CARACAS. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat das Ultimatum der EU-Staaten zur Ausrufung von Neuwahlen verstreichen lassen. „Wir akzeptieren von Niemandem ein Ultimatum“, sagte er dem spanischen TV-Sender La Sexta.

Mehrere Länder der europäischen Union, darunter auch Deutschland, hatten dem sozialistischen Staatschef eine Frist gesetzt, um ein neues Parlament wählen zu lassen. Anderenfalls drohten sie damit, den selbsterklärten Interimspräsident Juan Guaidó anzuerkennen. Am Montag erkannte die Bundesregierung Guaidó offiziell als „legitimen Interimspräsidenten“ an, bestätigte eine Regierungssprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Trump hält Militärintervention für Option

Maduro warnte vor einem Bürgerkrieg in dem südamerikanischen Land. Alles hänge vom Grad der Verrücktheit und der Aggressivität der USA und deren westlicher Verbündeter ab. Er warnte vor einer Einmischung in seinem Land.

Unterdessen schloß US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit dem Sender CBS erneut eine Militäroperation in dem südamerikanischen Land nicht aus. Ein direktes Gespräch mit Maduro habe er bereits vor Monaten abgelehnt.

AfD fordert Einsatz der Bundesregierung für Billy Six

In dem krisengeschüttelten Venezuela wurden in den vergangenen Tagen weitere ausländische Journalisten festgenommen. Bereits seit Mitte November befindet sich auch der deutsche Kriegsreporter Billy Six dort in Haft.

Während eines Treffen der AfD-Landtagsfraktionen forderten die dortigen Vertreter der Partei die Bundesregierung am Montag auf, „sich mit allen Mitteln für die sofortige Freilassung von Billys Six einzusetzen“. Zugleich kritisierten sie die zurückhaltende Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien über die Inhaftierung. (ag)

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