptionsskandale gegen Repräsentanten der sozialistischen Regierung nicht zu verfolgen.

Dubioser Kontakte verdächtigt

Nach der Ermordung von Galizia und den schleppenden Ermittlungen gegen die Täter und Hintermänner wurde immer wieder der Verdacht geäußert, dass Cutajar als oberster Ermittler ein Doppelspiel durchziehe. Einerseits stand er an der Spitze der Behördenorganisation, anderseits soll er den Regierungsstabschef der roten Regierung in Malta, Keith Schembri, mit Informationen zum Stand der Ermittlungen versorgt haben.

Die Familie des Mordopfers forderte immer wieder den Rücktritt von Polizeichef Cutajar, Ex-Ministerpräsident Muscat und des Generalstaatsanwalts wegen mangelnder Fortschritte in den Ermittlungen und der Verflechtungen zwischen Politik, Justiz, Polizei und mächtigen Wirtschaftskreisen.

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