Die „Straßenzeitung“ Augustin lobbyiert wieder heftig für das Bleiberecht für Asylwerber in Österreich. Und das Medium tut dies in höchst eigennütziger Art und Weise. Denn es werden von Augustin in der Zeitungskolportage zahlreiche Asylwerber eingesetzt, deren Aufenthaltsstatus fremdenpolizeilich offensichtlich höchst umstritten ist. Asylverfahren werden von diesem linken Medium „zermürbend“ genannt – folglich macht man jetzt in der August-Ausgabe wieder kräftig Propaganda für ein Bleiberecht ohne Wenn und Aber:

Jahrelange, zermürbende Asylverfahren machen vielen Verkäufer_innen der Wiener Straßenzeitung das Leben schwer. Immer öfter sind sie nun auch mit plötzlicher Abschiebung konfrontiert. In der am Mittwoch, dem 31. Juli 2019, neu erscheinenden Ausgabe berichtet der AUGUSTIN über die tägliche Bedrohung.

Einzelfall Fabian N. wird exemplarisch hochgespielt

Den Einzelfall Fabian N. spielt man exemplarisch hoch, um gegen die Fremdenrechtspolitik Österreichs zu polemisieren:

Fabian N. lebte bis 2003 mit seiner Familie im Nigerdelta – südliches Nigeria. Nach der Ermordung seiner Eltern und seiner Schwester floh er nach Österreich, wo er seinen Asylantrag stellte. Damals war er 23 Jahre alt. Wenig später hat er beim Augustin angefangen. Heute ist er 38 und verkauft immer noch den Augustin. Auf ein rechtskräftiges Urteil wartet er noch heute. N. lebt nun seit 16 Jahren in Österreich, ist in einer Beziehung, hat ein Kind, spricht deutsch und arbeitet ehrenamtlich im Vinzimarkt. Dennoch kann sein Asylantrag jederzeit abgelehnt werden, obwohl sein Motiv zur Flucht behördlich bestätigt wurde.

Augustin macht mit Deserteurs- und Flüchtlingsberatung gemeinsame Sache

Der Augustin und seine Protagonisten schrecken in Sachen „Willkommenskultur“ vor keiner Kooperation zurück. Sogar mit der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung wird zusammengearbeitet, um die Abschiebung von illegal im Land befindlichen Migranten zu unterlaufen:

Auch die Option eines humanitären Aufenthaltsrechts gibt es für viele der lange in Österreich lebenden Verkäufern nicht, selbst wenn sie einen Großteil ihres (Erwachsenen-)Lebens hier verbracht haben und sozial eingebunden sind. Erst unlängst haben wir die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung um Mithilfe gebeten, da ein Verkäufer in Schubhaft genommen wurde. Noch konnte seine Freilassung nicht erwirkt werden. Menschen sollen sich beim Augustin melden, wenn Zeitungsverkäufern von der Polizei mitgenommen werden. Oder wenn sie nach Jahren einfach von ihrem Standplatz verschwinden, dann können wir versuchen, rechtliche Hilfe zu organisieren.

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