BREMEN. Die Bundespolizei hat am Mittwoch mit einem Großaufgebot zwei Dutzend Wohnungen mutmaßlicher Schleuser durchsucht. Wie die Behörde mitteilte, kontrollierten die rund 620 Beamten 23 Wohnungen und Arbeitsplätze in Bremen sowie jeweils eine in Niedersachsen und Nürnberg.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, illegale Einwanderer nach Deutschland geschleust zu haben. Dazu sollen sie potentielle Arbeiter aus Albanien beispielsweise mit gefälschten griechischen oder italienischen Ausweisdokumenten ausgestattet haben. Außerdem stellten sie ihnen Scheinadressen zur Verfügung, vermittelten Arbeitsplätze und halfen bei Behördengängen und Kontoeröffnungen.

Auch Schußwaffen gefunden

Die Bundespolizei handelte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bremen, die wegen des Einschleusens von Ausländern sowie Urkundenfälschung ermittelt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht laut Bild-Zeitung eine Großfamilie aus Nordmazedonien. Zudem wurden Verdächtige deutscher, türkischer und albanischer Staatsangehörigkeit kontrolliert.

Die Polizei sicherte Handys sowie Computer und fand in einer der Wohnungen drei Schußwaffen. Weitere Finanzermittlungen dauern an. (ls)

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