BERLIN. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat Vorwürfe der Untätigkeit im Fall Billy Six zurückgewiesen. Das Auswärtige Amt und die Botschaft in Caracas betreuten Six konsularisch, sagte Maas am Mittwoch im Bundestag.

Allerdings ließ Maas’ Antwort auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Jürgen Braun Zweifel aufkommen, ob der Minister wirklich mit dem Fall vertraut ist. Er betonte: „Am 9.1. des letzten Jahres fand bereits ein erster Haftbesuch des Botschafters statt.“ Dabei befindet sich Six erst seit Mitte November in Haft.

Positive Entwicklungen

Die Botschaft bemühe sich darum, „daß der von Herrn Six gewählte Rechtsanwalt auch beauftragt werden kann“. Darüber hinaus nutze man „die übliche konsularische Betreuung“ auch im Fall Billy Six, gab Maas an. Der deutsche Botschafter habe mehrfach im Außenministerium in Caracas vorgesprochen und das Auswärtige Amt habe dazu ein Gespräch mit dem venezolanischen Botschafter in Berlin geführt.

Unterdessen berichtete der Vater von Billy Six, Edward, der JUNGEN FREIHEIT über positive Entwicklungen im Fall seines Sohnes. Vom Gefängnisdirektor habe Billy Six erfahren, daß sein Fall einem Zivilgericht übergeben wurde. Bisher war das Verfahren beim Militärgericht anhängig. Auch Haftbesuche sollen künftig unbürokratischer möglich sein. (tb)

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