BERLIN. In der Debatte über die Enteignung von Wohnungsgesellschaften warnt FDP-Chef Christian Lindner vor einer „brandgefährlichen Klassenkampfrhetorik“ des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck. Vor diesem Hintergrund erteilte Lindner einer möglichen Zusammenarbeit mit den Grünen eine Absage, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Ihre Pläne könnten die Grünen nur in einem Bündnis mit SPD und Linkspartei umsetzen, sagte Lindner. Die derzeitige Situation auf dem Wohnungsmarkt sei zudem politisch verursacht. „Wenn der Staat schneller Bauanträge genehmigt, mehr Bauland freigibt und Dächer ausbauen läßt, wäre viel gewonnen. Oft sind es Linke und Grüne, die das wie in Berlin bremsen.“

Angesichts der hohen Umfragewerte der Grünen äußerte Lindner, viele wählten heute grün aus Angst vor dem Klimawandel oder zur Beruhigung des eigenen Gewissens. Dabei gehe „die desolate deutsche Energie- und Klimapolitik auf den Grünen Jürgen Trittin zurück“, ergänzte Lindner. „Heute haben wir die höchsten Strompreise, erreichen die Klimaziele aber nicht.“ Statt neuer Verbote und Subventionen sprach sich der FDP-Politiker für Vertrauen in den Ideenwettbewerb der Marktwirtschaft aus. (ag)

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