BERLIN. Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag ein besetztes Haus an der Landsberger Allee im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geräumt. Linksradikale waren am Samstag vormittag in die leerstehende ehemalige Brauerei eingedrungen. 14 Personen wurden bei der Räumung festgenommen.

Weitere Personen aus der linken Szene hatten auch ein leerstehendes Gebäude in der Frankfurter Allee im Bezirk Lichtenberg besetzt, dieses allerdings gegen 0.30 Uhr wieder verlassen. Die Polizei übergab das Haus am frühen Sonntag morgen dem Eigentümer. Hier hatten sich zeitweise rund 100 Personen versammelt, von denen einige vermummt waren. Sie zündeten Bengalos und warfen Hindernisse auf die Straße. Festnahmen gab es keine.

Zudem wurden Polizisten während eines Einsatzes in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain attackiert. Hintergrund waren Beschwerden von Anwohnern über Lärmbelästigung in dem Haus. Als die Beamten abrückten, flogen Steine aus dem Objekt. Die Täter griffen das Polizeiauto anschließend mit einem mit Farbe befüllten Feuerlöscher an. Das Fahrzeug wurde dabei beschädigt. Die Polizisten wurden zudem mit einem Feuerlöscher besprüht und im Gesicht getroffen. Die Angreifer konnten entkommen, Festnahmen gab es zunächst keine.

Um das noch mal klarzustellen – So sieht das aus, wenn unsere Kollegen während der „Tu Mal Wat“-Aktionstage im Bereich Rigaer Straße schauen, ob alles im gesetzlichen Rahmen bleibt und sie planen, gegen ne Ruhestörung vorzugehen – Dann gibt’s von Vermummten Steine, Feuer und Co. pic.twitter.com/aUGzQEi8Lb

— Benjamin Jendro (@Djeron7) September 28, 2019

Die linke Szene Berlins hatte vorab zu öffentlichen Hausbesetzungen aufgerufen und mehrere Demonstrationen im Zuge der „TuMaWat“-Aktionstage angekündigt. (ha)

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