BERLIN. In der Silvesternacht hat die Polizei in Berlin zahlreiche Angriffe auf Rettungskräfte und Polizisten verzeichnet. In der Hauptstadt kam es zu 49 Attacken, sagte der Pressesprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, dem Tagesspiegel.

Zumeist beschossen die Täter die Einsatzfahrzeuge mit Feuerwerkskörpern. „Aber es gibt auch Angriffe auf unser Personal, wenn es sich außerhalb des Fahrzeuges befindet“, beklagte Kirstein. Er betonte, die Angriffe wiesen eine neue Qualität auf. So sei ein Rettungswagen mit einem Brandsatz beworfen worden.

Insgesamt leitete die Berliner Polizei 31 Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz und besonders schweren Landfriedensbruchs ein. 27 Personen, die Autos und Personen mit Feuerwerkskörpern angegriffen hatten, wurden vorübergehend festgenommen, berichtet die Berliner Zeitung.

Gruppe greift Beamte mit Steinen und Böllern an

Aus einer Gruppe von 50 bis 60 Personen wurden demnach Polizisten mit Steinen und Böllern angegriffen. Die Beamten nahmen einen 16 Jahre alten Jugendlichen fest. Dabei griffen weitere Personen die Sicherheitskräfte an. Acht Polizisten erlitten Verletzungen.

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Berlin, Boris Novak, verurteilte die Vorfälle via Twitter. „Es ist traurig, daß in Berlin nicht ohne Ausschreitungen gefeiert werden kann.“

Partys, Feuerwerk – und angegriffene KollegInnen der @polizeiberlin und @Berliner_Fw. „Es ist traurig, dass in #Berlin nicht ohne Ausschreitungen gefeiert werden kann. Den verletzten KollegInnen wünschen wir schnelle und gute Besserung.“, sagt unser #DPolG-Landesvize Boris Novak.

— DPolG Berlin (@DPolGBerlin) 1. Januar 2019

Im Vorjahr waren in Berlin während der Silvesternacht knapp 3.100 Straftaten angezeigt worden. (ag)

 

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