Die Kampfrhetorik zwischen den USA und dem Iran wird von Tag zu Tag heftiger. Jetzt hat US-Präsident Donald Trump mit seiner Drohung, 52 Ziele im Iran anzugreifen, neuerlich an der Eskalationsspirale gedreht.

Erinnerungen an Botschaftsbesetzung

Mit der Nennung der Zahl 52 hat Trump bewusst einen historischen Bezug zur gemeinsamen Geschichte zwischen den USA und dem Iran hergestellt.

Ab dem 4. November 1979 befanden sich 52 US-Staatsbürger in der US-Botschaft in Teheran als Geiseln in den Händen radikaler schiitischer Revolutionäre. Das Geiseldrama in der US-Botschaft dauerte nicht weniger als 444 Tage. Auch die Abwahl des demokratischen US-Präsidenten Jimmy Carter und die Wahl Ronald Reagans als Republikaner ins Weiße Haus stand damit in Verbindung.

Geiselbefreiung durch US-Operation “Adlerkralle” scheiterte

Am 25. April 1980 scheiterte eine von Jimmy Carter angeordnete Befreiungsaktion unter dem Titel „Adlerkralle“ im Wüstensturm 100 Kilometer von Teheran entfernt. Erst eine geänderte politische Großwetterlage in der Region, unter anderem das Engagement der Sowjetunion in Afghanistan und der beginnende bewaffnete Konflikt des Nachbarstaats Irak mit dem Iran, führte dazu, dass das Schiiten-Regime in Teheran nach mehr als einem Jahr bereit war, die US-Geiseln frei zu geben.

Verwendet Trump die Chiffre 52, dann ist das also viel mehr als Symbolik. Es deutet an, dass die USA im Konflikt mit dem Iran massiven militärischen Einsatz beweisen würden.

Der Beitrag 52 Angriffsziele: Donald Trump erinnert an US-Botschaftsbesetzung im Iran 1979 erschien zuerst auf Unzensuriert – Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich.

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