Der Begriff der „Diversity“, das inzwischen nahezu allgegenwärtige Zauberwort der politischen Linken, durch das die Gesellschaft in allen Bereichen bunter und damit besser werden soll, hat inzwischen auch den Fußball voll und ganz erreicht. Beim ersten Länderspiel der Saison am gestrigen Mittwoch gegen Serbien wollte der Deutsche Fußballbund (DFB) seinen Fans erstmals ein „genderneutrales Stadionerlebnis“ bieten.

Neben Herren- und Damentoiletten gab es in Wolfsburg auch Unisextoiletten im sanitären Angebot. Außerdem konnten Zuschauer sich aussuchen, ob sie sich von männlichen oder weiblichen Ordnern kontrollieren lassen wollten. Wer lange keinen körperlichen Kontakt zum anderen Geschlecht hatte, konnte bei diesem „genderneutralen Stadionerlebnis“ also aus diversen Gründen durchaus auf seine Kosten kommen.

Was soll das eigentlich?

Manch anderer wird sich vermutlich gedacht haben: Was soll das alles eigentlich? Die Maßnahmen gingen auf Anregungen des Arbeitskreises „Queere Fans im Stadion“ zurück. Man fragt sich, wie viele „queere“ Fans es im Stadion wohl tatsächlich gibt, die sich durch diese Initiative vertreten lassen wollen. Wenn es nach den „Queer Football Fanclubs“ (QFF) geht, die Teil der Arbeitsgruppe sind, waren die Unisextoiletten und das geschlechterübergreifende Abtasten am Stadioneingang, erst der Anfang. Genauer gesagt: nur ein „weiterer Schritt“ in einem Prozeß, den man auch weiterhin „konstruktiv begleiten“ wolle.

Wenn eines Tages auf meiner eigenen Beerdigung so eine miese Stimmung wie aktuell in Wolfsburg herrschen sollte, dann würde ich ein allerletztes Mal aufstehen und euch fragen, was diese Kacke soll…. #GERSRB

— Kai Traemann (@Traemann) March 20, 2019

Daß der DFB für den Start seiner Offensive in Sachen Geschlechter-Diversität ausgerechnet in Wolfsburg gewählt hat, dürfte kaum ein Zufall gewesen sein. Schließlich ist in der niedersächsischen Stadt mit VW der neue Sponsor des DFB beheimatet. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren ja ein bißchen zu einem der Sorgenkinder der deutschen Autoindustrie geworden. In den Chefetagen von VW hat man aber offensichtlich dennoch den Kopf frei, sich Gedanken um die Gesellschaft insgesamt zu machen.

Politik hat im Stadion nichts verloren

Auch die aktuelle Kooperation mit dem DFB geht weit über normales Sponsoring hinaus. So startete der Autobauer seine Zusammenarbeit mit dem DFB dieser Tage mit einer Werbekampagne unter dem Motto: „Fußball, das sind wir alle.“ Im TV-Werbespott zur Kampagne lassen die Macher, neben den immerhin noch vorhandenen Deutschlandfahnen, auch zahlreiche Regenbogenflaggen wehen, als gäbe es unter den Stadiongängern tatsächlich so etwas wie einen großen relevanten Schwulen-Fanblock.

Auch auf den glitzernden Motiven für Plakatwände, in den deutschen Erst- und Zweitligastädten, fehlt das Symbol der Homo-Bewegung nicht. Seinen Bundesligaverein, den „VfL Wolfsburg“, ließ VW übrigens bereits ebenfalls schon mit dem „Vielfaltslogo auf der Brust“ und Regenbogen-Kapitänsbinde auflaufen.

Wenn eines Tages auf meiner eigenen Beerdigung so eine miese Stimmung wie aktuell in Wolfsburg herrschen sollte, dann würde ich ein allerletztes Mal aufstehen und euch fragen, was diese Kacke soll…. #GERSRB

— Kai Traemann (@Traemann) March 20, 2019

Dem heutigen Verbandsfußball muß angesichts der zahlreichen Anti-AfD-Kampagnen, einer sehr aktiven Homo-Lobby in den Vereinen und den aktuellen Ballaballa-Ideen in Sachen „Genderneutralität“, ein klares Abdriften nach ganz links bescheinigen.

Der gemeine Fußballfan scheint bei so viel Politik im Stadion derweil immer mehr den Spaß an seinem einstigen Lieblingssport zu verlieren. Die Stimmung beim Spiel gegen die Serben in Wolfsburg war auf einem absoluten Tiefpunkt.

Für die Zuschauer war das „genderneutrale Stadionerlebnis“ vor allem eins: sehr, sehr still. Nie zuvor war es bei einem Spiel der DFB-Elf so leise, schilderten Fans. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen auf eine alte Formel zurückbesinnen, nach der Politik im Stadion nichts verloren hat. Auch dann nicht, wenn sie links ist.

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