STOCKHOLM. Das Landgericht in Göteborg hat das Gerichtsurteil gegen die schwedische Flüchtlingshelferin Elin Ersson aufgehoben. Die 22 Jahre alte Studentin war im Februar zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie im vergangenen Sommer die Abschiebung eines Afghanen verhindert hatte, berichtet die taz.

Als Grund nannte das Gericht die Befangenheit eines der damals am Prozeß beteiligten Schöffen. Der Mann habe vor dem Urteilsspruch Ersson in einem Online-Kommentar auf einer einwanderungskritischen Website eine „Kriminelle“ genannt und ihre Unterstützerinnen als „Batikhexen“ bezeichnet.

Schöffe ist suspendiert

In dem skandinavischen Land werden Schöffen von den Parteien benannt. Der betreffende Schöffe sei von den rechten Schwedendemokraten nominiert worden. Mittlerweile habe man ihn von seinen Aufgaben entbunden.

Das Verfahren gegen Ersson wird nun neu aufgerollt. In der Vergangenheit hatte sich die Sozialwissenschaftsstudentin wiederholt an Protestaktionen gegen Abschiebungen beteiligt. (ag)

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