Spatz: Wohin mit Nachkommen?

On November 17, 2018, in Spatz, by admin

Wohin mit Nachkommen?

Der Spatz im Gebälk

Am 26.10.18 schrieb Nellie Bowes in der New York Times. „Eltern im Silicon Valley sind immer schärfer hinterher, ihre Kinder von Bildschirmen (aller Art) fernzuhalten… Selbst eine kurze Zeit vor einem Bildschirm kann süchtig machen, so dass es am besten sei, wenn ein Kind diese funkelnden Rechtecke weder berührt noch sieht.“. „In den letzten zwei Jahren ist das eine sehr große Sache geworden.“ Wird ein Kindermädchen zitiert. Von Cupertino bis San Francisco bitten immer mehr Eltern ihre Kindermädchen, ihre Kinder völlig von Telefon-apparaten, Tablets, Computer und Fernsehgeräten fernzuhalten und lassen sie zu diesem Zweck sogar „No-Phone-Verträge“ unterschreiben. Die Leute, die diese Geräte entwickelt haben, haben inzwischen eine panische Angst vor deren Auswirkungen. Die Eltern finden es jedoch in der Regel schwer, ihre Vorgaben selbst zu befolgen, meinte eine der Nannys. „Die meisten Eltern kommen nach Hause und kleben immer noch an ihren Telefonen und hören kein Wort, das ihre Kinder sagen. Jetzt bin ich das Kindermädchen, das die Kabel von den Play-Stations rauszieht.“

Wird sich das ändern, wenn demnächst die 5. Generation des Mobilfunks (5G) eingeführt wird? 5G strahlt im Mikrowellenbereich (wie ihr Mikrowellenherd) zwischen 1 bis 300 Gigahertz und ist erforderlich, um die neuerdings vor allem im anspruchsvollen Unterhaltungsbereich benötigten Datenmengen zeitgerecht auf die Bildschirme zu bringen. Denn damit ließen sich 100 Mal mehr Daten in einem 1/100 der Zeit übertragen. Allerdings gelingt das nur mit einer entsprechend höheren Strahlen-Intensität (400.000 Mal stärker als der 2G Mobilfunk von 1992). Zu diesem Zweck hat die ICNIRP, die (private) Internationale Strahlenkommission schon einmal die Grenzwertempfehlungen für elektromagnetische Strahlung angehoben, und zwar von 137 V/m auf 200 V/m am Arbeitsplatz und von 61 V/m auf 90 V/m für die Allgemeinbevölkerung. Anders als bei den NOx Werten des Diesels regt sich hiergegen kaum Widerstand, weil 5G (mit einer Strahlung, die auch als „antihuman“-Waffe militärisch verwendet wird) im Unterschied zum Diesel auch und vor allem bei der Indoktrination der breiten Bevölkerung behilflich ist. Allerdings wurde bereits sichergestellt, dass 5G Antennen in Palm Beach Florida, wo neben anderen Milliardären auch Bill Gates und Donald Trump wohnen, nicht aufgestellt werden dürfen, weil sie „das Stadtbild verschandeln“ würden.

In Deutschland gibt es solche Milliardäre nicht, und die die es vielleicht doch gibt, leben meistens nicht dort. Daher sind hier solche Einschränkungen (vom Regierungsviertel in Berlin vielleicht abgesehen) wohl nicht zu erwarten. Andererseits sei Deutschland ein reiches Land, wollen uns die „anerkannten Medien“ insbesondere im Zusammenhang mit der Migrationsfrage gerne erzählen. Wenn man es am Steueraufkommen misst, könnte etwas dran sein. Denn von den 35 Mitgliedstaaten der OECD zahlen die Deutschen nach den Belgiern die meisten Steuern und Sozialabgaben, nämlich fast 50% ihres Einkommens. Der OECD Durchschnitt liegt bei 36 %. Die Statistiken sagen – bei allem Zweifel, den man gegenüber vorgelegten Statistiken haben sollte – etwas anderes. Inzwischen beziehen laut „o-ton-arbeitsmarkt“ über 6,75 Millionen Menschen in Deutschland Hartz-IV-Leistungen oder Arbeitslosengeld. Laut einer Studie der deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2013 ist das Vermögen der Privathaushalte in Deutschland deutlich geringer als das gewisser europäischer Krisenländer. Italienische und spanische Bürger verfügen über ein dreifach höheres Vermögen als die Deutschen und auch die Franzosen besitzen mehr als das Doppelte eines Durchschnittsdeutschen. Besonders betroffen sind die deutschen Rentner. Die Durchschnittsrente liegt hier zwischen 900 und 800 Euro im Monat. Bei steigenden Mieten, steigenden Heizkosten und steigenden Kosten der Gesundheitsfürsorge lässt diese Rente manchen Rentner in medizinische Notlagentarife abrutschen, die nur noch für dringende Akutbehandlungen aufkommen. Manchen wird sogar der Stromanschluss wegen zu geringer Zahlungsfähigkeit gekappt. Das soll 2017 in mehr als 350.000 Haushalten geschehen sein. Dazu ist in den letzten 7 Jahren die Zahl der psychisch Erkrankten um 97% zur inzwischen häufigsten krankheitsbedingter Frühverrentung gestiegen und soll die Volkswirtschaft mit €. 16 Milliarden belasten. Ist das angesichts der vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel errechneten € 55 Milliarden für die Migration pro Jahr ein noch erträglicher Posten?

Wenn man das Buch „Das Märchen vom reichen Land – Wie die Politik uns ruiniert“ (Finanzbuch 2018) von Dr. Daniel Stelter (der unter die 100 einflussreichsten Ökonomen in Deutschland gezählt wird) gelesen hat, könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Verarmung der breiten Masse der „Bio“-Deutschen sogar Absicht der Bundesregierung sein könnte. Stelter berechnete, dass durch Projekte wie die Energiewende, die Migrationspolitik, und die Stabilisierung der Eurozone seit Beginn der als „Mutti“ verkauften Kanzlerin in Deutschland Vermögen in Höhe von 3700 bis 4700 Milliarden Euro vernichtet worden sind. Dazu werde durch unzureichende Investitionen in die Infrastruktur des Landes, eine überzogene Regulierungswut für die Industrieproduktion und mit Vorzeige-Spektakeln, wie dem Berliner Flughafen und andere, der Wirtschaftsstandort Deutschland international in Verruf gebracht. Stelter nennt die Verschleuderung des Wohlstandes durch die Politik ein Verbrechen an der Bevölkerung.

Dass dergleichen nicht ganz unbeabsichtigt ist, zeigt sich an Bildern, die etwa die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth in Demonstrationszügen hinter Plakaten wie „Deutschland verrecke“ und „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ erkennen lassen. Oder wenn die Broschüre „Solid“ der „Linksjugend“ mit dem Motto „Sag nein zu Deutschland!“ verbreitet wird. Oder wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seiner Facebook-Seite ein Konzert der Brutalo-Rockband Feine Sahne Fischfilet bewirbt. Diese hatten sich mit ihrem Song, „Deutschland verrecke, das wäre wunderbar (…) Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir ein ›like‹ gegen Deutschland / Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck!“ bekannt gemacht. Entspricht dem etwa auch die “Erziehung zur richtigen Gesinnung” der so genannten “Gesinnungstage” des Bundespräsidenten? In die gleiche Richtung verweist die Selbstbedienungsmentalität des Deutschen Bundestags, der die Zahl seiner Abgeordneten und seine Kosten unverhältnismäßig aufbläht. Laut Rechnungshof würden ab 2019 seine Kosten sich auf annähernd 1 Milliarde Euro pro Jahr belaufen (laut Der Spiegel der höchste Betrag, der jemals für den Bundestag aufgewendet wurde).

Doch wird weltweit Deutschland (oder Europa) noch interessieren, wenn dort nichts mehr zu holen sein wird. Zurzeit prüft das US-Handelsministerium im Auftrag der amerikanischen Regierung wieder, ob Sonderzölle auf den Import europäischer Autos im US-Interesse sind, nachdem der Handelskrieg zwischen USA und EU im Sommer beim Besuch von EU-Chef Juncker in Washington abgewendet zu sein schien. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte am 14.11. nach einem Gespräch mit dem amerikanischen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Washington: „Die EU hat eine Liste mit Gegenzöllen fertig“. Sie deutete an, dass es sich dabei ebenfalls um Autos, aber auch um Agrarprodukte handeln könnte, und ergänzte: „Aber wir hoffen, dass es nicht dazu kommt.“ Mehr als hoffen lässt die ungünstige Ausgangslage der EU auch nicht zu, denn wie viele US-Schlitten werden schon importiert.

Gegen China gehen die Allmachtphantasien der Westlichen Führungsmacht noch weiter. US-Vizepräsident Mike Pence forderte die chinesische Führung auf, ihren „politischen Kurs grundlegend“ zu ändern, andernfalls drohe der Volksrepublik ein Kalter Krieg mit den USA und ihren Partnern (genauer: Vasallen). China müsse sein „wirtschaftliches, militärisches und politisches Verhalten“ umfassend ändern, das sei „die letzte Chance“ um eine Konfrontation mit Washington zu vermeiden, sagte Pence vor kurzem in einem Interview mit der „Washington Post“. Er wiederholte und verstärkte damit eine ähnliche Erklärung vom 4.10. beim Hudson Institute in Washington. Ob er damit China (wie gewohnt) noch einschüchtern kann?

Seit 2008 haben allein China und Indien ihre Goldbestände auf 26.000 Tonnen aufgestockt. Ähnliche Goldkäufe werden von Russland, der Türkei, dem Iran und Thailand berichtet. Die USA sollen derzeit über 8.100 Tonnen Gold verfügen. Allerdings hat es seit 1950 keine umfassende Bestandsaufnahme der dort angeblich vorhandenen physischen Goldbestände mehr gegeben. Selbst Kongressabgeordneten wurde der Zugang verwehrt. Wenn die USA ihr Gold nicht heimlich verkauft haben, dürften sie einen hohen Anteil davon über Bullion-Banken am Markt verliehen haben. Dieses Gold dürfte dann an China, Indien oder andere weiterverkauft worden sein. Die Bullion-Banken stellen den Zentralbanken in so einem Fall Schuldscheine aus, und diese sind nur durch Papier gedeckt, weil das physische Gold nie wieder aus Asien zurück angeboten wird. Bei den 2.800 Tonnen Gold des IWF könnte es sich zum Teil auch um (doppelt gezähltes) Zentralbankengold von US- und westlichen Zentralbanken handeln. Deutschland behauptet 3.400 Tonnen Gold zu besitzen, 50% davon befinden sich im Ausland – 1.250 Tonnen in New York und 440 Tonnen in London, wenn es nicht auch schon seinen Weg nach China, Indien und anderswohin gefunden hat. COMEX und die Bullion-Banken verfügen kaum noch über ein Hundertstel an physischem Gold, um damit notfalls ihren Handel mit Goldpapieren decken zu können. Der „fake“ mit Papiergold könnte auffliegen, wenn dafür physisches Gold eingefordert wird. Dann steht an allen Gold-Märkten nur noch „NO OFFER“ und kein Preisschild. Wer wird dann für Dollar oder Euro noch echte Waren auf den Tresen legen? Nur, wenn ein „Colt“ daneben liegt.

Doch da gibt es noch das in Belgien angesiedelte SWIFT-Clearing-System für den vom beliebig vermehrbaren Papierdollar dominierten Welthandel. Swift ist nur ein Code und fest in US-Hand. Die „friedliebende“ Sanktionspolitik des Westens hat Länder angeregt auf ein alternatives, weniger sanktionsbedrohtes Clearing-System auszuweichen. Dieser Tage wurde das russische SPFS-System in den Dienst genommen. Es funktioniert in Russland und gewinnt zunehmend Klienten in Iran, in der Türkei, in China und bei deren engeren Handelspartnern in der Welt. Das dürfte das Reich des Dollars untergraben.  Wenn sich die erste deutsche Bank dem SPFS-System anschließt, um den Gas- und Öl-Handel mit Russland (oder gar mit dem Iran) abzuwickeln, dann dürfte es ein Erwachen eintreten. Werden die Sanktionen dann noch schrecken, außer es liegt ein geladener Colt daneben?

Am 14.11. hatte Frau Merkel ihren großen Auftritt im Europaparlament in Straßburg, bei dem sie verkündete, die EU brauche nun auch einen „Colt“ („Wir müssen an der Vision arbeiten, eine echte europäische Armee zu schaffen.”). Sie soll an Russland gedacht haben, oder gab es andere Hintergedanken. Gesagt hat sie: „Eine gemeinsame europäische Armee würde der Welt zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder Krieg gibt.“ Braucht es dazu eine aufwendige Armee? Ihr Kollege Macron geht weiter: man wolle dadurch von den USA unabhängiger werden. Das ist angesichts bestehender Rüstungsverhältnisse großer Nonsens. Man will allenfalls von Trump und seiner Politik unabhängig werden, um es – wie bisher – mit dem Britischen Hochadel und der US-Hochfinanz zu halten, die zur Zeit (neben den „richtigen“ europäischen Politikern) nur noch Teile der US-Geheimdienste und der US-Army im Griff haben.

Die richtigen Abgeordneten zollten Merkel in Brüssel langanhaltenden Applaus. Nur einige riefen dazwischen oder buhten. Letztere waren die bösen „Rechten“ darunter die eu-kritische britische UKIP. Merkel beurteilte deren Widerstand als für sie „ehrenvoll“. Der EU-Parlamentspräsident, Antonio Tajani, ging weiter. Er fragte angesichts der Buh-Rufer: „Brauchen wir vielleicht einen Tierarzt in diesem Saal?“ Denn wer nicht die gewünschten Grillen fängt, kann in den Augen der „Anständigen“ nur ein „Tier“ sein. Dementsprechend übersprang der Sitzungspräsident auch die AfD-Sprecher, die auf der Rednerliste standen –„nur aus Zeitgründen“. So sieht Demokratie und die „Verrohung“ der Sprache in Europa aus.

Doch zum Schluss noch etwas Zukunftsweisendes. Forscher am Institut für Plasmaphysik in Hefei in China haben in ihrem Kernfusionsreaktor „Experimental Advanced Superconducting Tokamak“ (EAST) 10 Sekunden lang eine Temperatur von rund 100 Millionen Grad Celsius erreicht, (das ist sechsmal heißer als der heißeste Punkt in der Sonne mit 15 x 106 C°, wenn die Berechnungen der Sonnentemperatur stimmen). Sie danken den Erfolg technischen Neuerungen zur Erhitzung und Kontrolle des Plasmas. Damit rückt die Fusionsenergie (die Verschmelzung leichter Atome) als nutzbare Energiequelle (fast ohne Abgase, Nuklearabfälle und sehr dicht) in erreichbare Nähe (Ich halte aus mehreren Gründen die kaum gewürdigte „Focus Fusion“ z.B. des LPPF-Teams um Eric Lerner für eleganter und viel mehr versprechend als den Tokamak – mehr dazu in meinem Kernenergiebuch). Für die Grünen in aller Parteien, die hinter der UN-Agenda 2030 stehen und ihre wäre die friedliche Nutzung der Kernfusions-Energie allerdings der größtmögliche gesellschaftspolitische Unfall auf dem eingeschlagenen Weg zur stationären Gesellschaft.

Verständlich wird das, wenn man die Hintergründe kennt. Die habe ich auf 384 Seiten in meinem Buch: Der Westen, ein Abgesang. Entstehung und Zukunft der westlichen Marktgesellschaft (nicht zu verwechseln mit „Marktwirtschaft“ vieler Gesellschaftsformationen) darzulegen versucht. Es kann als PDF-Datei für € 15.- per e-mail über boettigerdrh@web.de beziehungsweise für € 24,95 als hard cover beim Michael Imhof Verlag Petersberg (Tel.: 0661-2919166-0, Fax: …-9, oder info@imhof-verlag.de) erworben werden.

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