REGENSBURG. Der künftige Leiter der Regensburger Domspatzen, Christian Heiß, hat sich für eine Öffnung des Knabenchors für Mädchen ausgesprochen. Er sei der Meinung, daß man mit der Zeit gehen müsse und daß es mit Sicherheit irgendwann zu einer Öffnung komme, sagte Heiß dem Bayerischen Rundfunk (BR). Er wisse, „daß jetzt schon die Diözese und vor allen Dingen das Domkapitel und die Diözesanleitung da schon sehr offen sind“. Das Thema „Mädchen“ sei präsent.

Der gebürtige Oberbayer Heiß war in seiner Jugend selbst Mitglied des Knabenchors, der eine über tausendjährige Tradition hat und damit einer der ältesten der Welt ist. In der Vergangenheit wurde er unter anderem vom Bruder des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI., Georg Ratzinger, geleitet.

Der Pressesprecher der Domspatzen, Markus Weigl, hält eine eigene Mädchenkantorei für vorstellbar, der Knabenchor soll aber das Kernstück bleiben, sagte er dem BR. Dem Bericht zufolge sind die Mitglieder des Chores in der Frage einer Öffnung für Mädchen zurückhaltend, wenden sich aber entschieden gegen einen Mischchor. (tb)

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