BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die „Fridays for Future“-Bewegung erneut gelobt.Es sei richtig, „daß ihr uns Dampf macht“, sagte Merkel laut der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag bei einer Diskussion mit Schülern des Berliner Thomas-Mann-Gymnasiums über Klimaschutz. Für sie als Politikerin sei eine solche Bewegung wichtig.

„Daß dieses Signal gesetzt wird, ‘da gibt es Sorge’ – das ist für uns gut“, verdeutlichte die Kanzlerin. Merkel hatte anders als CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bereits vor vier Wochen große Sympathien für die freitäglichen Klimademonstrationen geäußert. Mitte Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz hatte sie sich noch skeptisch darüber geäußert.

Kretschmann kritisiert Proteste während Unterrichtszeit

Unterdessen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die während des Unterrichts stattfindenden Schülerproteste kritisiert. Zwar sei der Appell gerechtfertigt und dafür einmal die Schule zu schwänzen, falle erst mal unter zivilen Ungehorsam. „Nur: Ziviler Ungehorsam ist ein symbolischer Akt. Das kann keine Dauerveranstaltung sein.“

Die Proteste müßten früher oder später ein Ende finden und könnten „nicht ewig so weitergehen“. Wenn man Regeln verletze, müsse man mit Sanktionen rechnen. „Wenn man sanktioniert wird, darf man nicht jammern“, stellte Kretschmann klar. (ls)

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