CHRISTCHURCH. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat die Attacke auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch als Terrorakt eingestuft. „Dies kann nur als Terrorangriff beschrieben werden“, sagte Ardern laut Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Angriff auf die Moscheen waren 40 Menschen getötet und weitere 20 durch Schüsse schwer verletzt worden, darunter auch Kinder.

Laut Augenzeugen drang gegen 13.45 Uhr Ortszeit ein bewaffneter Mann mit kugelsicherer Weste und Helm in die Al Noor Moschee in der Innenstadt ein und eröffnete das Feuer. Dabei soll er 30 Menschen getötet haben. Später fielen auch in der Linwood Avenue Moschee Schüsse. Hier starben sieben Menschen. Drei weitere wurden tot vor der Moschee aufgefunden. Die Polizei nahm vier Verdächtige – drei Männer und eine Frau – fest. Es sei aber nicht ausgeschlossen, daß es noch weitere Beteiligte gebe.

Beim Hauptverdächtigen handelt es sich um einen 28 Jahre alten Australier. Er soll laut Nachrichtenagenturen vor der Tat ein rechtsextremes Manifest im Internet veröffentlich haben. Zudem soll er ein 17minütiges Video von der Tat gestreamt haben. Dieses wurde von Twitter und Facebook mittlerweile gesperrt.

Australiens Premierminister verurteilt die Tat

Auch Australiens Premierminister Scott Morrison sprach von einem terroristischen Akt. „Wir verurteilen diese Attacke, die von einem rechtsextremistischen, gewalttätigen Terroristen begangen wurde, aufs Schärfste“, sagte Morrison am Freitag.

Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb auf Twitter: „Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Verbrechen in Christchurch.“ Der grausame Terroranschlag habe friedlich betende Moslems getroffen. „Wenn Menschen allein wegen ihrer Religion ermordet werden, ist das ein Angriff auf uns alle.“

Der grausame Terroranschlag in #Christchurch trifft friedlich betende Muslime. Wenn Menschen allein wegen ihrer Religion ermordet werden, ist das ein Angriff auf uns alle. Wir stehen zusammen an der Seite der Opfer. Stay strong, New Zealand!

— Heiko Maas (@HeikoMaas) 15. März 2019

Die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Sawsan Chebli (SPD), machte eine weltweite islamfeindliche Stimmung für das Verbrechen verantwortlich. „Diese Menschen sind nicht Opfer eines einzelnen Mörders. Sie sind Opfer der weltweiten Stimmungsmache gegen den Islam und Muslime“, kritisierte sie auf Twitter.

The Muslims at the #Christchurch mosque are not the victims of one single terrorist. They are the victims of an ugly and dangerous anti-muslim sentiment and propaganda. It has to stop. My thought are with you, #NewZealand.

— Sawsan Chebli (@SawsanChebli) 15. März 2019

(krk)

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