Viel Arbeit bekommt die Staatsanwaltschaft derzeit in Sachen ÖVP auf den Arbeitstisch. Aktuell wurde jetzt der Fall mutmaßlich gefälschter E-Mails im Zusammenhang mit einer angeblich illegalen Parteispende an die Tiroler ÖVP-EU-Abgeordnete Barbara Thaler an die Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) weitergeleitet. Gleichzeitig wird auch in Sachen mutmaßlich gefälschter E-Mails in Sachen „Ibiza-Video“ zwischen Gernot Blümel und Sebastian Kurz sowie in der sogenannten „Schredder-Affäre“ gegen einen früheren Mitarbeiter von Kurz im Bundeskanzleramt ermittelt.

Die E-Mail-Causa rund um Barbara Thaler brachte der SPÖ-Chef von Tirol, Georg Dornauer, ins Rollen, der sich mit ihm offenbar zugespielten Informationen an die Öffentlichkeit gewandt hat.

WKStA klärt Korruptions- und Verleumdungsvorwurf

Die Wiener WKStA wird sich jetzt in einer Art „Verfahrenskonzentration“ sowohl dem Vorwurf der Korruption als auch jenem der Verleumdung intensiv widmen müssen. Bei diesen beiden Seiten einer Medaille, wie die Sache in der WKStA bezeichnet wird, kann es in den nächsten Wochen zu zahlreichen Einvernahmen kommen, die auch die Tiroler Landespolitik gehörig in Unruhe versetzen könnte.

Während nämlich viele mit dem Finger auf SPÖ-Dornauer als jene Person zeigen, die die Sache öffentlich gemacht hat, spekuliert man im Hintergrund in Innsbruck bereits heftig darüber, ob die E-Mail-Causa nicht ein weiteres Ergebnis des seit Monaten heftig schwelenden Kampfes innerhalb der Tiroler Volkspartei und ihrer Teilorganisationen sein könnte.

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