WOLFSBURG. Der Auftakt der Fußball-Länderspielsaison am Mittwoch ist zugleich Start einer Initiative zur Stärkung der Rechte von „genderneutralen“ Zuschauern. Bei dem Spiel in Wolfsburg gegen Serbien werden erstmals zwei Maßnahmen des Arbeitskreises „Queere Fans im Stadion“ umgesetzt.

Neben Herren- und Damentoiletten sollen bei dem Länderspiel auch Unisex-Toiletten zum Einsatz kommen. Alle Ordner und freiwillige Helfer seien darauf geschult worden, daß diese Toiletten von allen genutzt werden können, hieß es in einer Mitteilung. Dies werde nach Ansicht der Gruppe der Vielfalt geschlechtlicher Identität besser gerecht.

Zudem sollen alle Besucher entscheiden können, von welchem Ordner sie sich kontrollierend lassen wollen – und welches Geschlecht dieser haben soll. Die „Queer Football Fanclubs“ (QFF), die Teil der Arbeitsgruppe sind, bezeichneten die Maßnahmen als „einen weiteren Schritt zu einem genderneutralen Stadionerlebnis“.

Vielfaltswochen in Wolfsburg

„Wir werden den Prozeß konstruktiv begleiten und gemeinsam mit allen Stakeholdern die Ergebnisse auswerten“, teilte ein QFF-Sprecher mit. Laut dem Sportnachrichtenportal „Spox“ ergriff der Deutsche Fußballbund auch deswegen in Wolfsburg die Initiative für genderneutrale Projekte, weil sich der Bundesligist VFL Wolfsburg während sogenannten Vielfaltswochen bereits seit der Saison 2014/2015 für Geschlechtervielfalt engagiere.

So wie die #Wölfinnen am Mittwoch, spielen auch die Wölfe morgen bei #WOBF95 mit dem Vielfaltslogo auf der Brust. Ein Verein, ein Bekenntnis. #Vielfalt #immernurdu #VfLWolfsburg pic.twitter.com/AbS21Pp74L

— VfL Wolfsburg (@VfL_Wolfsburg) March 15, 2019

Während des 26. Spieltags am vergangenen Wochenende prangte auf den Trikots der Wolfsburger statt des VW-Logos ein kreisförmiger Regenbogen mit der Aufschrift „#Vielfalt“. (ls)

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