BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht den Kampf für die Gleichberechtigung von Mann und Frau als die große Aufgabe „unserer Generation“. „Und deswegen sage ich aus vollem Herzen: Ich bin Feminist“, äußerte er anläßlich des sogenannten Equal Pay Day im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Zugleich mahnte er, Unternehmen nicht zu sehr unter Druck zu setzen, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. Es müsse nicht alles bis ins kleinste Detail reguliert werden. „Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, das Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen zu evaluieren und Vorschläge zu machen, wie wir damit umgehen.“

Am „Equal Pay Day“ finden Kundgebungen für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen statt. Laut Statistischem Bundesamt verdienen weibliche Arbeitnehmer 21 Prozent weniger Lohn. Das liege unter anderem daran, daß sie häufiger in Teilzeit und im Niedriglohnsektor arbeiteten. Berechnungen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts haben jedoch nur eine Gehaltslücke von zwei Prozent zwischen den Geschlechtern ergeben. Sie werde erst größer, wenn sich die Frauen im Zuge der Kindererziehung aus dem Arbeitsleben zurückzögen.

Nahles nennt Gehaltsunterschiede „schreiende Ungerechtigkeit“

SPD-Chefin Andrea Nahles nannte die Gehaltsunterschiede „eine schreiende Ungerechtigkeit“. Gemeinsam mit dem Parteivorstand demonstrierte sie am Brandenburger Tor.

Wenn einigen am #EqualPayDay nichts anderes einfällt, als die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern kleinzurechnen, kann ich nur sagen: Jeder Cent ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Und es geht hier um viele, viele Euros. Wir kämpfen, bis gilt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit! pic.twitter.com/sStpUzDdSM

— Andrea Nahles (@AndreaNahlesSPD) 18. März 2019

Wir kämpfen für gleichen Lohn für Frauen und Männer! Heute beim #EqualPayDay des @dgb_news #EuropaistdieAntwort pic.twitter.com/9sEQaWAs6p

— SPD Parteivorstand (@spdde) 18. März 2019

Die Berliner Verkehrsbetriebe bieten an diesem Tag für Frauen Tickets mit einem Rabatt von 21 Prozent an.

Zum heutige #EqualPayDay zahlen Frauen bei der @BVG_Ubahn 21 Prozent weniger als Männer. Genau so viel Gehalt bekommen Männer mehr als ihre Kolleginnen. BVG-Chefin Sigrid Nikutta hat sich das Ticket für 5,50 Euro statt für regulär sieben Euro schon gekauft. pic.twitter.com/ZLZausEG47

— ZfK-Team (@ZfK1) 18. März 2019

(ag)

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