DÜSSELDORF. Politiker der Union und der FDP haben mit Ablehnung auf den Vorschlag des nordrhein-westfälischen Integrationsrates reagiert, Türkisch statt Englisch an Grundschulen zu unterrichten. „Englisch ist eine Weltsprache. Darum muß sie Vorrang vor Türkisch haben. Den Vorschlag, Englisch durch Türkisch zu ersetzen, lehne ich entschieden ab“, sagte die kultur- und medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Motschmann der Bild.

Auch die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer (FDP), sprach sich gegen die Idee aus. „Englisch ist und bleibt die zentrale Fremdsprache, die eine weltweite Kommunikation ermöglicht.“ Der Änderungsvorschlag schieße über das Ziel hinaus. Wegen seiner Bedeutung bleibe Englisch an allen Grund- und weiterführenden Schulen verpflichtend. Außerdem gebe es schon ein Angebot an herkunftssprachlichem Unterricht in Türkisch oder Polnisch.

Vergangene Woche hatte der Vorsitzende des Integrationsrates, Tayfun Keltek, angeregt, den Englischunterricht an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen abzuschaffen und stattdessen Türkisch, Polnisch oder Russisch zu unterrichten. Die Diskussion über Sprachunterricht an Schulen berührt auch das Thema der Integration. Unlängst war bekannt geworden, daß immer weniger Kinder in Duisburg die deutsche Sprache beherrschen. (ag)

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