BERLIN. Die WerteUnion (WU) hat dem früheren CDU-Generalsekretär Peter Tauber vorgeworfen, die Grenzen des Anstands zu überschreiten. In einem offenen Brief kritisiert die konservative Gruppierung innerhalb der Union die Vorwürfe Taubers an die WerteUnion nach dem Mord am hessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

Tauber hatte in einem Gastbeitrag für die Welt den „namenlosen Wichtigtuern von der Werte-Union“ vorgeworfen, rechte Extremisten einbinden zu wollen. Auch hatte er gefordert, Bürgern, die sich „dem Kampf gegen unsere Freiheit verschrieben“ hätten, Grundrechte abzuerkennen.

„Was tun Sie nun Anderes?“

„Sie, Herr Tauber, wissen ganz genau, daß die Mitglieder der WU mit Ihnen den Einsatz für das Grundgesetz teilen, und sich damit uneingeschränkt für das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Menschenwürde einsetzen“, heißt es in dem Schreiben.

Die Vereinigung wies zudem daraufhin, daß ihre Kritik an der Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel auch vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sowie dem Staatsrechtler und ehemaligen Verteidigungsminister Rupert Scholz (CDU) geteilt werde.

„Wollen Sie solche Positionen in unserer gemeinsamen Partei ächten, weil Sie über das Thema nicht weiter diskutieren wollen?“ Tauber habe sich „wiederholt empört gezeigt, wenn die Migrationspolitik der Bundesregierung mit den zahlreichen Verbrechen von Migranten, die durch diese Politik ins Land gebracht wurden, in Zusammenhang gebracht wurde“. Die Frage der WU-Verantwortlichen an Tauber: „Was tun Sie nun Anderes mit Ihrem Angriff auf uns von der WerteUnion?“ (tb)

Leave a Reply

Premium WordPress Themes



Weboy