BERLIN. Der Alexanderplatz in Berlin hat seit Jahren einen zweifelhaften Ruf. Er gilt als kriminalitätsbelastetster Ort Berlins. Immer wieder sorgen brutale Gewaltverbrechen dort für Schlagzeilen. Seit geraumer Zeit bereiten aber auch jugendliche Flüchtlinge auf dem Platz in Berlin-Mitte zunehmend Probleme. Nun will die Polizei durchgreifen. Seit dem 1. November ist deshalb die Ermittlungsgruppe „Alex“ im Einsatz.

Laut einem internen Schreiben der Polizei, das der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, soll diese zur „Lageberuhigung und Stärkung des allgemeinen Sicherheitsgefühls der Bevölkerung“ beitragen. Grund für die Maßnahme sei die gestiegene Zahl von Straftaten wie „(Gruppen)Gewaltdelikte und Eigentums- und Sexualdelikte und Betäubungskriminalität, überwiegend begangen durch männliche Jugendliche bzw. heranwachsende Mehrfachtäter aus den Herkunftsländern Syrien, Afghanistan, Irak und Pakistan“, heißt es in dem Polizeischreiben.

Unterstützung durch Sozialarbeiter

Aufgrund von Alkohol und Betäubungsmitteln seien die jungen Flüchtlinge sehr aggressiv und durch „eine gesteigerte Gewaltbereitschaft unter Inkaufnahme schwerster Gefährdungen und körperlicher Schäden Dritter“ aufgefallen.

Laut dem Berliner Kurier, der zuerst über die neue Ermittlungsgruppe „Alex“ berichtet hatte, ist für den Alexanderplatz ein verändertes sicherheitspolitisches Konzept geplant. Es wird eine neue Polizeiwache gebaut. Zudem setzen die Behörden auf Videoüberwachung. Einsatzhundertschaften sollen durch Spezialisten für Ausländerrecht unterstützt werden.

Daneben eröffnet an diesem Wochenende ein Jugendaktionsraum bestehend aus zwei Baucontainern und einer kleinen Spielwiese. Hier sollen sich die Flüchtlinge treffen und von Sozialarbeitern beraten lassen können. (krk)

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