BERLIN. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Tichys Einblick gaben 18,5 Prozent der befragten Migranten an, Gewalt gegen die AfD nachvollziehen zu können. Aber auch sechs Prozent der Deutschen äußerten Zustimmung, wenn Angehörige dieser Partei körperlich attackiert werden.

Von den insgesamt 2.018 Befragten zeigten 7,7 Prozent Verständnis für gewalttätige Übergriffe auf AfD-Mitglieder. Gewalt gegen Politiker der Linkspartei tolerieren hingegen 4,7 Prozent.

Jeder zehnte SPD-Anhänger zeigt Verständnis für Angriffe

Unterschieden nach der eigenen politischen Zuordnung zeigt sich, daß die Zustimmung zu Gewalttaten gegen die AfD unter Anhängern der SPD mit 9,9 Prozent besonders hoch ist. Danach folgen Grünen-Wähler mit sieben Prozent, vor denen der Union und der Linkspartei mit jeweils 6,5 Prozent. Unter den FDP-Unterstützern hingegen haben nur zwei Prozent Verständnis für politisch motivierte Gewalt. Auffallend hoch ist die Toleranz für Angriffe auf die Partei unter Studenten. So äußerten 15,8 Prozent des akademischen Nachwuchses ihr Wohlwollen über derartige Taten.

Von den AfD-Anhängern tolerieren hingegen drei Prozent Gewalt gegen Mitglieder der Linkspartei. Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 14. Januar erhoben. Am 7. Januar war der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz überfallen und verletzt worden. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. (ag)

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