BORNHEIM. Die Baumarktkette Hornbach ist nach Kritik an ihrer Frühjahrskampagne zurückgerudert. Es sei nicht die Absicht des Unternehmens gewesen, jemanden zu verletzen, sagte ein Sprecher der F.A.Z..

Der Hornbach-Werbespott „So riecht das Frühjahr“ war in den Sozialen Netzwerken auf teils heftige Ablehnung gestoßen. In dem Werbefilm holt sich eine Asiatin aus einem Automaten verschwitzte dreckige Wäsche und riecht daran. Zuvor trugen ältere, behaarte, dicke, europäisch aussehende Männer die Kleidung.

Und wie riecht Dein Frühjahr? pic.twitter.com/aHa10GjUBK

— Hornbach (@Hornbach_tweets) 15. März 2019

Ende vergangener Woche hatte ein in Deutschland lebender Südkoreaner eine Online-Petition gegen die Hornbach-Werbung gestartet. Bis zum Dienstag nachmittag unterzeichneten sie über 17.000 Personen und forderten die Einstellung der Kampagne.

Hornbach betont Vielfalt und gegenseitigen Respekt

Der Initiator Sung Un Gang beklagte, asiatische Frauen würden als ein Mittel für weiße Männer präsentiert, um sich besser zu fühlen. Zudem könne der Spot das Leben für Asiatinnen in Deutschland schwieriger machen, da sie so als exotische Sexobjekte wahrgenommen würden.

Auf Twitter betonte Hornbach nach dem Auftauchen erster kritischer Kommentare, Vielfalt und gegenseitigen Respekt zu unterstützen. Der Spot solle die Sehnsucht nach dem Frühling zeigen.

Fremdenfeindliche Kommentare und Meinungen haben bei uns keinen Platz. Wir unterstützen Vielfalt und begrüßen gegenseitigen Respekt. Im Spot geht es um die Sehnsucht nach dem Frühling, die in einer grauen Betonstadt leider nur aus dem Automaten kommen kann.

— Hornbach (@Hornbach_tweets) 26. März 2019

Zumindest in Österreich muß das Unternehmen nicht mit Konsequenzen rechnen. Der Österreichische Werberat sieht nach einer eingereichten Beschwerde keinen Grund zum Einschreiten, da die Werbung nicht darauf abziele, die Protagonisten auf eine abwertende Weise darzustellen. (ag)

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