ERFURT. Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat für das Bundesland eine sogenannte Projektregierung aus Linkspartei und CDU vorgeschlagen. Demnach könnten zehn bis 15 Projekte zwischen den Parteien ausgehandelt und zwischen den Partnern gleichberechtigt verteilt werden, sagte er dem MDR. Daß die Bundes-CDU eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausschließt, kommentierte der Christdemokrat mit den Worten: „Das interessiert mich nicht.“

Althaus betonte, es gebe beispielsweise in der Wirtschafts- oder Umweltpolitik genug Aufgaben, die gelöst werden müßten. Zu ihrer Bewältigung sollten Fachleute herangezogen werden und nicht in erster Linie Parteileute.

Linkspartei ist stärkste Kraft

Unterdessen warf Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee der CDU einen „Zick-Zack-Kurs“ im Verhältnis zur Linkspartei vor. Wenn die Christdemokraten mit der Partei koalieren wollten, dann sollten „sie dies auch klar sagen und entsprechende Verhandlungen aufnehmen“. Anderenfalls sollten Linke, Grüne und SPD „konstruktive Gespräche zur Begleitung einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung führen“.

Bei der Landtagswahl im vergangenen Oktober wurde die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow stärkste politische Kraft vor der AfD. Sozialdemokraten und Grüne verloren Stimmen. (ag)

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