MEXIKO STADT. Mexiko hat Forderungen der USA nach einem besseren Schutz seiner Südgrenze zurückgewiesen. Innenministerin Olga Sánchez Cordero betonte, ihre Regierung sei „nicht repressiv“ und werde „unter keinen Umständen“ die Grenze zu Guatemala abriegeln, berichtete die Zeitung El Universal.

Zuvor hatte die US-Regierung mit der Schließung der amerikanisch-mexikanischen Grenze für den Fall gedroht, daß sich erneut Einwandererkarawanen aus Guatemala auf den Weg durch Mexiko in Richtung USA machen. Mexiko solle „seine strengen Einwanderungsgesetze nutzen, um die vielen tausenden Menschen davon abzuhalten, in die USA zu gelangen“, sagte Trump am Wochenende.

Mit „Frieden und Liebe“

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador entgegnete darauf, sein Land werde mit „Frieden und Liebe“ Drohungen der USA begegnen. Zum Schutz der Südgrenze hatte Trump einen nationalen Notstand erklärt. Der Versuch des demokratisch geführten Repräsentantenhauses, mit einer Zweidrittelmehrheit diesen Notstand wieder außer Kraft zu setzen, war vergangene Woche gescheitert.

In den vergangenen Monaten hatten sich immer wieder große Gruppen von Menschen aus Zentralamerika in Richtung USA aufgemacht, mit dem Ziel dort einen Asylantrag zu stellen. Teilweise kam es dabei an der amerikanisch-mexikanischen Grenze zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit US-Grenzschützern. (tb)

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