PARIS. Die Bilder sorgten für Schlagzeilen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ließ sich neben zwei jungen Männern auf der französischen Karibikinsel Saint-Martin ablichten. Nun muß einer der beiden ins Gefängnis, berichtete die Kronen-Zeitung. Der 22jährige wurde am Mittwoch wegen Drogenbesitzes und Widerstands gegen Polizisten bei seiner Verhaftung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Macron hatte bei seinem Besuch an den jungen Mann appelliert, künftig keine Dummheiten mehr zu begehen. „Die Überfälle müssen ein Ende haben, deine Mutter verdient etwas Besseres als das“, hatte Macron zu ihm gesagt. Zuvor hatte der Mann bereits wegen Raubes im Gefängnis gesessen.

Hohn von Abgeordnetem

Der Abgeordnete der Nationalen Sammlungsbewegung (früher Front National) in der Nationalversammlung, Gilbert Collard, reagierte mit Hohn. „Offenbar haben die Lektionen Macrons für den kleinen Engel von Saint-Martin nichts genützt“, schrieb er auf Twitter.

Bereits nach Bekanntwerden der Fotos hatte seine Parteivorsitzende, Marine Le Pen, die Bilder verurteilt. „Wir finden keine Worte, um unsere Empörung auszudrücken. Frankreich hat das nicht verdient. Das ist unverzeihlich.“ (tb)

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